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Ball der einsamen Herzen - ROTE LATERNE Band 2 - die Kultserie (Rote Laterne Liebesroman) (German Edition)

Ball der einsamen Herzen - ROTE LATERNE Band 2 - die Kultserie (Rote Laterne Liebesroman) (German Edition)

Titel: Ball der einsamen Herzen - ROTE LATERNE Band 2 - die Kultserie (Rote Laterne Liebesroman) (German Edition)
Autoren: Cora de Graaf
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nie wahr werden!«
    »Warum eigentlich nicht?«, fragte er plötzlich. »Wir zwei könnten doch mal hinfahren?«
    »Hinfahren?«, fragte sie erstaunt. »Das ist doch so teuer! Ich meine, dafür könnte man doch ...« Ihre Stimme brach ab, und sie sah ganz verzweifelt auf die Erde.
    »Was könnte man?« erkundigte sich Karl.
    »Ach, ich meine doch bloß so«, versuchte sie ihm verlegen auszuweichen. »Man kriegte dafür schon allerhand an Einrichtung für 'ne Wirtschaft«, sagte die dann.
    »Das ist wahr«, gab er nachdenklich zu. »Aber was sollte ich denn allein mit einer Wirtschaft?«
    »Ich würde schon mitmachen«, sagte sie spontan.
    »Würdest du das?«
    »Natürlich! Aber nicht umsonst, das ist doch klar, Karl!« Dann gab sie ihm einen ihrer ihm mittlerweilen bekannten freundschaftlichen Knüffe in die Seite und lachte dabei. »Und von nix kommt ja auch nix. Ich meine, was will ich denn mit meinen fünftausend Euro anfangen? Dafür kriegt man ja nichts Ordentliches.«
    Irgendwie wagte er es noch nicht, sie direkt um etwas zu bitten.
    »So ein Geschäft müsste schon seine Ordnung haben«, dachte er laut.
    »Aber das ist doch ganz klar«, entgegnete sie. »Ordnung ist doch das halbe Leben. Das hat schon meine Mutter immer gesagt!«
    Sie persönlich hatte zwar nie viel von dieser berühmten Ordnung gehalten. Aber die guten. Vorsätze schleppte sie noch immer mit sich herum.
    Weiter kamen sie an diesem Tag nicht. Zuerst gingen sie ins Café Pfandler, und später landeten sie im Ballhaus. Sie tranken wieder Champagner und amüsierten sich.
    An diesem Abend war Karl schon mutiger. Aber den endgültigen Vorstoß wagte er nicht. Auch traute er sich nicht, sie zu sich nach Hause einzuladen, denn dort sah es ja schlimm aus. Und sie als Dame konnte ihn selbstverständlich schon gleich gar nicht einladen. Außerdem sah es daheim bei ihr nicht besser aus als bei ihm. Aber das wussten sie ja nicht ...
    Ein paar Tage ging das so. Man traf sich, plauderte miteinander und vergnügte sich im Ballhaus. Und dann wollte er ihr etwas ganz Schickes bieten, denn er lud sie in eines der teuersten Hotels der Stadt ein.
    »Wir nehmen uns dort ein Zimmer«, sagte er. »Und frühmorgens nehmen wir ein Frühstück a la Bornier. Du wirst staunen, Emma ...«
    »Ach Gott«, sagte sie. »Ich bin doch so genierlich!«
    »Emmakind, du bist doch keine fuffzehn mehr!«, sagte er grinsend zu ihr. »Bin ich etwa der erste Mann in deinem Leben?«
    »Der erste nicht«, sagte sie. »Aber so viele hatte ich auch wieder nicht«, log sie. »Doch will ich deine Einladung nicht ausschlagen, denn ich bin sicher, dass sie gutgemeint ist!«
    »Das ist sie wirklich«, sagte er. Und dann gingen sie.
    »Schöne Betten haben die hier«, sagte Emma und streichelte andächtig den weißen Bezug.
    »Ja, schöne Betten«, pflichtete er ihr bei. »Und einen Kühlschrank haben wir auf dem Zimmer, mit Inhalt.«
    »Wirklich?« Vor Begeisterung klatschte Emma wie ein Kind in die Hände und öffnete dann die Kühlschranktür. »Du, da ist englischer Whisky«, sagte sie. »Meinst du, man darf ...?«
    »Alles darfst du, mein Herzchen«, meinte er schmunzelnd und begann damit, ihre Schultern zu streicheln.
    »Ach Karl«, sagte sie scheinbar verschämt. »Du gehst vielleicht ran! Also nee, du bist mir vielleicht einer!«
    »Na und?« raunte er. »Wir zwei in einem so schönen Hotelzimmer! Ich bitte dich, Emma! Und du bist so feurig!«
    »Ach Karl, wenn ich nur so könnte, wie ich wollte«, flüsterte sie ihm ins Ohr.
    »Emma, ach Emma«, sagte er, denn ihre blutrot bemalten Lippen schoben sich immer näher an sein Gesicht heran.
    »Nee«, sagte sie plötzlich. »So leicht geb ich mich nicht hin!«
    »Aber Emma, hab ich dich vielleicht beleidigt?«, wollte er nun ganz erschüttert von ihr wissen.
    »Vielleicht bist du so einer, der immer ins Ballhaus kommt und den Frauen schöne Augen macht, und dann ist es auf einmal aus. Also nein, Karl, dazu bin ich mir zu schade!«
    »Emma, aber ich habe dir doch gesagt, wie gerne ich dich habe«, sagte er fassungslos zu ihr. »Ich würde auch gerne eine Wirtschaft mit dir anfangen. Aber ich weiß ja nicht, ob ich dir das zumuten kann, wo du doch eine so gute Stelle als Hausdame hast.«
    Da strahlte sie ihn an.
    »Du würdest wirklich eine Wirtschaft mit mir aufmachen?«, fragte die ihn.
    »Emma, ich möchte dich heiraten!«, sagte er plötzlich.
    »Und dann fangen wir zusammen eine Wirtschaft an?« fragte sie, und ihr innerer Computer

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