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Zwölf Monate, siebzehn Kerle und ein Happy End: Das Single-Experiment (German Edition)

Zwölf Monate, siebzehn Kerle und ein Happy End: Das Single-Experiment (German Edition)

Titel: Zwölf Monate, siebzehn Kerle und ein Happy End: Das Single-Experiment (German Edition)
Autoren: Juli Rautenberg
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mache es mir mit einem skandinavischen Krimi in einem knallroten Sessel bequem. Zwei Stunden lang macht das fast Spaß. Dann muss ich raus vor die Tür, eine rauchen. Konrad ruft von unterwegs aus an, sagt, dass er gut durchkommt und fragt mich nach meinem genauen Aufenthaltsort. Ich erkläre ihm, dass ich in der Bahnhofsbuchhandlung sitze, ganz hinten im Laden zwischen den Unterhaltungsromanen und Liebesschnulzen, und er lacht sehr laut, und ich lache ein kleines bisschen mit. Nach vier Stunden lege ich den Krimi beiseite und widme mich der Comic-Abteilung. Eine Stunde später bin ich bei den Biografien angekommen und langweile mich angemessen zu Tode. Als ich gerade über
einer unerträglich einschläfernden Darstellung von Rudolf Scharpings Vereidigung als Verteidigungsminister einzunicken drohe, nehme ich eine Bewegung im Augenwinkel wahr. Konrad. Konrad ist da. Er steht vor mir, sagt kein Wort, zieht mich nur hoch aus dem Sessel, breitet seine Arme aus und drückt mich ganz, ganz fest an sich. Mein Herz macht einen Salto mortale. Weil mein Kopf an seiner Brust liegt, merke ich, dass sein Herz wie verrückt schlägt. Das macht mich glücklich. Konrad allem Anschein nach auch. Er legt mir den Arm um die Schulter, nimmt meine Tasche und sagt kein Wort. Er lächelt nur leise.
    Und dann bringt mich Konrad nach Hause.

Juli Rautenberg , geboren 1983 in Mannheim, lebt als freie Werbetexterin und Lektorin in Frankfurt. Sie ist seit vier Jahren Single. Ihre Suche nach einem Mann hat sie zwölf Monate lang in ihrem Blog www.das-single-experiment.de dokumentiert.

Caro, Julia, Lullu, Martin, David, Alex, Merlin, Ina, Andrea, Frau Barthauer, Theda, Angie, Meike, Benny, Janine, Bernd, Eva, Stef, Alice, Anne, Schusch und meinen Bloglesern: Danke fürs Lesen, Kommentieren, Mitreden, -leiden und -freuen! Jonas und Michael für Rat und Tat bei medizinischen Fragen aller Art!
    Und natürlich Judith. Danke.
    Und was man nicht bekommt, das will man haben, selbst wenn man dabei sein Herz verliert auf Seite 217 ist ein Zitat aus dem Lied Mädchen und Rabauken von Pohlmann.

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