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TS 27: Verpflichtet für das Niemandsland

TS 27: Verpflichtet für das Niemandsland

Titel: TS 27: Verpflichtet für das Niemandsland
Autoren: Milton Lesser
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beginnt“, unterbrach Kit sie.
    Eine große Trommel füllte den ganzen Schirm des Telio aus. Sie drehte sich langsam von unten nach oben. In 20 Sekunden erschien der Buchstabe A, dem etwa ein Dutzend Namen folgten. Abercrombie, Harold. Abner, Eugene. Adams, Gerald. Sorge im Hause der Abercrombies, Verzweiflung bei den Abners, dunkles Entsetzen bei den Adams. Die Trommel drehte sich.
    „Sie sind jetzt bei F, Kit.“
    Fabian, Gregory G… Namen kreisten langsam mit der Trommel, eine lebendige, zähe Alphabeten-Suppe, bedeutungslos, wenn man nicht gerade die Namen kannte.
    „Kit, ich habe Thomas Mulvany gekannt.“
    N,O, P…
    „Es ist heiß hier drinnen.“
    „Ich dachte, dich friere.“
    „Jetzt ersticke ich beinahe.“
    R, S…
    „T.“ Stephanie schrie auf.
    Tabor, Tebbets, Teddley …
    Jetzt. Stephanie wimmerte verzweifelt.
    TEMPLER CHRISTOPHER.
     
    *
     
    „Es tut mir leid, daß ich zu spät komme, Mr. Jones.“
    „Sie sind kaum zu spät daran, Mr. Smith, nur drei Minuten.“
    „Ich komme auf Grund Ihrer Anzeige.“
    „Ich weiß. Sie sehen alt aus.“
    „Ich bin über 26, stört Sie das?“
    „Keineswegs, wenn es Sie nicht stört, Mr. Smith. Lassen Sie sich einmal ansehen. Hm, Sie scheinen die richtige Größe und Gestalt zu haben.“
    „Ich entspreche genau den Erfordernissein.“
    „Gut, Mr. Smith und Ihr Preis …“
    „Kein Feilschen“, erwiderte Smith. „Ich habe einen Preis, der bezahlt werden muß.“
    „Ihr Preis, Mr. Smith?“
    „10 Millionen Dollar.“
    Der Mann, der sich Jones nannte, hüstelte nervös. „Das ist hoch.“
    „Nehmen Sie es an oder lassen Sie es bleiben!“
    „In bar?“
    „Selbstverständlich! In kleinen, nicht gezeichneten Banknoten.“
    „Sie würden ja einen kleinen Lieferwagen brauchen!“
    „Dann werde ich eben einen besorgen.“
    „10 Millionen Dollar“, sagte Jones, „ist ein gewaltiger Preis. Zugegeben, ich habe bis jetzt noch nie in dieser Branche gehandelt, aber…“
    „Kein aber. Hießen Sie wirklich Jones, dann würde ich vielleicht weniger verlangen.“
    „Sir?“
    „Sie sind ebensowenig Jones, wie ich Smith bin.“
    „Sir?“ keuchte Jones erneut.
    Smith hüstelte diskret. „Aber ich habe einen Vorteil. Ich kenne Sie, Sie jedoch kennen mich nicht, Mr. Arkalion.“
    „Eh? Eh?“
    „Arkalion, der Teppichkönig Nordamerikas, richtig?“
    „Woher wissen Sie das?“
    „Als ich Ihre Anzeige sah“, antwortete der Mann, der sich Smith nannte, „da sagte ich zu mir: ,Das muß ja ein sehr reicher und einflußreicher Mann sein’. Ich brauchte nur eine Reihe Fotografien zu studieren, und dann hatte ich es. Arkalion, der Teppichkönig.“
    „Was wollen Sie mit den 10 Millionen Dollar anfangen?“ wollte Arkalion wissen.
    „Nun, was fängt man denn mit 10 Millionen Dollar an? Sie investieren, sie verbrauchen.“
    „Ich meine, was werden Sie damit tun, wenn Sie an Stelle meines –“ Arkalion biß sich auf die Zunge.
    „Ihres Sohnes, wollten Sie doch sagen? Alaric Arkalion III. Ich werde für 10 Millionen Dollar den Platz des jungen Alaric einnehmen.“
    Es bereitete Mr. Arkalion immer eine gewisse Unruhe, wenn er die Motive für eine Handlung nicht kannte, und deshalb fuhr er in der Unterhaltung fort, die leicht für ihn gefährlich werden konnte. „Sie werden nie auch nur eine Chance haben, dieses Geld auf der Reise ins Niemandsland auszugeben.“
    „Das lassen Sie nur meine Sorge sein! Ich war schon immer ein Glücksspieler, Mr. Arkalion. Wenn ich in fünf Jahren nicht zurückkehre, dann haben Sie das Geld in einen Fundus einzuzahlen, der für bestimmte Personen ist, die ich genau bezeichnen werde. Dieser Fundus wird in dem Augenblick sofort aufgelöst, in dem ich zurückkehre. Wenn ich innerhalb der fünf Jahre zurückkehre, dann haben Sie mir das Geld einfach zu übergeben. Ist das klar?“
    „Ja“
    „Ich möchte es natürlich schriftlich.“
    „Natürlich. Ein Schönheits-Chirurg wird in etwa 10 Minuten hier eintreffen, Mr. Smith. Dann können wir damit ja gleich beginnen. Aber wenn ich Ihren Namen nicht kenne, wie kann ich da das Ganze schriftlich niederlegen?“
    Smith lächelte. „Ich habe aus diesem Anlaß meinen Namen in Smith umgeändert. Es ist alles völlig in Ordnung. Mein Name ist Smith!“
    „Gerade damit haben Sie nicht recht“, erwiderte Mr. Arkalion, als der Schönheits-Chirurg eintrat. „Ihr Name ist jetzt Alaric Arkalion III.“
    Der Schönheits-Chirurg tanzte um Smith herum und musterte ihn

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