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Die drei  Kids Band 55 Der schwarze Joker drei Fragezeichen Kids

Die drei Kids Band 55 Der schwarze Joker drei Fragezeichen Kids

Titel: Die drei Kids Band 55 Der schwarze Joker drei Fragezeichen Kids
Autoren: Boris Pfeiffer
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Mehlsturm geraten.«

Blutrote Buchstaben
    »Mehlsturm? Peter sah Justus verdattert an.
    »Mehl aus meinem Föhn, mit dem ich mir sonst die Haare trockne?!«, gellte jetzt Mrs Millers Stimme über die Veranda.
    »So sieht es aus«, bestätigte Justus Jonas.
    »Aber wie ist das Mehl da reingekommen?«, rief die Schneiderin aufgebracht.
    »Das ist allerdings ein Rätsel«, nickte Justus.
    Mrs Miller schluchzte. »Und jetzt ist das weiße Zeug auf meinen wunderbaren Stoffen. Es wird Tage dauern, bis ich das alles wieder sauber habe.«
    »Äh, hallo«, meldete sich jetzt Bob hinter seinen sieben Stoffstapeln. »Kann mir mal jemand helfen? Ich breche gleich zusammen.«
    »Um Himmels willen, nein!« Mrs Miller sprang Bob zu Hilfe. »Es wäre grau-en-haft , wenn die mehlbestäubten Stoffe auf den Boden fallen. Der Staub vom Boden und das Mehl, das gibt schlimmere Flecken als eine zerquetschte Spinne.«
    Peter stöhnte. »Wo ist das Vieh überhaupt?«
    »Weg«, sagte Justus. »Die Spinne muss im Mehlsturm davongewirbelt sein.« Er wandte sich Mrs Miller zu. »Wo können meine Freunde den Stoff ablegen?«
    »Da drin!« Mrs Miller packte Peter und stieß ihn fast ins Haus. Dort führte sie ihn zu einem großen alten Schneidertisch. Dankbar ließ Peter die Stoffballen auf die Tischplatte gleiten. Die Mehlwolke, die dabei aufstob, überzog das ganze Zimmer. Dann half Peter Bob, seine Stoffballen ebenfalls loszuwerden. Es stäubte noch einmal kräftig.
    Justus bückte sich nach dem Föhn, der noch immer auf dem Boden der Veranda lag. Als er die Hand danach ausstreckte, kroch eine kleine Spinne hervor. »Oh«, lächelte der Anführer der drei ???, »die Spinne hat tatsächlich überlebt.«
    Peter trat hinzu. »Was? Dieses kleine Biest hat das ganze Chaos hier ausgelöst?! Das ist ja nur ein Spinnchen.«
    »Und sie ist auch nicht wirklich schuld an dem,was hier vorgefallen ist«, sagte Justus. Schuld ist vielmehr …«
    »Hilfe!«, schrie in diesem Moment Mrs Miller. »Hilfe!«
    Justus fuhr herum. »Ich habe das Gefühl, diese seltsame Geschichte ist noch nicht zu Ende!«
    Die drei ??? stürmten ins Haus. Mehlbestäubt und zitternd stand die Schneiderin da, und auch ihre Worte bibberten, als sie hervorstieß: »Da-da-da-da!«

    »Dadada?«, fragte Peter.
    » Dahaaa !« Mrs Miller hob eine Hand und deutete auf einen großen Spiegel. Jetzt erkannten die drei ???, was sie meinte. Am Spiegel hing ein goldfarbenes Blatt Papier, auf dem in blutrotenBuchstaben geschrieben stand: DAS WAR NUR DER ANFANG. ES KOMMT NOCH SCHLIMMER.
    Bob musterte das Blatt. »Freunde, das sieht aus wie eine Drohung.«
    »Allerdings«, nickte Justus. Er wandte sich Mrs Miller zu. »Haben Sie Feinde, die Ihnen so etwas antun würden?«
    Penelope Miller sank auf einen Stuhl. »Ich habe keine Feinde. Oder zumindest hatte ich nie welche. Wer macht denn so etwas Gemeines?«
    Justus zog sein Schweizer Taschenmesser hervor und entnahm ihm die Pinzette. Damit hob er vorsichtig das Blatt vom Spiegel und drehte es um. Plötzlich huschte ein Lächeln über sein Gesicht. »Wir haben es mit jemandem zu tun, der Erpresserbotschaften mit Schokoladenhänden verfasst«, sagte er dann. »Seht euch das an, Freunde!« Er legte die Botschaft mit der Schrift nach unten auf den Tisch. Auf dem Blatt war in der Mitte deutlich ein halber Fingerabdruck zu erkennen. Er war braun und etwas verschmiert.
    »Das sieht tatsächlich aus wie Schokolade«, meinte Bob. »Mrs Miller, hätten Sie etwas dagegen, wenn wir dieses Blatt mitnehmen?«
    Mrs Miller bekam große Augen. »Aber ist das nicht Aufgabe der Polizei? Alles ist mit Mehl bestäubt. Das ist Sachbeschädigung und Körperbeschmutzung. Das muss ich melden.«
    Justus verzog den Mund. »Na ja, die Polizei wird es eher für einen Dummejungenstreich halten. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Grenzen des guten Geschmacks hier weit überschritten wurden. Aber wenn Sie wollen, bringen wir den Brief Kommissar Reynolds. Wir kennen ihn gut.«
    »Ja, das wäre nett«, nickte die alte Dame. »Ich will mit der Sache am liebsten nichts mehr zu tun haben, und außerdem muss ich hier erst mal aufräumen.«
    »Mrs Miller«, hakte Peter noch einmal nach. »Haben Sie wirklich keine Idee, wer Ihnen das angetan haben könnte?«
    Die Schneiderin schüttelte ratlos den Kopf.
    »Nun«, sagte Justus. »Auf alle Fälle sollten Sie Türen und Fenster gut verschlossen halten. Und wenn in diesem Fall etwas geschieht, wenden Sie sich sofort an den
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