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Secret Love - Geheime Liebe (eng-deu)

Secret Love - Geheime Liebe (eng-deu)

Titel: Secret Love - Geheime Liebe (eng-deu)
Autoren: Dirk Walbrecker
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Hauptrolle für Hannah Bloom?
    Ein winziges bisschen beschwipst und mit dem Mutmachhut auf dem Kopf bin ich erst am späten Nachmittag wieder auf der Straße.
    Why is everyone → staring at me?
    Wochen-, monatelang rennt man unbeachtet durch die Gegend. Rundum Gehetze, Gedränge, Geschimpfe … kein Mensch will was von einem … bis auf die Typen, die wohl immer auf der Pirsch sind und die einen anmachen wie Freiwild, das stets zur Paarung bereit sein muss.
    Heute sind es aber auch andere, deren Blicke mich verfolgen, Wildfremde, die sogar im Vorbeigehen ein Lächeln für mich übrig haben …
    Are the others different or is it me who’s different?
    Gran wüsste wohl die Antwort auf diese Frage!
    Um allein zu sein und in Ruhe über Grans Lebensphilosophien nachzudenken, gehe ich seit Langem mal wieder an die Isar … an eine meiner Lieblingsstellen, wo ich schon unzählige Steine, Sorgen und Wünsche ins Wasser geworfen habe.
    Obwohl ich so gut drauf bin wie seit Ewigkeiten nicht mehr, geht mir das Fax von Koslowski nicht aus dem Kopf und ich muss eine Antwort entwerfen:
    Sehr geehrter, gestresster Herr Producer,
    die ‘Kleine’ von der großen Barbara Bloom hat mit Interesse Ihr heutiges Fax gelesen. Sie ist etwas verwundert, dass Sie sich nicht persönlich an sie wenden, wenn Sie ein Anliegen haben. Es gibt nämlich eklatante innerfamiliäre Probleme, die ich hier nicht erläutern möchte und die es verhindern, dass bedeutsame oder auch unbedeutsame Nachrichten ungefiltert und auf direktem Weg an mich gelangen.
    Was Ihre Anfrage betrifft, so kann ich Ihnen auf diesem Wege mitteilen, dass Hannah Bloom für Statistenrollen grundsätzlich nicht zur Verfügung steht! Seriöse Anfragen mit bedeutsameren Gehalt bitte direkt an die ‘Kleine’ unter 0177 307 1944.
    Mit behüteten Grüßen
    Hannah Bloom
    Ich lese mir diesen Brief etliche Male durch und bin zufrieden mit mir.
    Oder doch nicht?
    Wieso eigentlich keine Statistenrolle? Könnte das nicht der Einstieg in etwas werden, das ich mir kaum zu erträumen wage?
    Es hat mit Barbara zu tun, mit ihrem Scheitern … das spür ich genau!
    Ich muss mich anders mit ihr auseinandersetzen. Deshalb trete ich umgehend den Heimweg an.
    Als ich nach Hause komme, erwarte ich Zoff oder wenigstens eine angemessen schlechte Stimmung. Was gibt’s stattdessen?
    Party!
    Eine heitere, aufgekratzte Barbara Bloom sitzt mit einem heiteren, schelmisch dreinblickenden Peter Hill bei Oldie-Musik von den Beatles im Wohnzimmer. Auf dem Tisch Snacks, drei Sektgläser, eine fast leere Flasche und im Kühler eine noch nicht entkorkte.
    â€œHi, darling, toll schaust du aus! Wenn dich mein Herr Producer in diesem Aufzug sieht, hättest du eine Chance bei ihm!”
    â€œ → If it were up to me I’d give her the lead role!”, setzt Peter noch einen drauf.
    Mir hat’s die Sprache verschlagen. Ich mag keine Überraschungen, die bringen mich immer völlig aus dem Konzept.
    â€œKomm, setz dich zu uns! Es gibt was zu feiern”, lockt mich Barbara an den Tisch, während Peter die zweite Flasche entkorkt.
    Langsam komme ich an und beschließe, nicht auf Konfrontation zu gehen. Eigentlich machen die beiden nichts anderes als vor ein paar Stunden meine Gutelaune-Gran und ich – fehlt nur noch, dass die beiden mit mir tanzen wollen.
    Zur Sicherheit lege ich mal meinen Hut ab.
    â€œDarf ich erfahren, worauf wir anstoßen müssen?”, richte ich mich an meine Frau Mutter und bin dabei sehr darauf bedacht, Blickkontakt mit ihr herzustellen.
    Sie merkt es. Sie nimmt ihn an. In ihren Augen ist etwas, das ich viel zu selten genießen kann: eine nicht in Worten auszudrückende Tiefe und etwas Warmes, das mir wohltut.
    â€œHey, you two, I’m here as well!” Peter kommt dazwischen und kredenzt die frisch gefüllten Gläser. “I have an important → announcement to make to my ex-pupil: today I → received official → confirmation from the → Schools’ Authority that I’m to be → transferred to another school. And not because of seducing a minor or her mother, but because I asked to be transferred. So that you, Hannah, can stay on in your old class without me → bothering you.”
    â€œWie bitte?”
    Auf alles war ich gefasst, nur nicht auf diese Neuigkeit.
    â€œThen why have we been discussing me changing schools

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