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042 - In den Klauen der Knochenmänner

042 - In den Klauen der Knochenmänner

Titel: 042 - In den Klauen der Knochenmänner
Autoren: A.F.Morland
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Eine fantastische Neuigkeit hatte Roxane erfahren. Eine Sensation.
    Sie freute sich maßlos darüber, und auch ihr Freund, der Ex-Dämon Mr. Silver, würde völlig aus dem Häuschen sein.
    Wochenlang hatte Roxane gesucht. Zeitweise hatte Mr. Silver sie begleitet, dann war sie wiederum lange Zeit allein gewesen. Es ist für eine abtrünnige Hexe nicht ungefährlich, zwischen den Dimensionen hin und her zu pendeln.
    Tausende von Gefahren lauern auf diesen weiten Wegen wie Klippen und Riffe im Meer: Sie haben nur eine Aufgabe – zu zerstören, was in ihre Nähe kommt.
    Doch Roxane gelang es, alle Gefahren rechtzeitig zu erkennen und ihnen auszuweichen. Hartnäckig suchte sie nach einer Spur von Mr. Silvers Sohn. Die schöne Hexe mit den langen schwarzen Haaren und den meergrünen Augen war mit dem Ex-Dämon schon seit undenklichen Zeiten befreundet.
    Doch vor ihr hatte es ganz kurz eine andere gegeben: Cuca. Ein wankelmütiges Wesen. Mr. Silver versuchte, sie auf die Seite des Guten zu ziehen, doch Cuca konnte sich nicht zu diesem Schritt entschließen.
    Zwar tat sie ihn zuerst, machte ihn dann aber wieder rückgängig, weil sie Angst vor den Folgen hätte. Sie fürchtete Asmodis’ Zorn.
    Außerdem machte ihr der Höllenfürst ein verlockendes Angebot, und so verließ sie Mr. Silver und kehrte auf die schwarze Seite zurück.
    Daß diese kurze Freundschaft Folgen gehabt hatte, wußte Mr. Silver nicht. Cuca bekam ein Kind von ihm, ohne daß er davon Kenntnis hatte. Einen Sohn – und der Ex-Dämon wußte es sehr lange nicht.
    Roxane fand es heraus. Seither unternahm sie alle Anstrengungen, diesen Sohn zu finden. Mr. Silver unterstützte sie nach besten Kräften, wenn er Zeit erübrigen konnte.
    Gemeinsam mit Tony Ballard und Vicky Bonney reisten sie sogar nach Griechenland, weil sich Cuca in Athen niedergelassen hatte: Doch die Mutter von Silver II konnte oder wollte ihnen nicht sagen, wo ihr Sohn, der sie verlassen hatte, lebte. [1]
    Und bevor Mr. Silver sie hart anfassen konnte, rückte sie mit Atax, der Seele des Teufels, aus, und der Ex-Dämon hatte das Nachsehen.
    Nach wie vor blieb ungeklärt, wo Silver II lebte, aber Mr. Silver gab die Hoffnung nicht auf, seinem Sohn eines Tages gegenüberzustehen. Daß das neue Probleme aufwerfen würde, war ihm klar, denn Cuca hatte Silver II nach den Gesetzen der Hölle erzogen.
    Sollten Vater und Sohn sich also jemals begegnen, würden sie einander als Feinde gegenüberstehen. Doch dieses Risiko wollte Mr. Silver auf sich nehmen. Er wußte, daß sich tief im Innern seines Sohnes ein guter Kern befinden mußte. Ein Kern, den ihm der Vater vererbt hatte.
    Diesen guten Kern mußte Mr. Silver freilegen. Er war davon überzeugt, daß es ihm gelingen würde.
    Diese lange Suche hatte endlich Früchte getragen. Roxane kam mit einer Entdeckung nach Hause, die wie eine Bombe einschlagen würde. Sie konnte es kaum noch erwarten, Mr. Silver, Tony Ballard, Vicky Bonney und allen anderen davon zu berichten.
    Die Spur war gefunden, ein großes Geheimnis gelüftet.
    Aber die Suche würde damit nicht zu Ende sein, denn immer noch wußte Roxane nicht, wo sich Loxagons Grab befand. Aber das herauszufinden, hatte sie sich intensiv bemüht. Bisher ohne Erfolg.
    Die Suche nach Silver II hatte jene andere Suche in den Hintergrund gedrängt, doch bald wollte sich Roxane wieder darum kümmern, denn es wäre sehr wichtig gewesen, Loxagons Grab zu finden.
    Er war einst ein großer Dämon gewesen, ein gefürchteter Führer höllischer Heerscharen. Für ihn war das Höllenschwert – eine Waffe mit starkem Eigenleben – auf dem Amboß des Grauens geschmiedet worden, und er hielt sich mit dem Schwert in der Hand für unbezwingbar.
    Sein Größenwahn ging so weit, daß er nach dem Höllenthron greifen wollte. Daraufhin verbündeten sich seine Feinde gegen ihn und vernichteten ihn. Kein Dämon sprach seither mehr über ihn. Man schwieg ihn tot, tat so, als hätte es ihn nie gegeben.
    Sein Grab befand sich irgendwo und sollte noch immer prallgefüllt mit Magie sein.
    Als Mr. Silver sich in den Besitz des Höllenschwerts brachte, erkannte er, daß diese Waffe eine Gefahr für jeden war, der sie in die Hand nahm. Man brauchte einen starken Willen, um sich das Schwert Untertan zu machen – doch selbst dann konnte sich die Waffe jederzeit gegen seinen Besitzer wenden und ihn töten.
    Diese Gefahr würde erst dann gebannt sein, wenn man den Namen des Höllenschwerts kannte.
    Es hieß, daß das Schwert

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