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Tagebuch der Apokalypse 02

Tagebuch der Apokalypse 02

Titel: Tagebuch der Apokalypse 02
Autoren: J.L. Bourne
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Anmerkung des Autors
    Tagebuch der Apokalypse gewährte uns tiefe Einblicke in das Bewusstsein eines überlebenden Militäroffiziers, der zum neuen Jahr den Vorsatz fasste, ein Tagebuch zu schreiben. Er hat den Vorsatz gehalten und uns in täglichen Einträgen vom Niedergang der Menschheit erzählt. Seine Notizen zeigen uns, wie man von einem normalen Leben, in eine Existenz wechselt, in der angesichts heranflutender Horden von Toten, die nicht sterben wollen, nur der Kampf um das persönliche Überleben zählt. Wir sehen, wie er blutet. Wir sehen ihn Fehler machen. Wir werden Zeugen seiner Entwicklung. Nach zahlreichen Widrigkeiten und Mühsalen entgehen er und sein Nachbar John der regierungsamtlich befohlenen atomaren Vernichtung der Stadt San Antonio (Texas). Nach vielen Abenteuern verschanzen sich die beiden in einer verlassenen Raketenabschussbasis. Frühere Bewohner haben ihr den Namen Hotel 23 gegeben. Nach der Ankunft fängt man einen schwachen Funkspruch auf: Eine Familie, die ebenfalls überlebt und Zuflucht in einer Dachkammer gefunden hat, ist von einer riesigen Horde Untoter umzingelt. Außer William, seiner Frau Janet und ihrer kleinen Tochter Laura hat in ihrem Heimatort niemand überlebt. Nach einer wunderbaren Rettungsaktion tun sich diese drei um des Überlebens willen mit John und dem Erzähler zusammen. Doch reicht dies aus in einer toten, gnadenlos postapokalyptischen Welt, in der ein einfacher Kratzer - von den vielen Millionen Untoten ganz zu schweigen - einen Menschen töten und zum Bestandteil der überwältigenden Untotenpopulation machen kann?
    Die Lage hat in manchen Menschen das Schlimmste hervorgebracht ...
    Plötzlich werden die Bewohner von Hotel 23 von einer gnadenlosen Banditenhorde angegriffen, die in dem militärischen Stützpunkt mit seinen riesigen Vorräten neue Möglichkeiten für sich sehen. Sie wollen töten, um die Basis zu übernehmen. Es gelingt den Verteidigern zwar in letzter Sekunde, die Angreifer abzuwehren, doch nun müssen sie befürchten, dass diese - falls sie nicht vorher den vielen Millionen hartnäckigen Untoten zum Opfer fallen - irgendwann in größerer Zahl zurückkehren.
    Dieses Buch beginnt dort, wo Tagebuch der Apokalypse endete: bei unserem Erzähler und den wenigen Überlebenden einer unvorstellbaren weltweiten Umwälzung, die im Hotel 23 Zuflucht gefunden haben. Folgen wir ihnen durch den zweiten Teil ihrer Reise in die Apokalypse. Stellen Sie sich kurz vor, Sie wären einer dieser Menschen.
    Auf ein Neues, aber verrammeln Sie die Tür!

Nachwirkungen
    23. Mai
    0.57 Uhr
    Am 21. fühlte ich mich langsam besser. Der Angriff der Banditen hatte mir wirklich zugesetzt. Ich stand auf, trank (im Zeitraum mehrerer Stunden) einige Liter Wasser und reckte mich ein bisschen. Dann erkundigte ich mich bei John, wie es an der Oberfläche aussah. Da er in dieser Hinsicht nicht sehr redselig war, folgte ich ihm in den Kontrollraum hinauf und überzeugte mich selbst. In der Nacht zuvor hatte er sich ins Dunkle hinausgeschlichen, von einer Kamera den Sack abgezogen und war zurückgekehrt. Es waren Untote in der Gegend, deswegen war er nicht scharf darauf, allzu lange im Freien zu sein.
    Weitere Untote bevölkerten die Ecke, an der die Umzäunung beschädigt war. Die lebenden Leichen waren wie Wasser. Sie strömten immer dorthin, wo der Widerstand am geringsten war.
    Meine schmerzhaften Brandverletzungen heilen inzwischen, aber allzu schlimm waren sie ja nun auch nicht. Ich hatte nur ein paar Blasen im Gesicht und anderswo.
    Unser Sieg bei der letzten Begegnung mit den Plünderern war größtenteils auf Glück zurückzuführen. Angenommen, sie wären nicht mit einem Tankwagen übers Land gefahren? Dann wären wir jetzt vielleicht alle tot, denn gegen diese Überzahl hätten wir uns nicht wehren können. Nicht nur die Untoten waren uns zahlenmäßig überlegen, sondern auch jene, die uns den Tod wünschten. Ich fürchtete diese Leute fast ebenso wie die wandelnden Leichen. Zumindest theoretisch wären sie uns strategisch überlegen gewesen; sie hätten nur die Köpfe zusammenstecken und sich angemessene Schweinereien ausdenken müssen, um uns von diesem Landstrich zu vertreiben. Wir wissen nicht, wie viele von diesen Banden sonst noch existieren, aber ich bin mir sicher, dass wir im Gegensatz zu ihnen nur eine kleine Minderheit sind.
    Kamera Nr. 3 zeigte mir verkohlte Leichen, die um die Wracks des Tanklasters und des Wohnmobils herumtorkelten.
    Menschen, die ich getötet

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