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Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Titel: Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen
Autoren: Julie Campbell
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aus. Auch wenn du das Ungetüm da drüben nicht magst“, sie blickte auf einen kunstvoll geschnitzten schweren Kaffeetisch, der vor dem großen, leeren Kamin stand, „glaub mir, der ist sehr wertvoll. Ich möchte wissen, ob der versichert ist.“
    Als sie Anna danach fragte, nickte diese und fügte hinzu: „Hier ist alles versichert.“
    Als Anna wieder in die Diele zurückgehen wollte, hielt Trixie sie am Arm fest.
    „Ist dort nicht noch ein Zimmer?“ fragte sie und deutete mit dem Kopf auf eine Tür, die hinter einem hohen Bücherregal fast verschwand.
    Anna zögerte. „Das ist nur das Arbeitszimmer vom alten Rothenberg“, erwiderte sie schließlich. „Es-es ist seit seinem Tode nicht mehr benutzt worden. Wenn du unbedingt möchtest, kannst du es gerne sehen.“
    Ohne auf den eigenartigen Ton in Annas Stimme zu achten, schritt Trixie auf die Tür zu und stand im nächsten Augenblick in dem Zimmer.
    Sie spürte sofort, daß hier eine andere Atmosphäre herrschte. Der Raum war klein und genauso dunkel und bedrückend wie die anderen Zimmer und mit den gleichen alten Möbeln vollgestellt, die überhaupt nicht zusammenpaßten . Den Platz vor dem einzigen Fenster nahm ein alter Schreibtisch ein, an dem, wie Trixie vermutete, der alte Rothenberg gearbeitet hatte.
    Aber es waren weder die Möbel noch die Düsterkeit, die eine geradezu bedrohliche Atmosphäre schafften. Nein, der ganze Raum strömte Kälte, Ablehnung und Feindseligkeit aus.
    Trixie erschauerte. „Ich begreife nicht, wie die Rothenbergs, ob nun Mann oder Frau, es in diesem Zimmer aushalten konnten“, bemerkte sie. Sie wandte den Kopf und sah, daß nur Brigitte ihr gefolgt war. Anna stand immer noch an der gleichen Stelle im Wohnzimmer.
    Sie machte jetzt ein paar Schritte auf die Tür zu, trat aber immer noch nicht über die Schwelle. „Ich weiß, daß ihr mich für albern halten werdet“, sagte sie. „Aber ich bringe es einfach nicht fertig, in dieses Zimmer zu gehen.“
    Plötzlich ging Trixie ein Licht auf. „War dies nicht das Zimmer, in dem die Hexe — sie hieß übrigens Sarah Sligo — verbrannt ist?“
    Anna wurde unruhig. „Ja — das habe ich wenigstens gehört“, sagte sie mit gepreßter Stimme. Das ursprüngliche Haus ist ja niedergebrannt, aber irgend jemand , ich glaube, ein reicher Kaufmann, hat die Villa genauso wiederaufgebaut, wie sie vorher gewesen ist.“
    „Ich kann dir nicht verdenken, daß du dieses Zimmer nicht leiden kannst“, sagte Brigitte verständnisvoll. „Da kriegt man ja eine Gänsehaut.“
    Eine halbe Stunde später waren die drei Mädchen wieder in Annas Schlafzimmer, nachdem Trixie sich davon überzeugt hatte, daß alle Türen und Fenster zugesperrt waren.
    Anna machte ihnen die versprochene heiße Schokolade, und kurz danach schlüpfte Trixie in einen geborgten Schlafanzug, warf eine Münze, verlor und versuchte, es sich auf dem Sessel zwischen dicken, flauschigen Decken so bequem wie nur möglich zu machen.
    Jetzt hatte sie zum erstenmal Gelegenheit, das kleine Zimmer in Augenschein zu nehmen. Irgend jemand , wahrscheinlich Frau Franklin, hatte alles versucht, es so gemütlich wie nur möglich einzurichten.
    Es lag direkt neben der Küche, hatte aber kein eigenes Fenster. Die einzige Tür ging auf den dunklen Gang hinaus, der zum Hintereingang führte. An den Wänden waren jedoch bunte Poster und Fotos von ehemaligen Filmstars aufgehängt.
    Trixie überlegte, ob der Hintereingang auch zugesperrt und verriegelt war. Ich darf nicht vergessen nachzusehen, wenn die anderen eingeschlafen sind, nahm sie sich vor.
    Als Anna unter ihre Bettdecke schlüpfte, sagte sie plötzlich: „Trixie, was ist eigentlich wirklich mit der Hexe passiert — wie hieß sie noch mal, Sarah Sligo ? Seit wir hierhergezogen sind, habe ich so viele Stories über sie gehört, daß ich gar nicht weiß, was ich glauben soll.“
    „Ja, Trixie“, bat nun auch Brigitte und stützte sich mit dem Ellbogen auf, „erzähl uns, was sich damals hier abgespielt hat. Ich möchte es auch noch einmal hören.“
    Trixie zögerte und runzelte nachdenklich die Stirn. Um sie herum herrschte Stille. Auf einmal überkam sie das gleiche unheimliche Gefühl wie vorhin. Es war, als ob jemand — oder etwas — den Atem anhielte und darauf wartete, was sie sagen würde.
    Noch immer zögernd, durchfuhr sie eine Ahnung, daß sie im Begriff stand, einen entsetzlichen Fehler zu begehen.

Der Fluch der Hexe

    Trixie biß sich auf die Lippen und blickte auf

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