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Die Drachenreiter von Pern 17 - Drachenwege

Die Drachenreiter von Pern 17 - Drachenwege

Titel: Die Drachenreiter von Pern 17 - Drachenwege
Autoren: Anne McCaffrey
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verirren.«
    Nuella verkündete, dass sie an der nächsten Strecke anlangten, während Kindan wusste, dass der Hauptschacht in unmittelbarer Nähe lag.
    »Jetzt sind es nur noch dreiundachtzig Meter«, rechnete Toldur nach.
    »Spürt ihr das auch?«, fragte Cristov erregt. »Ich fühle einen Luftzug. Das muss der Wetterstrom von den Pumpen sein.«
    »Ist es die einziehende Luft, oder sind es Abwetter?«, überlegte Zenor. »Mir kommt es vor, als sei die Luft hier unverbraucht.«
    »Alle stehenbleiben!«, zischte Toldur.
    »Was ist los?«, flüsterte Nuella.
    »Tarik lässt frische Wetter in den Stollen pumpen«, wisperte Zenor.
    »Wir müssen umkehren«, bestimmte Toldur.
    »Warum?«, regte sich Nuella auf. »Wir sind doch gleich da! So kurz vor dem Ziel werden wir doch wohl nicht aufgeben!«
    »Nuella«, sagte Zenor gedehnt. »Wenn hier frische Luft hereingepumpt wird, dann wirkt es sich in diesem speziellen Fall aus, als würde man Kohle auf ein Feuer kippen.«
    »Genauer gesagt, ist es, als würde man Grubengas mit Luft anreichern«, verbesserte Renna. »Unter bestimmten Umständen kann das erst schlagende Wetter verursachen.«
    »Aber das ist doch nicht seine Absicht, oder?«, fragte Kindan bang. Niemand gab ihm eine Antwort.
    »Kommt, wir müssen umkehren«, wiederholte Toldur.
    »Nein, wartet!«, rief Nuella verzweifelt. »Wenn wir die Pumpen so einstellen, dass sie die Stickluft aus dem Stollen heraussaugen, können wir dann weitergehen?«
    »Das wird aber nicht klappen«, wandte Zenor ein. »Man müsste die Pumpen an beiden Wetterschächten bedienen, einmal am Einziehschacht, und dann am Ausziehschacht. Andernfalls hätte es nicht die gewünschte Wirkung.«
    Darauf wusste niemand etwas zu sagen.
    »Wir haben es versucht, Nuella«, brach Kindan das Schweigen.
    »Ich gebe nicht auf«, verkündete Cristov. »Ich lasse die Kumpel nicht im Stich.«
    »Wir können zurückkehren, wenn keine Schlagwetterexplosion mehr droht«, meinte Toldur.
    »Um die Leichen zu bergen?«, empörte sich Zenor.
    »Einen Moment!«, zischte Nuella. »Wenn es uns gelänge, beide Pumpenanlagen in Betrieb zu nehmen und die Stollen von der Stickluft zu befreien, könnten wir dann weitermachen?«
    »Es wäre immer noch zu gefährlich«, erwiderte Toldur nach kurzem Überlegen. »Seit Stunden wird hier Luft hineingepumpt. Jeden Moment kann sie auf eine Ansammlung von Gas treffen und dann …«
    Jeder erschauerte bei der Vorstellung der rasend schnellen Feuerwalze, die dann durch die Gänge fegen würde.
    »Wir sollten unsere Spitzhacken hier zurücklassen«, gab Cristov zu bedenken. »Auf diese Weise vermeiden wir Funkenschlag.«
    »Den losen Schutt müssen wir ohnehin mit den Händen wegräumen«, pflichtete Zenor ihm bei.
    »Aber wir haben immer noch keine Möglichkeit, die Pumpen zu bedienen«, wandte Toldur ein.
    »Doch, die haben wir«, trumpfte Nuella auf. »Kindan, kannst du mir Kisk für eine Weile überlassen?«
    »Na klar«, erwiderte der Junge. »Wohin gehst du?«
    »Nirgendwohin«, gab Nuella in ruppigem Ton zurück, der niemanden zu weiteren Fragen ermutigte. Sie berührte Kisk mit der Hand. »Kisk, ich möchte, dass du mit Lolanth in Verbindung trittst. Sag Lolanth, er möchte mit mir sprechen. Es ist ein Notfall.«
    Kisk bewegte den Kopf hin und her. Dann zwitscherte sie glücklich, stubste Nuella ein paarmal mit der Nase an und bettelte um Zärtlichkeiten. Das Mädchen streichelte den Nacken des Wachwhers.
    »Danke, Kisk«, sagte sie. »Lolanth, bitte sag J'lantir Bescheid, dass beide Pumpenstationen der Zeche Natalon bemannt werden müssen. Es geht darum, das Grubengas aus den Stollen zu saugen. J'lantir soll sich an den Bergwerksmeister wenden, der weiß, was zu tun ist. Richte ihm aus, dass ich versuche, meinen Vater zu retten. Es hat hier ein Unglück gegeben.«
    J'lantir will wissen, ob du in Gefahr bist, übermittelte der Drache.
    »Uns passiert nur etwas, wenn die Stickluft nicht rasch genug aus der Grube gepumpt wird«, antwortete Nuella laut.
    J'lantir setzt sich mit dem Bergwerksmeister in Verbindung, fuhr Lolanth fort. Er ist sehr besorgt. Ich mache mir ebenfalls große Sorgen. Wir rufen Gaminth. M'tal kommt zu Hilfe. Ista hat auch Unterstützung angeboten. Man hat die Bergleute benachrichtigt.
    »Wenn Tarik Schwierigkeiten macht …«, überlegte Kindan laut. Er spürte, dass Nuella sich auf telepathischem Wege mit den Drachen unterhielt.
    Zenor merkte ein wenig später, was los war. »Sag mal, sprichst du etwa mit
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