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Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Titel: Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen
Autoren: Julie Campbell
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Leuten nicht nur Krankheiten angehext, sie hat auch ihre Ernte kaputtgemacht. Sie hatte nämlich den bösen Blick. Und dann, weißt du, was die Leute gemacht haben? Sie haben das Haus der Hexe in Brand gesteckt, als sie drin war! Sie haben die Hexe richtig gegrillt!“ schloß Bobby triumphierend.
    „Oh, Martin!“ rief Trixie entsetzt. „Wie konntest du ihm vor dem Schlafengehen solch eine Geschichte erzählen!“
    „Ich fand sie gut“, erklärte Bobby mit Nachdruck. „Auch den letzten Teil. Weißt du nämlich, was danach passierte?“ wandte er sich eifrig an seine Schwester, während Martin von einem Bein aufs andere trat und die Hände in die Taschen seiner Jeans bohrte. „ Irgend jemand hat an der Stelle, wo das alte Haus niedergebrannt ist, ein neues gebaut. Und der Geist der Hexe lebt da noch! Martin sagte, daß die Hexe durch alle Zimmer geht und immerzu stöhnt und ächzt, so: , Huuuuuu ! Huuuuuuuuu ! Huuuuuu -’“
    Bobby brach abrupt ab, als er Trixies entschlossenes Gesicht sah. „Ich glaube, ich geh’ jetzt ins Bett“, bemerkte er hastig.
    „Ich komm’ mit rauf und leiste dir Gesellschaft, während die anderen weg sind“, erklärte Martin, erleichtert, damit Trixies Strafpredigt zu entgehen.
    Trixie schaute Anna kurz von der Seite an. „Es tut mir leid“, sagte sie entschuldigend. „Martin hätte diese Geschichte nie erzählt, wenn er gewußt hätte, daß du kommst.“
    „Oh, das macht nichts“, antwortete Anna. „Ich habe ja schon einiges gehört, das allerdings noch nicht.“ Sie drehte sich um und lief zu Klaus, der gerade den Hörer hingelegt hatte. „Hast du den Arzt erreicht, Klaus? Kommt er gleich?“ fragte sie ängstlich.
    Klaus lächelte ihr beruhigend zu. „Es ist alles geregelt“, erwiderte er und griff nach den Autoschlüsseln. „Gehen wir!“

    Die alte Villa hatte Trixie schon immer fasziniert. Sie lag nicht weit vom Moor entfernt und war von einem hohen Eisenzaun umgeben. Jedesmal , wenn Trixie mit dem Schulbus daran vorbeifuhr, reckte sie den Hals, um einen Blick auf das alte Haus zu erhaschen, das hinter dichtem Laubwerk nahezu verborgen war.
    Martin hatte zwar übertrieben, als er Bobby die Geschichte erzählt hatte, aber es stimmte, daß hier einmal eine Hexe gelebt haben sollte. Das ursprüngliche Haus, in dem die Hexe gewohnt hatte, war abgebrannt. Und an der gleichen Stelle war die große Villa errichtet worden, in der nun der Geist von Sarah Sligo sein Unwesen trieb.
    Der letzte Besitzer des Hauses, Oscar Rothenberg, war erst vor ein paar Monaten gestorben. Trixie wußte, daß ein Neffe des Alten, Leopold Gregor, die Villa geerbt hatte. Sie hätte gern gewußt, was das für ein Typ war. Noch lieber hätte sie allerdings gewußt, was Annas Mutter dazu bewogen haben konnte, in solch einem düsteren Haus eine Stelle anzunehmen.
    Klaus brachte den Wagen vor dem riesigen Eisentor zum Stehen.
    „Oh, nein, Klaus“, sagte Anna schnell, „hier gehen wir nicht rein. Fahr in diesen Weg hinein, der führt zu dem hinteren Teil des Hauses. Ich — ich habe das Tor dort offengelassen.“
    Brigitte wurde es unheimlich zumute, als Klaus von der erleuchteten Straße abbog und einen schmalen Weg entlangruckelte, der an der einen Seite von einem hohen Zaun aus spitzzulaufenden Gitterstäben begrenzt wurde. Rechts und links des holprigen Weges wuchsen hohe Bäume, die ihre kahlen Zweige zu dem schwarzen Himmel hinaufstreckten, während die vom Motorenlärm aufgeschreckten Vögel sich flatternd in die Luft erhoben.
    Klaus lenkte den Wagen durch ein offenes Eisentor, das zwar nicht ganz so groß war wie auf der Vorderseite, aber genauso bedrohlich wirkte.
    Klaus und Anna sprangen hinaus und eilten ins Haus. Trixie und Brigitte wollten ihnen gerade folgen, als Trixie ruckartig stehenblieb. Wie hypnotisiert starrte sie geradeaus in die Dunkelheit hinein, die Augen weit aufgerissen.
    Brigitte schrie bei Trixies Gesichtsausdruck entsetzt auf. „Trixie! Was ist los? Was siehst du?“
    Trixie starrte auf die verschwommenen Umrisse einer Gestalt, die unvermittelt an der Ecke des Hauses aufgetaucht war. Die Erscheinung stand einen Augenblick regungslos da und wurde dann von den dunklen Schatten verschluckt.
    Trixie schnappte nach Luft, fast konnte sie den Schlag ihres eigenen Herzens hören. „Oh, Brigitte“, stammelte sie dann schließlich. „Ich bin nicht ganz sicher — aber ich glaube, ich habe den Geist der Hexe gesehen!“

Trixie wird gewarnt

    Entsetzt starrte Brigitte in

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