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Microsoft Word - Green, Simon R.-Todtsteltzers Ende

Microsoft Word - Green, Simon R.-Todtsteltzers Ende

Titel: Microsoft Word - Green, Simon R.-Todtsteltzers Ende
Autoren: Todtsteltzers Ende
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SIMON R. GREEN
TODTSTELTZERS
ENDE
R OMAN
     
I NS D EUTSCHE ÜBERTRAGEN VON T HOMAS S CHICHTEL
     
BASTEI LÜBBE TASCHENBUCH Band 23 297
     
    1. Auflage: August 2006
    Vollständige Taschenbuchausgabe
Bastei Lübbe Taschenbücher in der Verlagsgruppe Lübbe
Deutsche Erstveröffentlichung Originaltitel: Deathstalker Coda
© 2005 by Simon R. Green
© für die deutschsprachige Ausgabe 2006 by
Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG,
Bergisch Gladbach
Lektorat: Uwe Voehl/Ruggero Leo
Titelillustration: Romas B. Kigalis/Agentur Schluck
Umschlaggestaltung: Bianca Sebastian
Satz: SatzKonzept, Düsseldorf
    Druck und Verarbeitung: Maury Impriment, Frankreich
Printed in France
ISBN-13: 978-3-404-23297-0
ISBN-10: 3-404-23297-6
Scanned by: PacTys
Corrected by: PacTys
Letzte Nacht habe ich von Lewis Todtsteltzer geträumt.
    Er wollte niemals König sein. Er wollte niemals
Champion sein. Er wollte immer nur seine Pflicht
tun: die Unschuldigen beschützen und die Schuldigen bestrafen. Aber er verliebte sich in die Verlobte
seines besten Freundes und wurde seinerseits von
einem anderen Freund verraten. Sie raubten ihm seinen guten Namen und machten ihn zum Gesetzlosen.
    Das Glück der Todtsteltzers. Immer nur Pech.
Ich sah, wie er Freunde und Bundesgenossen um
sich sammelte und sich aufmachte, eine Armee aufzustellen, um die Kräfte des Bösen zu stürzen, dem
Beispiel eines früheren Todtsteltzers folgend, und ich
wollte ihn warnen, dass Helden leicht einen frühen
und blutigen Tod finden. Ich sah alte Freunde aus der
Vergangenheit zurückkehren und legendäre Gestalten erneut in der Historie wandeln. Unvollendete Geschichten haben Ihre eigene Art, ein Ende zu erzwingen.
In meinem Traum sah ich Planeten in der langen
Nacht brennen und Armeen der Toten die Städte der
Menschen überrennen.
Alles in einem Traum... und alles so weit in der
Vergangenheit. Oder vielleicht war es auch erst gestern.
Letztlich endet jede Geschichte - mit der Zeit.
KAPITEL EINS Owen Todtsteltzer lag im Koma, und alle anderen
gerieten in Panik.

ALTE UND NEUE
GESCHÄFTE
    Viel war in kurzer Zeit passiert, tief unten in dem
künstlich geschaffenen Krater, den man den Schlund
nannte, in den stählernen Korridoren, die Menschen
gebaut hatten, um das Labyrinth des Wahnsinns zu
umfassen und einzuschließen. Jener berühmte und
legendäre Held Owen Todtsteltzer war von den Toten zurückgekehrt, war in Gesellschaft seines Nachfahren Lewis aus dem Labyrinth hervor spaziert gekommen, hatte etliche sehr bemerkenswerte Wunder
gewirkt und dann das Bewusstsein aller anderen vor
Ort auf einen kurzen Ausflug durch den Weltraum
mitgenommen, um den Schrecken aus der Nähe zu
betrachten. Dummerweise entpuppte sich jener uralte
und entsetzliche Zerstörer von Welten und Zivilisationen auf bislang unerforschte Art und Weise als
Owens lange verlorene Liebe Hazel D'Ark. Jetzt fand
sich jeder im eigenen Körper wieder, während Owen
zu einem Fötus zusammengerollt dalag, die Augen
geschlossen, nach den Maßstäben der Welt tot und
knapp einen Meter über dem glänzenden Stahlfußboden schwebend. Alle anderen hatten sich seither der
Beunruhigung und Verwirrung ergeben und bemühten sich sehr angestrengt, nicht in Panik zu verfallen.
    Wie Jesamine es gern ausdrückte: an manchen Tagen liefen die Dinge nicht mal dann richtig, wenn
man ihnen eine Pistole an den Kopf hielt.
Allein die KIs von Shub blieben ruhig und gelassen;
obwohl es zugegeben sehr schwer fiel, einen gelassenen von einem aufgeregten Roboter zu unterscheiden, wenn jeder nur ein ausdrucksloses blaues Stahlgesicht hatte. Immerhin umstand derzeit ein halbes
Dutzend von ihnen Owens schwebenden Körper wie
eine Ehrengarde. Sie weigerten sich höflich, aber bestimmt, irgendjemanden sonst allzu nahe heranzulassen. (Dies war seit einem begreiflichen, aber bedauerlichen Zwischenfall so, in dessen Verlauf Brett
Ohnesorg auf Owens Körper geklettert war, ihm mit
beiden Fäusten auf die Brust getrommelt und dabei
gebrüllt hatte: Wach auf, du Mistkerl!)
    Dieser berühmte Betrüger, Dieb und Konsument
zweifelhafter Substanzen marschierte jetzt den Korridor rauf und runter, prallte dabei fast von den
Stahlwänden ab, schwenkte die Fäuste und erklärte
lauthals, er hätte schon immer gewusst, dass nichts
Gutes dabei herauskam, wenn man sich mit dem Labyrinth des Wahnsinns abgab. Seine Wangen waren
gerötet; der magere, knochige Körper knisterte nahezu von frustrierter Energie, und sein

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