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Zähmung der Wildkatze

Zähmung der Wildkatze

Titel: Zähmung der Wildkatze
Autoren: J Winter
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sich mit einer jungen Frau unterhalten hatte. Ihre Hände auf dem Rücken zu verschränken, entpuppte sich als fataler Fehler, wenn ein hinterhältiger Dominus sein Versprechen unbedingt einlösen wollte. Die Handschellen klickten, eine kräftige, in schwarzes Leder gehüllte Hand schloss sich fest um ihren Mund. Für Stuart war es einfach, sie vom Boden zu heben und ihr Leichtgewicht davonzutragen. Zumal sie vor Überraschung unfähig zu einer Gegenhandlung war. Erst nach einer Weile zappelte und brüllte sie gegen seinen Handschuh, versuchte verzweifelt, die Aufmerksamkeit der Partygäste auf sich zu ziehen. Sie hielten es für das verdammte Vorspiel einer Session. Schmunzelnd sahen sie ihr ins Gesicht, wissend, was ihr blühte. Verdammte Mittäter! In einer Nische zwischen Hauswand und einem meterhohen Gebüsch setzte er sie ab, packte sie ohne Umstände am Genick und presste ihr Gesicht gegen das raue Gestein.
    „Lass mich los!“
    Oh, sie war voller Wut gewesen. Das schien ihn kein Stück zu beeindrucken. Bockig versuchte sie, sich mit aller Kraft von der Wand abzustoßen, um sich gegen ihn zur Wehr zu setzen. Es war sinnlos. Mit einer Hand in ihrem Nacken hatte er sie so gut in seiner Gewalt, dass sie ihm nicht das Geringste entgegensetzen konnte. Mit gefesselten Händen auf dem Rücken erschien es aussichtslos.
    „Ich schreie, wenn du Perversling mich nicht sofort gehen lässt.“
    „Glaubst du, das nimmt hier jemand ernst?“
    Allein die Erinnerung an seine tiefe, raue und doch samtige Stimme durchzuckte ihren Leib nachhaltig. In dem Moment begannen ihre Knie zu zittern und ihr Herz schlug bis zum Hals. Ihr Verstand drohte, langsam abhandenzukommen, als sie seinen warmen Atem an ihrer Wange spürte.
    „Ich halte immer meine Versprechen.“
    Sie biss sich auf die Unterlippe, schloss die Augenlider und ballte die Fäuste. Eigentlich hätte sie Angst fühlen müssen. Verzweifelt seufzte sie gegen den Widerspruch in ihrem Inneren. Stuart hatte ihr Spiel gegen sie gerichtet und das Feuer bekam sie jetzt zu spüren. Plötzlich geschah alles ganz schnell. Eine Bewegung, und ihr Rock hing über ihren Hüften und das Geräusch ihres zerreißenden Slips wirkte wie ein Echo in ihren Ohren nach. Fassungslos und wortkarg erstarrte ihr Körper. Stuart presste ihr zur Verdeutlichung den Unterleib gegen ihren Hintern. War er etwa hart?
Oh, Göttin, steh mir bei!
Das, was sich gegen ihre Pobacken drängte, fühlte sich beeindruckend an und wirkte wie ein heißes Versprechen.
    „Ich will das nicht!“
    Verdammt!
Das klang viel zu halbherzig. Sein höhnisches Lachen drang in ihr Bewusstsein, summte durch ihren Körper und weckte eine Hitzewelle, die sie zu überschwemmen drohte. Die lederummantelten Finger schoben sich zwischen ihre Schenkel, während die Hand in ihrem Nacken sie zwang, stillzuhalten. Die Schellen an ihren Gelenken klirrten leise und irgendwo in der Ferne hörte sie ein unterdrücktes Kichern. Ein Fingerpaar grub sich in ihren Spalt und fuhr den Eingang entlang.
    „Willst du mir immer noch erzählen, dass du es nicht willst?“
    Das schwarze Leder vor ihren Augen glänzte feucht zum Beweis seiner Worte. Marie spürte dem verräterischen Beben in ihrem Inneren nach, gegen das sich ihr Verstand widersetzen wollte. Verdammt! Gegenwehr regte sich erneut, doch seine Fingerkuppen drängten abermals zwischen ihre Schamlippen, rieben, strichen den nassen Spalt entlang, öffneten die kleineren zarteren Lippen. Die Mischung zwischen grober Behandlung und zärtlichem Fingerspiel machte sie schwindlig.
    „Hör auf damit.“
    Ihre Stimme versagte und krächzte die Worte in die Nacht. Zu ihremLeidwesen hielt er tatsächlich inne. Welch ein Hohn, welch eine Erniedrigung, dass er ausgerechnet jetzt auf sie hören musste.
    „Du belügst dich nur selbst, Marie.“
    Ein entsetzter Laut drang aus ihrer Kehle. Nicht mehr fähig, ihm eine ordentliche Antwort entgegenzufauchen, bewegten sich ihre Hüften wie ferngesteuert. Lüstern drängte sich ihr Unterleib gegen seine Fingerspitzen, forderte ihn auf, fortzusetzen, was er begonnen hatte. Dieser Mistkerl erregte sie und sie hasste und liebte es. In ihr tobte ein Sturm an Gefühlen. Gegenwehr kämpfte gegen Willigkeit, Lüsternheit besiegte Zorn, Wollust verdrängte Stolz. Seine Finger nahmen sie in Besitz, drangen tief in sie ein und bewegten sich dennoch behutsam in ihr.
    „Oh!“ Keuchend ergab Marie sich, ihr Verstand setzte völlig aus.
    Stetig steigerte er das Tempo,

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