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Verfuehrung im Palazzo des Prinzen

Verfuehrung im Palazzo des Prinzen

Titel: Verfuehrung im Palazzo des Prinzen
Autoren: Sarah Morgan
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ihre unangebrachte Heiterkeit einfach nicht in den Griff bekam. Und Matteo verschlug es die Sprache, da er befürchten musste, dass ihr Kleid jeden Moment unter der Belastung, der es ausgesetzt war, verrutschen oder gar platzen könnte. Wie als Zeichen sprang plötzlich eine einzelne rubinrote Paillette vom großzügigen Ausschnitt ab und landete zu seinen Füßen.
    Überwältigt von einem sengenden Lustgefühl, das ihn ansprang wie ein wildes Tier, zuckte er zurück, als handle es sich um ein giftiges Reptil und nicht um ein harmloses Glitzerplättchen. Dass ihn dieses wilde Verlangen auch noch angesichts dieser unmöglichen, absolut desaströsen Person erfasste, frustrierte ihn zutiefst.
    Inzwischen versuchte Izzy tapfer, sich wieder unter Kontrolle zu bekommen, und wischte sich mit dem Handrücken über die feuchten Augen. „Versuchen Sie doch einfach, es von der komischen Seite zu sehen …“, forderte sie ihn kichernd auf.
    Matteo hatte Mühe, sein aufbrausendes Temperament im Zaum zu halten. Jede normale Frau wäre verstört gewesen oder hätte sich beschämt gefühlt angesichts dessen, was eben geschehen war. Nicht so Izzy Jackson! Sie fand das Ganze auch noch komisch!
    „Sie sind schlimmer als eine Naturkatastrophe!“, sagte er und stellte frustriert fest, dass seine eisige Missbilligung sie keine Spur zu beeindrucken schien.
    „Ich weiß“, räumte Izzy seufzend ein. „Tut mir schrecklich leid, aber sehen Sie’s doch mal so: Es hätte auch noch viel schlimmer kommen können. Wenn wir beide nun splitterfasernackt und im wilden Liebesspiel verstrickt gewesen wären?“ Da sie ihr dramatisches Statement mit wilden Gesten unterstrich, geriet Izzy aus der Balance und taumelte gegen den Prinzen. „Ups …!“
    Mit einem unterdrückten Fluch umfasste er ihre Oberarme und verhinderte, dass sie stürzte. Da er annahm, sie würde gleich wieder auf eigenen Füßen stehen können, ließ er sie los, doch stattdessen sank Izzy schwer gegen seine Brust.
    „Wow, ist mir schwindelig … hätte ich doch nur nicht den Champagner getrunken …“
    Ihr Haar duftete nach wilden Blumen und ließ ihn an die Sommer zurückdenken, die er als Kind bevorzugt im riesigen Palastgarten verbracht hatte. Die unerwartete Erinnerung drohte Matteo zu überwältigen. „Was denken Sie, wie sehr ich mir wünschte, Sie hätten nichts getrunken!“ Ihre nackten Arme fühlten sich unter seinen Fingern wie glatte, warme Seide an. Er musste sie gehen lassen, jetzt gleich. Doch dann würde sie wahrscheinlich vornüber fallen.
    Als wollte sie seine Befürchtung bekräftigen, kuschelte Izzy sich nur noch dichter an ihn und seufzte wohlig. „Sie glauben nicht, wie gut es tut, mal einen Moment auszuruhen“, murmelte sie verschwommen, riss sich dann aber zusammen und legte den Kopf in den Nacken, um ihn anschauen zu können. „Ich habe wirklich alles verpatzt“, gestand sie offen. „Und ich verdiene es, dass Sie ein bisschen verärgert sind, aber vielleicht könnten Sie leise wütend sein, mir … mir geht’s nämlich nicht so gut, Euer Hoheit … Sir .“
    „Das verdienen Sie auch nicht nach dem Chaos, das Sie angerichtet haben“, brummte Matteo ungnädig, stellte aber überrascht fest, dass irgendetwas an der genuschelten Entschuldigung und der vertrauensvollen Art, wie sie ihren Kopf an seine Brust schmiegte, ihn seltsam anrührte. Mehr noch! Es heizte auf geradezu unanständige Weise das mühsam unterdrückte Lustgefühl an, das ihn durchströmte, seit er mit dieser unmöglichen Frau in Kontakt gekommen war.
    „Sie sind ein Desaster, Izzy Jackson.“
    „Ich weiß …“ Ihre Stimme klang gedämpft, und Matteo spürte ihren warmen Atem durch den dünnen Stoff seines Smokinghemds auf der Haut. „Dabei ist das nicht meine Absicht. Ich starte nämlich jeden Tag mit einem neuen, frischen Ziel.“
    „Das haben Sie mir schon gesagt.“ Vergeblich versuchte er, seinen Hemdkragen aus ihrem Klammergriff zu befreien.
    „Ich wollte Sie nur beeindrucken … Sir .“
    „Sie haben doch nicht wirklich geglaubt, damit Erfolg zu haben, oder?“
    „Wieso nicht? Ich dachte, Sie sehen mich und sagen: Wow … aber vielleicht habe ich doch das falsche Kleid ausgesucht. Ich werde einfach meinen Stil und mein Image wechseln und noch einen Versuch starten.“
    Matteo sog hörbar den Atem ein. „Nein! Geben Sie Ihren Plan auf … bitte!“
    „Aber ich gebe niemals auf. Ich wünschte nur, ich könnte die Uhr einfach zurückdrehen und …“ Sie brach

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