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Taylor Jackson 05 - Symbole des Bösen

Taylor Jackson 05 - Symbole des Bösen

Titel: Taylor Jackson 05 - Symbole des Bösen
Autoren: J.T. Ellison
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sicher in den Abendnachrichten gezeigt, und sie wollte nicht noch mehr Aufmerksamkeit, als sie bereits hatte. Stattdessen berührte sie ihren Verlobungsring und drehte die schlicht gefassten Diamanten um ihren Finger.
    Ihr Team saß neben Baldwin: Lincoln Ross, dessen Haare gerade lang genug nachgewachsen waren, um in winzigen Dreadlocks von seinem Kopf abzustehen; Marcus Wade, dessen braune Augen glücklich strahlten. Zwischen ihm und seiner Freundin wurde es langsam ernst, und Taylor hatte ihn noch nie so zufrieden gesehen. Das neue Teammitglied, Renn McKenzie, saß zu Marcus’ Linker. McKenzies Lebensgefährte Hugh Bangor saß ein paar Reihen weiter hinten. Die beiden waren sehr diskret – nur Taylor und Baldwin wussten, dass sie ein Paar waren.
    Sogar ihr alter Boss Mitchell Price war da und lächelte ihr wohlwollend zu. Er war der Kollateralschaden in den Vorfällen gewesen, die zu Taylors Degradierung geführt hatten, doch inzwischen war er darüber hinweg. Er leitete jetzt eine Firma für Personenschutz von Country-Music-Stars und hatte Taylor angeboten, sie könne jederzeit bei ihm einsteigen, wenn sie ihren Job bei der Nashville Metro satthabe.
    Fitz war der Einzige, der fehlte. Taylor zwang sich, den Kloß he runterzuschlucken, der sich in ihrer Kehle gebildet hatte.
    Der Chief steckte ihr jetzt etwas an die Uniform. Er trat mit einem breiten Lächeln zurück und fing an zu klatschen. Das Publikum fiel sofort ein, und Taylor wünschte sich, im Erdboden verschwinden zu können. Ihr gefiel dieser öffentliche Enthusiasmus bezüglich ihrer Person überhaupt nicht.
    Der Chief deutete aufs Mikrofon. Taylor atmete tief ein und trat dann ans Rednerpult.
    „Ich danke euch allen, dass ihr heute hier seid. Ich weiß das mehr zu schätzen, als ihr ahnt. Aber wir sollten dem gesamten Team danken, das mitgeholfen hat. Ich hätte nichts von all dem ohne die Hilfe von Detective Renn McKenzie, Supervisory Special Agent John Bald- win, Detective James Highsmythe von der London Metropolitan Police und all den anderen Officers der Metro Police geschafft, die im Großen wie im Kleinen an dem Fall mitgearbeitet haben. Die Stadt Nashville ist diesen Männern und Frauen zu tiefstem Dank verpflichtet. Und jetzt genug geredet. Machen wir uns wieder an die Arbeit.“
    Lachen erschallte im Raum, und erneut brandete Applaus auf. Lincoln pfiff auf zwei Fingern, und dieses Mal verdrehte Taylor die Augen. Baldwin blinzelte ihr zu, seine klaren grünen Augen strahlten vor Stolz. Mit kerzengeradem Rücken und roten Ohren dankte sie dem Chief und den anderen Würdenträgern, nickte ihrer neuen ChefinCommander Joan Huston zu und verließ das Podium. Die Menschen erhoben sich und fingen an, sich zu unterhalten; die Stimmen der Truppe klangen in ihren Ohren wie ein Wiegenlied. Sie war zurück – und das fühlte sich verdammt gut an.
    Baldwin fing sie ab und nahm ihre Hand. „Wie geht es der Ermittlerin des Jahres?“
    Sie atmete tief ein und stieß die Luft geräuschvoll durch die Nase wieder aus. „Frag nicht“, sagte sie. „Das ist so schon peinlich genug.“
    Er lachte und gab ihr einen Kuss auf die Handfläche. Ein Versprechen für später.
    Lincoln und Marcus umarmten sie und McKenzie schüttelte ihre Hand.
    „Glückwunsch, LT!“ Lincolns zahnlückiges Grinsen gab ihr das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein. Sie klopfte ihm auf den Rücken. Price gesellte sich zu ihrer Gruppe, schüttelte Taylor mit ernster Miene die Hand. Er hatte seinen roten Schnurrbart extra für den Anlass getrimmt und gewachst.
    „Was wird deine erste Amtshandlung als neu ernannter Lieutenant sein?“, fragte Marcus.
    „Euch allen ein Bier auszugeben. Immerhin ist heute Halloween. Kommt, verschwinden wir von hier. Wir wäre es, wenn wir auf ein Guinness ins Mulligan’s gehen?“
    „Klingt gut“, sagte Marcus.
    Taylor deutete auf ihre gestärkte Uniform. „Ich muss mich nur eben noch umziehen.“
    „Wir auch. Wer als Erster in der Umkleidekabine ist.“
    Zehn Minuten später fühlte Taylor sich in ihrer Zivilkleidung – Jeans, Cowboystiefel, ein schwarzer Kaschmirrollkragenpullover und ein offener grauer Cordblazer – wesentlich wohler. Sie klippte das Holster an den Gürtel und riskierte dann einen Blick auf ihre Marke. Ihren Phantompanzer. Als Taylor sie verloren hatte, hatte sie damit beinahe alles verloren. Zärtlich strich sie kurz über das goldfarbene Relief und steckte sie dann vor dem Holster an den Gürtel. Endlich war sie wieder

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