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Goldmarie auf Wolke 7

Goldmarie auf Wolke 7

Titel: Goldmarie auf Wolke 7
Autoren: Gabriella Engelmann
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Personenregister:
    Marie Goldt: fast 17 Jahre, Tochter des früh verstorbenen Gitarristen Claas. Maries Mutter Roxy hat ihre Familie verlassen, als Marie drei war, um sich »selbst zu finden«, und ist seitdem spurlos verschwunden. Marie hat meistens eine kalte Nase und fällt häufiger mal in Ohnmacht.
    Lykke Pechstein: fast18 Jahre, Tochter von Kathrin Pechstein. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Der Name Lykke bedeutet im Althochdeutschen »Die Glückliche«. Aber Lykke selbst sieht das ganz anders. Sie glaubt: »Pech wickelt Glück ein.«
    Kathrin Pechstein: Mutter vonLykke. Musikpromoterin aus Leidenschaft, die es nicht leicht mit Marie und ihrer leiblichen Tochter hat. Die ungleichen Stiefschwestern streiten sich entweder oder tun so, als gäbe es die andere gar nicht.
    Julia von Menkwitz: Maries beste Freundin. Lebt im noblen Stadtteil Blankenese, den sie aber für total spießig hält. Marie wiederum liebt die »heile Familie«, in der Julia lebt. Ihre Mutter Gesa arbeitet halbtags im Büro ihres Mannes Jan, der erfolgreich einen Catering-Service betreibt.
Julia liebt rote Stiefel und Flamenco.
    Finja von Menkwitz : 4 Jahre, genannt Finchen, hält sich selbst für eine Märchenprinzessin. Lieblingsfilm: »Rapunzel neu verföhnt«. Lieblingsspiel: Erbsen und Linsen sortieren.
    Elric von Menkwitz: 12 Jahre, isst lieber »echte« Frikadellen als Veggie-Burger und lästert gern über die Absätze von Julias Stiefeln. (»Gab’s die nicht noch ein bisschenhöher?«)
    Ludmilla Drach: Besitzerin einerKette vonBillig-Biobäckereien in Hamburg mit Hauptsitz auf der Reeperbahn. Die gebogenen Fingernägel und vom Rauchen gelb gefärbten Zähne jagen Marie Angst ein.
    Nives Hulda: die Spezialistin für das Thema Schlafen. In ihrem Laden Traumzeit können sich Kunden in Sachen Matratzen, Decken, Lattenroste etc. beraten lassen. Außerdem bietet sie esoterische Dienste an: Auf Wunsch ermittelt sie mithilfe von Pendel & Co. die Ursachen für Schlafstörungen und therapiert sie. Nives bedeutet auf Italienisch Weiß wie Schnee .
    Honeypie: isst gern Früchtekuchen und liebt es, ab und zu auszubüxen. Mit Folgen, die das Schicksal vieler Menschen beeinflussen.
    Niki: optisch der Typ Mimi Westernhagen . Seelisch: Abteilung nett, aber mit Sockenschuss. Neigt dazu, sich die falschen Männer zu angeln und ihren Gefühlen allzu freien Lauf zu lassen. Schöpferin des Begriffs »Biberwäsche-Muttis«.
    Delia: eilt herbei, als Nives ihre Hilfe dringend benötigt. Träumt von einer Liebe, die unmöglich ist, und hat stets eine Prise Niespulver in ihrer Tasche.
    Sören Dannemann : der Gesundheitsflüsterer. Kann prima hinter Fassaden blicken und Schlittschuh laufen. Tut – wenn Not am Mann ist – sogar illegale Dinge, immer mit dem Ziel, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
    Dylan O’Noonan: irischer Dreamboy – wild und gefährlich. Kann keinen losen Reis kochen, dafür aber viele andere Dinge. Nennt sich Schlaflos in Hamburg . Seine Augen haben die Farbe von goldenem Honig.
    Dr. Willibald Hahn: Der Jugendtherapeut sieht aus wie Piet Klocke und trägt mit Vorliebe wild gemusterte Fliegen. Hat einen gigantischen Schatz an Zitaten parat und besitzt einen silbernen Samowar.
    Jorinde Machandel: nennt Marie ihren Goldschatz und nascht für ihr Leben gern. Dass ihre Röcke um die Hüfte spannen, stört sie wenig. Hält immer eine Packung Taschentücher bereit und drückt jeden an ihre mütterliche Brust, der gerade Liebe und Fürsorge benötigt.

Prolog
    Die Feenkönigin bürstete das schlohweiße Haar, welches ihr bis zu den Hüften reichte, sodass der Kamm begann, Funken zu sprühen. Nachdem sie ihre Lippen mit einem korallroten Stift nachgezogen hatte, ging sie zum Brunnen und blinzelte einen Moment in die untergehende Sonne, deren Strahlen wie Blitze auf dem ansonsten dunklen Wasser tanzten. Ihre schmalen Füße steckten in roten Schnürstiefeln, die sie auf einem goldenen Fußbänkchen abgestellt hatte, um bequemer auf dem schon bröckeligen Mauerwerk sitzen zu können.
    Dann formten ihre Lippen die Worte
    Goldene Stühle, Rosenstöcke,
Frauenkäfer und woll’ne Röcke.
Tragt mich in den Brunnen, tief.
Bestäubt den Schleier, nehmt mich mit.
    Wie immer dauerte es eine Weile, bis der Zauberspruch wirkte …
    Kurze Zeit später putzte sie sich in Gestalt einer weißen Taube das Gefieder, gurrte eine kleine Melodie - und verschwand schließlich aufgeregt flatternd in der Tiefe des Brunnens, auf dem Weg zur Anderswelt.
    Am Ende

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