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Verschwoerung der Ritter

Verschwoerung der Ritter

Titel: Verschwoerung der Ritter
Autoren: Thilo
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Ziel: Unbekannt
    Der Zeitgleiter kam direkt aus der Zukunft. Aus dem Jahr 2159. Mit zehnfacher Lichtgeschwindigkeit raste er durchs Weltall. Mond, Mars, Saturn und Asteroiden zuckten wie Blitze vorbei. Bamm! Wusch! Bamm!

    Ben hing kraftlos in seinem Sessel. Ihm schwirrte der Kopf. Zu viel war in den letzten Stunden passiert. Neben ihm saß sein bester Freund Kalle und schwieg auch.
    Die erste Überraschung: Ihre PilotenRaketa23 und Maddox12 waren nicht nur Zeitreisende, wie er und Kalle geglaubt hatten. Sie waren Geheimagenten der Weltpolizei. Mit zehn Jahren! Der zweite Hammer: Ihre einzige Aufgabe bestand darin, ihn – Ben – zu beschützen.
    Ben lachte beim Gedanken daran kurz auf. Er selbst würde als Erwachsener der erste Weltpräsident werden! Alle Kriege und Ungerechtigkeiten beseitigen, die Tierrechte durchsetzen. Das hatte ihm sein Ururenkel in der Zukunft verraten. Wenn das kein Grund war, verwirrt zu sein …
    Doch Präsidenten hatten Feinde. Auch noch im Jahr 2159. Als Erwachsenem konnten sie Ben nichts mehr anhaben. Deshalb hatte der Schlimmste von ihnen beschlossen, Ben schon im Kindesalter aus dem Weg zu räumen. Knacki Kolumbus. Und nach einemBanküberfall hatte er das nötige Kleingeld, um Polizei und Geheimdienst auszutricksen. Mit fiesen Waffen und rosafarbenen Krakenrobotern.
    Deshalb hatte die Weltpolizei beschlossen, Ben in der Zeit zu verstecken. Erst mal bei den Rittern.
    Endlich brach Kalle das minutenlange Schweigen. »Wo fliegen wir eigentlich genau hin?«
    Raketa wischte mit der Hand über das ultramoderne Touchpad vor sich. So steuerte sie den Zeitgleiter. Sofort leuchteten die Energiewaben auf der Unterseite der Flügel grün auf. »Das werdet ihr kurz vor dem Ziel erfahren«, antwortete die Pilotin ausweichend. »Wir könnten abgehört werden.«
    Maddox erhob sich vom Pilotensessel. Das Mononuklear vor seinem rechten Augewar auf Kalle gerichtet. Eine Art Superlupe, die alles bis zu dreimillionenfach vergrößerte.
    »Ritter lebten in Deutschland«, erklärte Maddox. Er war nicht nur ein super Erfinder, sondern auch ein wandelndes Lexikon. »Außerdem im heutigen Österreich, Frankreich und Spanien.« Er zwinkerte. »Aber ich tippe auf England.«
    Raketa warf den Kopf herum. Ihre blauen Zöpfe tanzten wie wild gewordene Schlangen durch die Luft. »Halt die Klappe, Co-Pilot. Checke lieber, ob deine Waffen einsatzfähig sind!«
    Grinsend drehte sich Maddox um, gehorchte aber. Er überprüfte mehrere Funktionen seines Gürtels, des iBELT. »Positiv. 100 Prozent Energie«, gab er Bericht. »Nur das Netz probiere ich besser aus.« Ein Sirren erklang. Rrrrrrt! Ben spürte etwas haarscharf anseinem Gesicht vorbeizischen. Das unsichtbare Netz! Jetzt wickelte es sich um Stahlbert, den Schutzroboter, und riss ihn vom Hocker. »Bitte um Erlaubnis, dem Co-Piloten den Hintern versohlen zu dürfen«, bat der Android am Boden liegend.
    Raketa schnaubte verächtlich. Sie konnte solche Kindereien nicht ausstehen. »Erlaubnis erteilt.« Maddox, Kalle und Ben lachten. Aber das Lachen wäre ihnen im Halse stecken geblieben. Wenn sie gewusst hätten, was ihnen noch bevorstand.

Königskrönung
    Stahlbert war kein gewöhnlicher Roboter. Er war ein humanoider Android, also ein künstlicher Mensch. Genau genommen ein Swarm-Bot der achten Generation. Sein Körper bestand aus einem Schwarm von Minirobotern. Zwei Millionen Stück, hochintelligent. So konnte Stahlbert seine Gestalt verändern. Gerade flexte sein Körper zu einer Schlange und quetschte sich durch die Maschen des unsichtbaren Netzes. Mit beleidigter Miene nahm er wieder seinen Platz ein. Ohne Maddox den Hintern zu versohlen.
    Raketa nickte Maddox zu. »Unsere Kollegen waren schon einmal hier. Um ein geeignetesVersteck für Ben zu suchen. Dabei haben sie das gefilmt.« Der Co-Pilot drückte auf einen Knopf seines iBELT. Eine kleine Linse erschien. »5D-Präsentator an«, sagte Maddox. »3. September 1189, Westminster, England.«
    Mitten im Zeitgleiter schien nun eine weiße Kirche zu stehen. Fanfaren erschallten. Ben und Kalle rochen Weihrauch und den Ruß von tausend Kerzen. Im Inneren der Kirche wurde einem Mann eine Krone aufgesetzt.

    »Richard I. wird zum König von England gekrönt«, erklärte Maddox. »Der größte Teil seiner Besitztümer liegt allerdings in Frankreich. Zu seiner Zeit ist er der zweitmächtigste Herrscher Europas nach Kaiser Barbarossa.«
    Die Krönungsfeier brach ab. König Richard saß nun in voller Rüstung auf einem

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