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Sternenflut

Sternenflut

Titel: Sternenflut
Autoren: David Brin
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wollte, ich hätte ihn vernünftig ausgeführt.
    Die beiden Gegner hatten sie fast erreicht. Bedrohlich ragten die Schlachtschiffe vor der Streaker auf.
    Dann fing Lucky Kaa zu schreien an. »Vektoränderung!« Der Pilot schlug aufgeregt mit der Schwanzflosse hin und her. »Die schwenken ab! Sie laufen wie die Hasen!!«
    Gillian zwinkerte verblüfft. »Aber sie hatten uns doch!« »Es liegt-t an den Neuen, Gillian! Die sechs Schiffe, die auf uns zukommen!« rief Tsh’t entzückt. »Wieso? Was ist denn mit denen?«
    Tsh’t grinste so breit, wie es einem Neo-Fin nur möglich war. »Es sind Thennanin ! Sie feuern aus allen Rohren! Und sie feuern nicht auf unsss!«
    Die Monitore zeigten die beiden Kreuzer, die sie gejagt hatten, plötzlich Reißaus nehmen, wobei sie auf ihrer Flucht nach Art der Parther auf die herannahende Mini-Flotte feuerten.
    Gillian lachte. »Wattaceti! Sagen Sie Suessi, er soll die Maschinen abschalten! Er soll alles stillegen und Rauch abblasen! Wir wollen jetzt den schwerverwundeten Soldaten spielen.«
    Einen Augenblick später kam die Antwort des Ingenieurs. »Suessi sagt-t, das sei kein Problem. Überhaupt kein Problem.«

121. Galactics
    Wellen der Erregung ließen Buoults Kamm vibrieren. Die Krondorsfire schwebte arg mitgenommen, aber stolz vor ihnen. Seit dem ersten Tag dieser Schlacht hatte er den alten Kreuzer verloren geglaubt, und mit ihm Baron Ebremsev, seinen Commander. Buoult sehnte sich danach, seinen Kameraden wiederzusehen.
    »Geben sie immer noch keine Antwort?«
    »Nein, Commander, das Schiff bleibt stumm. Es ist möglich, daß sie soeben einen tödlichen Treffer davongetragen haben, der... Aber halt! Da ist etwas! Ein Blinksignal in unverschlüsselter, offener Sprache! Sie blinken durch eines ihrer Sichtfenster.«
    Buoult trat eifrig einen Schritt vor. » Was sagen sie denn? Brauchen sie Hilfe?«
    Der Kommunikationsoffizier beugte sich über seinen Monitor, beobachtete die blinkenden Lichter und machte sich Notizen. »Alle Waffen und Kommunikationssysteme zerstört«, las er. »Lebenserhaltungssysteme und Hilfstriebwerke noch funktionsfähig... Erdlinge voraus, werden gejagt von einigen Versprengten... Wir ziehen uns zurück... Viel Glück bei der Jagd... Krondorsfire Ende.«
    Buoult fand diese Mitteilung ein wenig sonderbar. Weshalb wollte Ebremsev sich zurückziehen, wenn er ihnen noch folgen und das feindliche Feuer auf sich ziehen konnte? Vielleicht spielte er den Tapferen, um sie nicht aufzuhalten. Buoult gedachte darauf zu beharren, ihnen unverzüglich Hilfe hinüberzuschicken, aber da redete der Kommunikationsoffizier weiter.
    »Commander! Vom Wasserplaneten her nähert sich eine Schwadron! Mindestens zehn Schiffe! Ich identifiziere sowohl Tandu als auch Soro!«
    Buoults Rückenkamm klappte für einen Augenblick zusammen. Es war soweit! Die allerletzte Allianz der Ketzer!
    »Wir haben noch eine Chance! Wir müssen sofort die Flüchtlinge verfolgen! Wir können die Einzelschiffe überwältigen, während sie die Erdlinge überwältigen, und dann verschwinden, bevor die Tandu und die Soro an Ort und Stelle sein können!«
    Während sein Schiff schon davonjagte, ließ er der Krondorsfire eine Botschaft zusenden. »Mögen die Großen Geister bei Euch bleiben. ..«

122. Streaker
    »Das ist ein ziemlich raffinierter kleiner Computer, den Sie da die ganze Zeit versteckt gehalten haben«, bemerkte Tsh’t.
    Gillian grinste. »Eigentlich gehört er Tom.«
    Die Fins nickten weise. Das war Erklärung genug. Gillian dankte der Niss-Maschine für ihre hastige Thennanin-Übersetzung. Die körperlose Stimme drang flüsternd aus einem Schwarm bunter Funken, die neben ihr schwebten und in den prickelnden Oxywasserblasen rotierten und tanzten.
    »Was sollte ich sonst tun, Gillian Baskin?« erwiderte die Niss. »Ihr paar versprengten Erdlinge habt, während ihr Katastrophe über Katastrophe auf euer Haupt häuftet, mehr Daten akkumuliert, als meine Herren in den letzten tausend Jahren zusammentragen konnten. Allein die Lektionen über das Liften werden den Tymbrimi von großem Nutzen sein. Die Tymbrimi sind nämlich stets bereit, etwas dazuzulernen – selbst von Wölflingen.«
    Die Stimme verstummte, und die Funken verschwanden, ehe Gillian etwas erwidern konnte.
    »Das Signalkommando ist von der Luke zurück, Gillian«, sagte Tsh’t. »Die Thennanin sind unterwegs zu unseren Beschattern, aber sie werden zurückkommen. Was tun wir jetzt?«
    Gillian spürte das Vibrieren der

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