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Sternenschweif 26 - Im Zeichen des Lichts

Sternenschweif 26 - Im Zeichen des Lichts

Titel: Sternenschweif 26 - Im Zeichen des Lichts
Autoren: Linda Chapman
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leuchtete auf – dann standen zwei wunderschöne Einhörner vor den Mädchen. Laura hatte erst vor Kurzem herausgefunden, dass sie beide Ponys gleichzeitig in Einhörner verwandeln konnte. Vielleicht, weil sie eine Hüterin war?
    Daran verschwendete sie jetzt jedoch keinen einzigen Gedanken. Die Einhörner standen kaum vor ihr, da fragte sie Mystery eindringlich: „Was ist los mit dir?“
    Mystery senkte den Kopf. „Ich weiß es nicht, wirklich nicht. Mir ist plötzlich so schwindelig. Von einer Sekunde auf die nächste hat es angefangen.“ Er blickte Julia besorgt an. „Ich habe dir doch hoffentlich nicht wehgetan, als ich eingeknickt bin?“
    „Nein, nein, Mystery. Mir geht es gut“, beteuerte Julia. „Aber was ist mit dir?“
    „Ob es vielleicht mit den Rehkitzen zu tun hat?“, mutmaßte Sternenschweif.
    Mystery schüttelte den Kopf. „Der Schwindel ist immer und überall gleich stark gewesen, ganz egal, wo wir waren.“
    „Ich will es mit meiner Magie versuchen“, sagte Sternenschweif leise. „Komm, mein Freund.“ Behutsam legte er sein Horn an das Horn Mysterys.
    Sternenschweif schloss die Augen und legte all seine Kraft in die Aufgabe, Mystery zu helfen. Schließlich öffnete er erschöpft wieder die Lider – um einen hoffnungslosen Blick seines Freundes einzufangen.

    Mystery schüttelte unmerklich den Kopf.„Es hat nichts genützt. Danke trotzdem, Sternenschweif.“
    Julia streichelte Mystery über den Hals. „Lass uns nach Hause gehen. Im Stall kannst du dich ausruhen.“
    Laura wusste, dass es nicht an ihrem Ausritt und der Suche nach den Tierkindern liegen konnte, dass es Mystery so schlecht ging. Doch sie sagte nichts. Ruhe im Stall schien ihr auch ratsam zu sein.
    Die Mädchen führten Mystery und Sternenschweif in ihrer Ponygestalt zurück. Sie kamen nur langsam voran, denn alle paar Minuten musste sich Mystery von einem neuen Schwindelanfall erholen. Und es schien, dass die Attacken von Mal zu Mal schlimmer wurden.
    Was konnte dem armen Pony nur fehlen?
    Gina bellte, als wollte sie Mystery anfeuern, und Julia sprach ihm unablässig Mut zu. „Gleich sind wir da, mein Lieber. Dann kannst du dich erholen. Vielleicht brauchst du nur einen Schluck Wasser und eine große Portion Hafer?“
    Endlich erreichten sie die Farm. Julia führte Mystery durch das Hoftor auf den Pferdestall zu.
    Mit einem Mal blieb sie stehen. Ein kleiner Schrei entfuhr ihr. Und Mysterys Augen weiteten sich vor Erstaunen.
    In der Tür zum Stall stand ein Mädchen. Es hatte dunkles Haar und ein freundliches Gesicht, doch in den leuchtend blauen Augen standen Tränen.
    Es war Teresa Miller, Laura erkannte sie sofort. Mysterys Vorbesitzerin – und einstige Einhornfreundin!

4

    „Teresa?“, fragte Julia unsicher, obwohl sie wusste, dass es niemand anderes als Teresa war.
    Das Mädchen ging ein paar Schritte auf Julia und Mystery zu. Mit dem Ärmel wischte es sich übers Gesicht. Dann blieb Teresa vor Julia stehen und blickte diese unsicher an. „Ja. Und du bist Julia, nehme ich an.“
    Unbewusst umklammerte Julia Mysterys Hals. Sie schien zu spüren, dass dieskein belangloser Besuch in aller Freundschaft war. „Warum bist du hier?“, fragte sie.
    „Ich …“ Plötzlich ließ Teresa hilflos die Schultern hängen. „Ich sollte nicht hier sein. Mystery … Er gehört jetzt dir. Aber das Foto …“
    Laura konnte nicht länger ertragen, wie sich die Mädchen gegenüberstanden. „Das Foto, das Julia dir geschenkt hat?“, schaltete sie sich ein.
    Teresa sah Laura an. Ein kurzes Lächeln huschte über ihr Gesicht. Teresa war ins Internat gegangen, bevor Laura in die Gegend gezogen war. Aber offenbar hatte Teresas Vater ihr von Laura erzählt, und sie schien zu wissen, wer Laura war.
    „Genau“, sagte sie. „Das Foto von meinem Mystery … von … deinem Mystery, Julia. Er sieht so stolz aus. Er …“ Sie blickte Mystery liebevoll an. „Du siehst toll aus. So wie früher, wie eh und je.“
    Mystery senkte den Kopf.
    „Ich musste ihn einfach wiedersehen“, brach es jetzt aus Teresa heraus. „Ich … hatte es ihm ja versprochen. Nicht wahr, Mystery? Das hatte ich.“
    Mystery hob wieder den Kopf und sah Teresa in die Augen. Er nickte, doch dann wandte er enttäuscht seinen Blick ab.
    Ein Schauer durchfuhr Teresa. „Ich wusste es“, flüsterte sie. „Du kannst mir nicht verzeihen.“
    Laura blickte von Mystery zu Teresa und dann zu Julia. „Jetzt wird mir einiges klar“, murmelte sie. Und laut sagte sie:

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