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Ponyhof kleines Hufeisen - 01 - Wolkenmaehne sucht Freunde

Titel: Ponyhof kleines Hufeisen - 01 - Wolkenmaehne sucht Freunde
Autoren: Andrea Pabel
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De r neue Ponyhof
    Der Ponyhof Kleines Hufeisen lag friedlich in der Morgensonne. Blühende Wiesen und Felder umgaben den alten Bauernhof, der am Ortsrand lag. Gleich hinter der Scheune begann der Wald. Dunkle Tannen ragten in den blauen Himmel und weiße Wolken segelten nach Süden. Ein leichter Wind rauschte durch die Kronen der Obstbäume, in der Ferne ragte die hohe Kampenwand aus den Dunstschleiern, die sich erst langsam aus den Tälern hoben.
    Vor einiger Zeit hatte eine junge Frau das leer stehende Anwesen gekauft und begonnen, es umzubauen. Hier sollte ein Pferdehof entstehen. Der Stacheldraht um die Weiden war soliden Holzzäunen gewichen, und vor ein paar Tagen waren die ersten Pferde angekommen. Sabine hatte sie schon gesehen, sie hatte sich bereits mit Cornelia, der Besitzerin des Ponyhofes, angefreundet. Nun trat sie fest in die Pedale ihres Fahrrads, sie wollte ihrer Freundin Katrin den Ponyhof zeigen.
    Katrin fuhr neben Sabine her und schaute über die neu eingezäunten Koppeln hinweg. Plötzlich hielt sie mit einem Ruck an. „Wer sind denn die?“, rief sie und zeigte auf die Weide.
    Unter einem Birnbaum standen drei kleine Pferde: ein Schimmel, ein Brauner und ein Schecke.
    „Das sind Isländer“, erklärte Sabine.
    „Isländer? Das sind ja Ponys“, sagte Katrin enttäuscht. „Ich dachte, hier wären richtige Großpferde, so wie bei uns in der Reitschule!“
    „Du immer mit deinen richtigen Pferden!“, rief Sabine. Ihre Freundin war eine ehrgeizige Reiterin, sie sprang gern und freute sich schon riesig auf ihr erstes Turnier.
    Sabine dagegen konnte sich nichts Schöneres vorstellen, als ganz einfach an einem Sommertag durch den Wald zu reiten. „Islandpferde sind sehr kräftig, hat Cornelia mir erklärt“, fuhr sie fort. „Sie können ohne weiteres einen Erwachsenen tragen, sogar große Männer!“
    „Aber sie haben so kurze Beine“, sagte Katrin. „Damit können sie immerhin fünf Gangarten gehen“, erinnerte Sabine sie. „Das kann keines
    unserer Reitschulpferde, auch wenn sie noch so lange Beine haben.“
    Inzwischen hatten die Pferde die Mädchen bemerkt und kamen zum Zaun. Besonders der Schimmel war sehr zutraulich, er schnaubte freundlich zur Begrüßung. Er hatte große, dunkle Augen, und seine weiße Mähne fiel ihm bis über die Schulter. „Er heißt Glofaxi“, sagte Sabine und fuhr dem Wallach liebevoll über den Stirnschopf.
    „Nett sieht er aus“, gab Katrin zu, sie berührte sanft das weiche Fell des Schimmels. „Kann man auf so kleinen Pferden wirklich richtig reiten? Ich hab überhaupt keine Erfahrung mit ihnen!“ „Habe ich dir doch schon gesagt“, wiederholte Sabine ungeduldig. Sie zeigte zum Hof hinauf. „Da oben ist Cornelia! Komm, du musst sie kennen lernen!“
    Die Mädchen radelten das letzte Stück, und dann stellte Sabine ihre Freundin Katrin der jungen Frau mit den kurzen, dunklen Haaren vor.
    Cornelia begrüßte die Mädchen lächelnd. Sie wandte sich an Katrin. „Reitest du in der gleichen Reitschule wie Sabine?“, fragte sie. Katrin nickte, und Cornelia fuhr unbefangen fort: „Da werden dir meine Isländer ja wie Zwerge Vorkommen, stimmt’s?“
    Sabine sah, wie ein erleichtertes Lächeln über Katrins Gesicht flog. „Na, so groß wie die Pferde, die ich sonst reite, sind sie wirklich nicht“, meinte sie.
    „Klein, aber oho“, sagte Cornelia. „Auf der Weide sehen sie etwas träge und verschlafen aus -aber unter dem Sattel sind sie ganz anders! Es sind wunderbare Pferde! Aufmerksam, willig, zu allem bereit. Die gehen über Stock und Stein, ohne auch nur einmal danebenzutreten. Im Tölt sitzt du so bequem wie in einem Schaukelstuhl, da wirft es dich nicht wie beim Mitteltrab auf einem Großpferd!“
    „Mitteltrab“, Katrin verzog das Gesicht. „Das ist wirklich nicht so leicht, vor allem, wenn man ihn ohne Steigbügel aussitzen muss. Da tun mir hinterher immer alle Knochen weh.“
    „Das wird dir auf diesen Pferden nicht passieren“, versicherte Cornelia. Sie zeigte auf den Braunen. „Unser Sörli hat butterweiche Gänge, selbst sein Trab wirft dich kaum. Und der Tölt erst... na, das werdet ihr ja bald selbst sehen. Ihr wollt doch auch mal reiten, oder?“
    „Na klar!“ Sabine war begeistert. „Und ob ich das möchte!“
    „Ich auch“, kam es etwas zögernd von Katrin. „Oder gibt es hier auch Großpferde?“
    Sabine versuchte, die Freundin mit einem kräftigen Stoß zu stoppen, aber es war schon zu spät.
    „Ist schon gut,

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