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Star Wars™ Das Verhängnis der Jedi-Ritter 8: Aufstieg (German Edition)

Star Wars™ Das Verhängnis der Jedi-Ritter 8: Aufstieg (German Edition)

Titel: Star Wars™ Das Verhängnis der Jedi-Ritter 8: Aufstieg (German Edition)
Autoren: Christie Golden
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1. Kapitel
    RATSKAMMER DES ZIRKELS, HAUPTSTADT TAHV, KESH
    Die Sonne, die auf die Buntglaskuppel der Zirkelkammer herniederbrannte, tauchte die Gestalten aller Versammelten in ein Gewirr von Farben. Dessen ungeachtet war es in dem großen Raum nicht heiß. Für so meisterhafte Machtnutzer wie die Sith, die sich hier zusammengefunden hatten, war es ein Leichtes, so etwas Belangloses wie die Temperatur zu regulieren.
    Es handelte sich um eine Krisensitzung, aber dennoch wurde strikt die Form gewahrt. Wenn die Sith eines waren, dann pedantisch. Großlord Darish Vol, das Oberhaupt des Vergessenen Stammes, hatte die Zusammenkunft vor weniger als einer Stunde einberufen. Nun saß er auf einem Podium genau in der Mitte der Kammer, höher als alle anderen, auf seinem traditionellen Thron aus Metall und Glas. Obgleich genügend Zeit gewesen war, seine farbenfrohen, formellen Gewänder anzulegen, sah er sich in der Dringlichkeit des Moments außerstande, sich hinzusetzen und das ausgemergelte, betagte Gesicht von seinen Dienern mit den Vor’shandi-Wirbeln und anderen Verzierungen bemalen zu lassen, wie es für dieses Treffen eigentlich angemessen gewesen wäre. Vol rutschte ein wenig auf seinem Thron hin und her, verärgert ob dieses Wissens, verärgert über die ganze Situation, die diese Zusammenkunft überhaupt erst nötig machte.
    Sein Amtsstab ruhte quer über dem Schoß. Seine klauenartigen Hände klammerten sich darum, während die betagten, aber immer noch scharfen Augen durch den Raum schweiften, registrierten, wer anwesend war und wer nicht, und die Reaktionen jedes Einzelnen beobachteten und vorausahnten.
    Links und rechts neben dem Großlord saßen die Hochlords. Heute waren neun des traditionell dreizehn Mitglieder umfassenden Zirkels zugegen, eine Mischung aus Männern und Frauen, aus Keshiri und Menschen. Eins dieser Mitglieder, Hochlord Sarasu Taalon, würde nie wieder unter ihnen sein. Taalon war tot, und sein Tod war einer der Gründe dafür, warum Vol die Versammlung einberufen hatte. In einem Kreis rings um das Podium herum saßen die Lords, die rangniedriger waren als die Hochlords, und hinter ihnen standen die Schwerter.
    Auch von ihnen fehlten etliche. Viele waren tot. Einige … Nun, was aus ihnen geworden war, musste man abwarten.
    Vol konnte die Anspannung im Raum spüren. Selbst jemand, der nicht machtsensitiv war, wäre imstande gewesen, die Körpersprache der Anwesenden zu deuten. Zorn, Besorgnis, Erwartung und Furcht durchströmten heute die Kammer, auch wenn die meisten der Zugegenen ihre Emotionen gekonnt verbargen. Vol bediente sich der Macht so selbstverständlich, wie andere atmeten, um den Herzschlag und die vom Stress produzierten biochemischen Stoffe zu regulieren, die durch seinen Körper zirkulierten. Auf diese Weise blieb der Geist klar, selbst wenn das Herz wie stets offen für Gefühle und Leidenschaft war. Wäre es blockiert oder von solchen Dingen unberührt gewesen, wäre es nicht länger das Herz eines wahren Sith gewesen.
    »Ich sage Euch, sie ist eine Heilsbringerin!«, verkündete Lady Sashal gerade. Sie war zierlich, ihr langes weißes Haar perfekt frisiert, die violette Haut im ansprechendsten Lavendelton überhaupt gehalten. Ihre honigsüße Stimme erfüllte den Raum. » Schiff gehorcht ihr, und ist Schiff nicht das …« Einen Moment lang haderte sie mit ihrer Wortwahl, ehe sie sich wieder fing. »… das von Sith geschaffene Konstrukt, das uns von den Ketten unserer Isolation und der Ignoranz der Galaxis befreit hat? Schiff war das Werkzeug, das wir uns zunutze machten, um unserer Bestimmung nachzukommen – nämlich, die Sterne zu erobern. Und wir sind dabei, genau das zu tun!«
    »Ja, Lady Sashal, das sind wir«, hielt Hochlord Ivaar Workan dagegen. »Und wir sind diejenigen, die diese Galaxis beherrschen sollten, nicht diese Fremde.«
    Obwohl der attraktive, ergrauende Mensch lange Jahre den Rang eines Lords innehatte, war er erst unlängst zum Hochlord ernannt worden. Taalons vorzeitiges Hinscheiden hatte den Weg für Workans Aufstieg geebnet. Vol hatte es Freude bereitet zuzusehen, wie Workan in diese Rolle schlüpfte, als sei er dafür geboren. Obgleich Sith nur auf sich selbst und die Macht vertrauten, betrachtete Vol Workan dennoch als einen derer, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihn hintergehen würden, weniger groß war als bei anderen.
    »Die Dunkle Seite ist sehr stark in ihr«, erklärte Hochlord Takaris Yur. »Stärker als in jedem anderen, von

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