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Psychosomatische Homoeopathie

Psychosomatische Homoeopathie

Titel: Psychosomatische Homoeopathie
Autoren: Berndt Rieger
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Liebe Leserin, lieber Leser,
    wenn Sie zu diesem Buch gegriffen haben, sind Sie vermutlich bereits vor einigen Jahren mit einem „Rezeptbuch“ in die Homöopathie eingestiegen und konnten bei Ihren Behandlungsversuchen einige Erfolge erzielen. Aber vermutlich gab es auch Situationen, in denen Krankheiten wiederkehrten oder überhaupt nicht auf Ihre Therapieversuche angesprochen haben. Um Homöopathie wirklich erfolgreich einsetzen zu können, ist es wichtig, den Zusammenhang von Psyche und Körper mit zu berücksichtigen. Denken, Fühlen und körperliche Beschwerden stehen miteinander in Verbindung. Einwirkungen auf den Körper treffen auch die Seele. Und die Vorgänge in der Seele rufen Beschwerden des Körpers hervor.
    In dem Moment, in dem Sie damit beginnen, Krankheiten, an denen Sie leiden, sowohl an den körperlichen Zeichen als auch in der Gefühlswelt zu beobachten, gehen Sie schon wie ein Homöopath vor, der ein Heilmittel sucht. Und im Grunde genommen beginnen Sie dann auch mit einer Therapieform, die wir Ihnen in diesem Buch „Psychosomatische Homöopathie“ vorstellen. Dabei geht es immer darum, die Wirkungen einer Arznei auf die Ebenen von Geist, Körper und Seele zu verfolgen. Denn wenn man es genau betrachtet, entwickelt der Mensch seine Beschwerden immer auf diesen drei Ebenen gleichzeitig, und es ist im Grunde genommen nicht so wichtig, auf welcher Ebene Sie mit Ihrer Therapie beginnen. Ist die Therapie aber erfolgreich, wird sie in der Seele, in den geistigen Fähigkeiten und in der Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit des Körpers Verbesserungen bewirken. Ebenso gilt, dass eine bestimmte Arznei am ehesten dann helfen wird, wenn man auf allen drei Ebenen des Menschen Hinweise dafür gefunden hat, dass sie gebraucht wird.
    Dieses Buch möchte Sie also auf dem Weg von der Rezeptbuchhomöopathie zur Erkenntnis psychosomatischer Zusammenhänge begleiten. Es ist eine Reise, die in Ihr Inneres und zur Selbsterkenntnis führt. Dabei werden Sie nicht nur erfahren, wie man sich selbst und andere homöopathisch heilen kann. Die Beschäftigung mit der Homöopathie wird auch Ihre Menschenkenntnis steigern und Sie die Umrisse dessen erkennen lassen, was den Menschen im Innersten zusammenhält. Wenn Sie dadurch vermehrt im Alltag homöopathische Arzneimittelbilder erkennen, werden Sie dabei die Menschen eher so sehen, wie sie wirklich sind. Das hilft, in Ihrer Beziehung zu diesen Menschen Klippen zu umschiffen und ihre guten Seiten besser kennenzulernen. In dieser Hinsicht ist die psychosomatische Homöopathie die Lehre von der Menschenkenntnis und auch als Lektüre für Menschen geeignet, die der Homöopathie noch skeptisch gegenüberstehen.

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Psychosomatik und Homöopathie
    Homöopathie hilft nicht nur bei akuten Krankheiten, sondern kann auch auf seelisch-geistiger Ebene einen tief greifenden Heilungsprozess in Gang setzen. Hierfür spielt das sogenannte Konstitutionsmittel eine zentrale Rolle. Dieses Kapitel liefert Ihnen die Grundlagen, die Ihnen die Suche nach Ihrem persönlichen Heilmittel erleichtern.

Sind alle Krankheiten psychisch bedingt?
    Psychosomatik bedeutet übersetzt „Körper-Seele-Einheit“. Das besagt Folgendes: Was mit dem Körper geschieht, formt auch die Seele – und umgekehrt.
    Was auf der seelischen Ebene ungelöst bleibt, wird früher oder später Veränderungen des Körpers hervorrufen. Eigentlich eine große Verantwortung, die uns das Leben da aufgebürdet hat. Die Erkenntnis, dass wir einen Großteil unserer Krankheiten selbst hervorbringen, dass sie also unsere eigenen kreativen Schöpfungen sind und deshalb voll unserer Eigenverantwortung unterliegen, ist einerseits beängstigend, andererseits aber auch ungemein hilfreich.
Wie sich Psyche und Körper beeinflussen
    Eines der wichtigsten Prinzipien der Altertumsmedizin ist heute noch als lateinischer Spruch allgemein bekannt: „Mens sana in corpore sano“ – ein gesunder Geist und ein gesunder Körper gehören zusammen, das eine ist untrennbar mit dem anderen verbunden. In den Fallschilderungen des Hippokrates (460–377 v.Chr.) wird es als selbstverständlich angesehen, dass eine Frau, die eine schwermütige Veranlagung hat und bei der ein neuer Kummer hinzukommt, Symptome wie Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, starken Durst und Übelkeit entwickeln wird. Fieber und Schmerzen bezeichnen den Höhepunkt der Krankheit, die Krise. Danach wird ihr Körper das Gift ausscheiden, das ihre Seele

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