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Mia and me - Weihnachten in Centopia: Adventskalenderbuch (German Edition)

Mia and me - Weihnachten in Centopia: Adventskalenderbuch (German Edition)

Titel: Mia and me - Weihnachten in Centopia: Adventskalenderbuch (German Edition)
Autoren: Isabella Mohn
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Nikolaus sie mit Geschenken füllt. Macht das heute bitte genauso.“ Leider hatte sie keine Ahnung, wo sie so schnell genügend Nikolausgeschenke auftreiben sollte. Deshalb schwindelte sie ein bisschen. „Die Menschen stecken den Gegenstand in den Stiefel, den sie am wenigsten brauchen. Der Nikolaus nimmt ihn und gibt ihm jemandem, der sich darüber freut.“
    „Was für eine lustige Idee“, kicherte Yuko.
    Nach und nach kehrten die Elfen in ihre Schlafstätten zurück – auch Yuko und Mo.
    Mia blieb mit Phuddle allein zurück. Als sie nach einer Weile zum Palast hinüberschaute, sah sie, dass auch König Raynor und Königin Mayla ihre Hausschuhe auf die Treppe gestellt hatten. Kaum waren alle Lichter erloschen, machten sich Mia und Phuddle daran, die Inhalte aller Stiefel miteinander zu vertauschen.



Was steckt im Nikolausstiefel?
    Am nächsten Tag verschliefen Phuddle und Mia beinahe. So müde waren sie von der nächtlichen Vertauschaktion. Aber sie standen doch noch rechtzeitig auf. Auf keinen Fall wollten sie verpassen, wie die Elfen auf die Überraschungen in ihren Nikolausstiefeln reagierten.
    Nach und nach wurden die Elfen wach und traten vor ihre Höhlen. Lautes Lachen und freudiges Gemurmel schallte aus allen Richtungen.
    Mia fiel ein Stein vom Herzen. Genau so hatte sie es sich gewünscht.
    Königin Mayla jauchzte begeistert, als sie die Kartoffelreibe entdeckte, die in ihrem goldenen Pantoffel steckte. Sie konnte sie bestens gebrauchen. Denn vor Kurzem hatte ihr Gemahl Kartoffelpuffer zu seiner Leibspeise erkoren.
    Als König Raynor sah, was seine Gemahlin in der Hand hielt, grinste er amüsiert. „Dieser Nikolaus weiß, was Frauen brauchen!“ Vergnügt zwinkerte er Mayla zu und ging in seinem eigenen Schuh nachsehen.
    Was er fand, erheiterte ihn jedoch keineswegs. In seinem Hausschuh steckte eine handgeschnitzte Figur. Allerdings nicht irgendeine. Dieses Ding zeigte ihn selbst, wie er in einer freudigen Siegerpose die Arme in den Himmel streckte. „Das ist ja wohl die Höhe“, schimpft Raynor. „Dieses Kleinod habe ich zu unserem zwanzigsten Hochzeitstag extra für dich geschnitzt. Wie konntest du das weggeben?“
    Mayla bemühte sich nach Kräften, ihren Mann zu beruhigen. „Da muss ich mich in der Dunkelheit vergriffen haben“, beteuerte sie mit unschuldigem Augenaufschlag.
    Raynor ahnte, dass dies eine Ausrede war. „Du musst mir versprechen, mir eine doppelte Portion Reibekuchen zu machen“, brummte er. „Vielleicht kann ich dann darüber hinwegsehen.“
    Überall waren die Elfen damit beschäftigt, einander ihre Nikolausgeschenke zu zeigen. Und schon bald fingen sie an zu tauschen. Schnell war ein munteres Treiben im Gange.
    Mia beobachtete, wie Phuddle den Schraubenzieher, den sie ihm in den Stiefel gesteckt hatte, gegen einen alten Hammer tauschen wollte. Elf Mommo hielt ihn in den Händen. Der Holzgriff des Werkzeugs war bereits reichlich ramponiert. „Sag mal, Phuddle, ist das nicht dein eigener Hammer, den du gestern Nacht noch loswerden wolltest?“, fragte Mia überrascht.
    „Stimmt. Das ist mein guter alter Hammer.“ Phuddle seufzte wehmütig. „Jedes Mal, wenn ich damit danebengehauen habe, ist etwas Holz vom Griff abgesplittert. Und ich habe oft danebengehauen.“ Treuherzig blickte er sie an. „Aber eben hat Mommo mit meinem Hammer unglaublich grob auf einen Stein geklopft. Da fiel mir ein, dass ich mit diesem Ding sehr viele Male auch mitten ins Ziel getroffen habe. Okay, nicht ganz so oft, wie ein Schlag danebenging … Ich will nicht übertreiben. Aber so was verbindet.“
    Eifrig wandte sich Phuddle wieder dem Elf zu. „Also, Mommo, ich will ihn zurück. Hier! Ich gebe dir diesen nigelnagelneuen Schraubenzieher dafür.“
    Skeptisch beäugte Mommo das Werkzeug. Er wirkte alles andere als begeistert.
    Das entging auch Phuddle nicht. Schnell legte er noch eines seiner Phuddle-Lumni-Hölzer obendrauf. Damit war der Handel beschlossen. Die beiden besiegelten ihn mit einem Handschlag.
    „Mein schöner, treuer Freund!“, herzte Phuddle seinen alten Hammer. Voller Freude zupfte er eine Grünbaumnuss vom Ast, legte sie auf einen Steinblock neben sich – und schlug zu.
    Er verpasste die Nuss knapp. Der Griff des Hammers prallte auf die scharfe Kante des Steinblocks, und ein Holzsplitter sauste durch die Luft.
    „Ha!“, jubelte Phuddle beglückt. „Mein guter alter Hammer! Trifft einfach nicht beim ersten Mal! So ist er. Aber dann …“
    Beim zweiten Versuch

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