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Sternenflut

Sternenflut

Titel: Sternenflut
Autoren: David Brin
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Vize-Captain der Streaker.  
    THENNANIN: Militante galaktische Spezies.
    TSH’T (Tischut) : Weiblicher Neo-Fin, Vierter Offizier der Streaker. 
    TURSIOPS : Fachterminus für Neo-Fins ohne Sfenos-Genmaterial. 
    TURSIOPS AMICUS : Moderner Neo-Delphin (»Freundliche Flaschennase«)
    TURS I OPS TRUNCATUS : Natürlicher Flaschennasen-Delphin auf der Erde.
    TYMBRIMI (Timbraimi): Galactics, freundlich gegenüber Terranern, bekannt wegen ihrer Cleverness.
    VERLASSENE FLOTTE: Eine Flotte steuerlos treibender Raumschiffe von gewaltiger Größe; bis zu ihrer Entdeckung durch die Streaker lange Zeit unbemerkt.
    WATTACETI : Ein Neo-Fin, Unteroffizier auf der Streaker.

PROLOG
    AUS GILLIAN BASKINS TAGEBUCH

    Die Streaker hinkt wie ein Hund auf drei Beinen. Gestern haben wir einen heiklen Sprung mittels Overdrive riskiert, nur einen Schritt vor den Galactics, die uns auf den Versen waren. Die eine Wahrscheinlichkeitsspule, die die MorgranSchlacht überstand, hat geächzt und gemeutert, aber schließlich hat sie uns doch hierher befördert, in den seichten Gravitationsschacht eines Zwergsterns der Populationsklasse II namens Kthsemenee.
    Die Bibliothek verzeichnet eine bewohnbare Welt im Orbit, den Planeten Kithrup.
    Wenn ich »bewohnbar« sage, so ist dies mit einigem Wohlwollen verbunden. Tom, Hikahi und ich haben zusammen mit dem Captain stundenlang nach Alternativen gesucht. Schließlich hat Creideiki sich entschlossen, uns hierher zu bringen.
    Als Ärztin denke ich mit Grauen daran, auf einem Planeten zu landen, der so trügerisch gefährlich ist wie dieser, aber Kithrup ist eine Wasserwelt, und unsere Besatzung, größtenteils Delphine, braucht Wasser, damit sie sich umherbewegen und das Schiff reparieren kann. Kithrup ist reich an Schwermetallen und dürfte über die Rohstoffe verfügen, die wir brauchen. Außerdem hat dieser Planet den Vorteil, daß er nur selten besucht wird. Die Bibliothek sagt, er liege seit langer Zeit brach. Vielleicht werden die Galactics nicht auf den Gedanken kommen, uns hier zu suchen.
    Das habe ich auch gestern abend zu Tom gesagt, als wir händchenhaltend zuschauten, wie die Planetenscheibe in einer Luke im Aufenthaltsraum immer größer wurde. Es ist eine täuschend hübsch anzusehende blaue Kugel, umgeben von weißen Wolkenbändern. Die Nachtseite war hier und dort von matt schimmernden Vulkanen und flackernden Blitzen beleuchtet.
    Zu Tom habe ich gesagt, ich sei sicher, daß niemand uns folgen werde – und ich habe diese Vorhersage äußerst zuversichtlich klingen lassen und niemanden damit zum Narren gehalten. Tom hat gelächelt und nichts gesagt, um mich in meinem Anfall von Wunschdenken nicht zu enttäuschen. Selbstverständlich werden sie hier suchen. Es gibt nur eine Handvoll Interraumstrecken, die die Streaker benutzt haben kann, ohne einen Transferpunkt einzuschieben. Die Frage ist nur: Können wir mit den Reparaturen rechtzeitig fertig werden und von hier verschwinden, bevor die Galactics uns erwischen?
    Tom und ich hatten zum erstenmal seit Tagen ein paar Stunden für uns. Wir sind in die Kabine gegangen und haben miteinander geschlafen.
    Ich schreibe diesen Eintrag, während er schläft. Ich weiß nicht, wann ich wieder Gelegenheit dazu haben werde. Eben hat Captain Creideiki angerufen. Er will, daß wir beide auf die Brücke hinaufkommen, vermutlich, damit die Fins uns sehen können und wissen, daß ihre menschlichen Patrone in der Nähe sind. Kann sein, daß sogar ein kompetenter Delphin-Spacer wie Creideiki dieses Bedürfnis von Zeit zu Zeit verspürt.
    Wenn wir Menschen nur auch eine solche psychologische Zufluchtsmöglichkeit hätten.
    Es ist Zeit, Schluß zu machen und meinen müden Freund zu wecken. Aber vorher will ich noch rasch aufschreiben, was Tom gestern abend zu mir sagte, während wir Kithrups stürmische Meere betrachteten.
    Er sah mich an, lächelte so sonderbar, wie er es immer tut, wenn er etwas Ironisches denkt, und flötete ein kurzes Haiku auf Delphin-Trinär:

    Die Sterne beben von Stürmen
    Die Wellen rollen vom Donner – 
    Und dennoch – sind wir naß, Geliebte?

TEIL EINS

 AUFTRIEB

    »Alle eure besseren Taten werden geschrieben sein ins Wasser...!« FRANCIS BEAUMONT und JOHN FLETCHER

1. Toshio
    Seit Jahrtausenden rissen die Fins ihre Witzchen über die Menschen. Schon immer hatten sie die Menschen zum Schießen gefunden. Die Tatsache, daß die Menschen sich an ihren Genen zu schaffen gemacht und ihnen die technischen Wissenschaften beigebracht

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