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Spiel unter Freunden

Spiel unter Freunden

Titel: Spiel unter Freunden
Autoren: PJ Tracy
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doch alles vorbei, oder?» Magozzi
nickte und erhob sich. «Es wird noch eine Weile dauern. Du
passt auf sie auf?»
    «Darauf kannst
du deinen weißen Arsch verwetten.» Es dauerte lange,
bis Grace die Tür öffnete. Er horchte auf die
metallischen Geräusche, bis alle Riegel zurückgeschoben
waren, und dann öffnete sie die Tür einen Spalt weit und
schaute hinaus.
    Ihr dunkles Haar war
offen und zerzaust, fiel trostlos um ihre Schultern, und es tat ihm
weh, ihr in die Augen zu sehen.
    Sie trug den
weißen Bademantel, der für diese Tageszeit völlig
unpassend war. Die Umrisse der Sig beulten die Tasche des
Bademantels aus. Er fragte sich, ob sie die Waffe wohl je
würde ablegen können.  
    «Darf ich
reinkommen?», fragte er, und er war schon drauf und dran, ihr
zu sagen, dass es Dinge gab, die er ihr erzählen musste,
Dinge, die ihr helfen würden, dass vielleicht sogar er ihr
helfen könnte, wenn sie ihm auch nur ansatzweise die Chance
dazu geben würde ­ Sie stand nur da und sah ihn an, und er
konnte nicht in ihren Augen lesen, aber er hatte einen
furchteinflößenden Flashback, und jener Abend wurde
wieder lebendig, an dem sie ihm die Tür vor der Nase
zugeschlagen hatte, weil er ein Cop war, weil sie sich ständig
stritten, weil er unlösbar mit einem Albtraum in Verbindung
stand, den sie einfach nicht hinter sich lassen konnte.
    Lass sie einfach
los, sagte
er sich.
    Ja, genau. «Ich
gehe nicht weg, Grace.» Ihre Augenbrauen hoben sich ganz
leicht.
    «Nein. Ich werde
nicht gehen. Ich gehe nicht weg, bevor Sie nicht mit mir gesprochen
haben, und wenn Sie mich nicht hereinlassen, dann werde ich eben
auf der Stufe vor Ihrer Tür sitzen bleiben, bis ich hundert
Jahre alt bin. Und Sie handeln sich damit einen Strafzettel wegen
Verunreinigung des Vorgartens ein.» Sie neigte ihren Kopf ein
wenig, kaum mehr als einen Zentimeter, aber etwas veränderte
sich in ihrem Blick, als würde vielleicht ein ganz kleines
Lächeln von irgendwo hinter ihrer Stirn hinausfinden auf ihre
Lippen.
    «Kommen Sie
rein, Magozzi.» Sie nahm seine Hand und führte ihn
hinein. Die Tür ließ sie weit offen stehen.
             

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