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Verführung Der Unschuld

Verführung Der Unschuld

Titel: Verführung Der Unschuld
Autoren: Lilly Grünberg
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Lilly Grünberg
Verführung der Unschuld
Erotischer Roman
    
2008 Plaisir d’Amour Verlag, Lautertal
Coverfoto: © Sabine Schönberger (www.sabine-schoenberger.de)
www.plaisirdamourbooks.com
[email protected]
Plaisir d’Amour Verlag
Postfach 11 68
D-64684 Lautertal
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Personen in diesem Roman.
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Kapitel 1
Giulias Ankunft in Lucca
    Der Zug fuhr langsam in den Bahnhof ein. Vor Giulia standen zwei junge Männer, die sich
durch ihre überdimensionalen Rucksäcke und ihre fremde Sprache, die Deutsch oder
Holländisch klang, eindeutig als Touristen outeten. Einer davon öffnete schwungvoll die
Zugtür. Giulia stieg hinter ihnen aus und sah sich nach Onkel Bruno um, der versprochen
hatte, sie persönlich abzuholen. Aber in dem wilden Durcheinander von Menschen, die auf
dem Bahnsteig hin- und herliefen, war er nirgends auszumachen.
    »Giulia!« Sie drehte sich um und sah ihn mit einem strahlenden Lächeln auf sich
zukommen. »Giulia, du bist noch hübscher geworden, seit wir uns das letzte Mal gesehen
haben.« Er nahm sie in seine Arme, drückte sie an seine breite Brust und küsste sie
überschwänglich links und rechts auf die Wange.
    Dieses besagte letzte Treffen war gerade mal zwei Wochen her, als Onkel Bruno zu einem
Krisengespräch mit Giulias Eltern nach Florenz gebeten worden war. Sie erinnerte sich nur
ungern an die Tagung des Familienrates und schob die düsteren Gedanken daran von sich.
Vielleicht würde alles gar nicht so schlimm werden, wie sie befürchtete?
    Onkel Bruno nahm Giulias großen Koffer, ihre prall gefüllte Reisetasche und ging voraus.
Mit ihrem Rucksack und einer Plastiktüte mit Zeitschriften und Erfrischungen für die
Bahnfahrt beladen, die kleine Handtasche an den überlangen modischen Griffen in der
Ellenbeuge baumelnd, lief sie hinter ihm her zum Auto.
    Onkel Bruno war der Bruder ihres Vaters. Die gelegentlichen Besuche bei ihm und seiner
Familie wurden in der Regel mit einem Spaziergang durch die schöne Altstadt verbunden.
Lucca, im Schwemmlandgebiet des Flusses Serchio gelegen, der nördlich der Stadt in den
Apenninen entspringt, gefiel Giulia trotz der Provinzialität, die es, verglichen mit ihrer
Geburts- und Heimatstadt Florenz, ausstrahlte. Durch Produkte wie Olivenöl, Gemüse und
Wein, Möbelindustrie, Textilien und chemische Erzeugnisse hatte sich Lucca im Laufe der
Jahrhunderte zu einem wichtigen Markt- und Handelszentrum entwickelt.
Das Stadtbild war von der überwiegend mittelalterlichen und renaissancezeitlichen
Bausubstanz mit vielen Palästen, Kirchen und Plätzen geprägt. Auf der beeindruckenden, über
vier Kilometer langen, zwölf Meter hohen und bis zu dreißig Meter breiten Stadtmauer aus
dem 16. und 17. Jahrhundert ließ es sich vorzüglich promenieren. Mindestens einmal im Jahr
stand außerdem ein Besuch des 1820 angelegten Botanischen Gartens an. Die Liebe zu
schönen Pflanzen, einheimischen wie exotischen Blumen, hatte Giulia von ihrer Mutter
übernommen. Sie liebte es, stundenlang herumzuschlendern, den Insekten zuzuschauen, wie
sie von Blüte zu Blüte schwirrten oder die Düfte der verschiedenen Blumen zu erschnuppern
und dabei selig in den Tag hineinzuträumen.
Der Weg vom Bahnhof zum Wohnhaus von Onkel Bruno dauerte ein wenig länger als sonst,
weil sie in einen Stau gerieten. Giulia schaute die alte, etwas restaurierungsbedürftige Fassade
aufmerksamer als sonst hinauf. Dies würde also vorläufig ihr Zuhause sein. Schweren
Herzens folgte sie Onkel Bruno hinein.
Im Erdgeschoss und in einem nach hinten gelegenen Anbau befand sich das Geschäft von
Bruno Brunelli, ein Spezialitätenhandel mit Cateringservice. Er hatte es im Laufe weniger
Jahre geschafft, sich einen Namen bei der besseren Gesellschaft zu machen, und war ständig
ausgebucht. Sein Service belieferte offizielle Empfänge der nächstgelegenen Städte und viele
Partys der Reichen bis im Umkreis von nahezu hundert Kilometern.
Entsprechend wenig war Onkel Bruno zu Hause. Der Reichtum, den er angehäuft hatte, war
kaum zu merken. Im ersten und zweiten Stock befand sich die Wohnung seiner Familie.

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