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Schulgeschichten vom Franz

Schulgeschichten vom Franz

Titel: Schulgeschichten vom Franz
Autoren: Christine Nöstlinger
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    Christine Nöstlinger
    Schulgeschichten
    vom Franz
    Zeichnungen
    von Erhard Dietl

    Verlag Friedrich Oetinger • Hamburg

    © Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 1987
    Alle Rechte vorbehalten
    Einbandgestaltung: Manfred Limmroth Titelbild und Illustrationen: Erhard DietI Satz: Himmelheber, Hamburg
    Gesamtherstellung: Ebner Ulm
    Printed in Germany 1991
    Scan by Brrazo 11/2006
    ISBN 3-7891-1678-5
    Wie der Franz Angstbauchweh hatte Der Franz ist sieben Jahre alt und geht in die erste Klasse. Er ist das kleinste Kind in der Schule. Weder in der 1a noch in der 1b, noch in der 1c gibt es ein kleineres Kind als den Franz.
    Den Franz stört das ziemlich. Aber seit der Papa dem Franz zweimal die Woche den Kopf ratzekahl rasiert, hält ihn wenigstens niemand mehr für ein
    Mädchen. Früher ist das dem Franz oft passiert. Das hat ihn nicht bloß gestört, das hat ihn wütend und traurig gemacht.
    Der Franz hat eine Mama und einen Papa und einen großen Bruder, den Josef. Der Franz hat eine Freundin, die 5

    6
    Gabi. Die Gabi wohnt in der Wohnung neben dem Franz. Sie ist auch sieben Jahre alt und geht auch in die erste Klasse. Aber leider geht sie in die 1a, und der Franz muß in die 1b gehen.
    Der Franz hat immer fest damit
    gerechnet, später einmal, in der Schule, neben der Gabi zu sitzen. Als er mit der Mama zum Anmelden in der Schule
    gewesen ist, hat er der Frau
    Schuldirektor noch extra gesagt:
    „Aber ich möchte unbedingt mit der Gabi Gruber in eine Klasse kommen."
    „Wird gemacht, Franz", hat die Frau Schuldirektor gesagt und genickt.
    Doch am ersten Schultag dann klebte ein großes Blatt Papier am Schultor.
    Darauf stand, welche Kinder in welche Klasse gehörten. Bei 1a stand Gabi 7

    Gruber, bei 1b stand Franz Fröstl.
    „Da ist ein Irrtum passiert", sagte die Mama zum Franz. „Komm, wir gehen zur Frau Direktor."
    Weil der Franz aber damals mit der Gabi gerade zerstritten war, erklärte er: „Nein!
    Ich will eh nicht mit der Gabi
    zusammensein!"
    „Franz, das wird dir leid tun", warnte ihn 8

    die Mama. Doch der Franz blieb stur.
    „Nie im Leben", sagte er und ging in die 1b hinein.
    Drei Tage später vertrugen sich der Franz und die Gabi wieder gut. Und der Franz war kreuzunglücklich, weil er nicht mit der Gabi in einer Klasse war.
    „Mama, ändere das um", verlangte er.
    9
    Doch die Mama schüttelte den Kopf.
    „Jetzt ist es zu spät", sagte sie. „Das hättest du dir am ersten Schultag überlegen müssen, lieber Franz."
    Den Franz stört an der Schule auch sonst noch allerhand. Das Lernen geht ihm zu langsam. Vier Wochen sitzt er jetzt schon in der Schule herum, aber schreiben kann er noch immer nicht richtig.
    Dauernd muß er zeilenlang große und kleine Kugeln malen und lange und kurze Striche und hohe und niedrige Wellen.
    Das findet der Franz langweilig. Und der Lehrer ist nicht einmal sehr zufrieden mit den Kugeln und Strichen und Wellen, die der Franz hinmalt.
    „Schlampig", sagt er, wenn er das Heft 10

    vom Franz anschaut. Und wenn er den Franz anschaut, sagt er: „Finger aus der Nase."
    Der Franz hat nämlich gern den linken Zeigefinger im rechten Nasenloch.
    Der Herr Lehrer gefällt dem Franz überhaupt nicht!
    „Der kann ja nicht einmal richtig reden", 11

    beschwert sich der Franz bei seinem Papa.
    Der Lehrer vom Franz redet wirklich ein bißchen merkwürdig. Sehr kurz redet er.
    „Hinsetzen", sagt er.
    „Aufstehen", sagt er.
    „Mund zu", sagt er.
    „Hefte aufschlagen", sagt er.

    12
    „Bücher heraus", sagt er.
    Der Franz ist nicht gewohnt, daß ihn jemand so anredet.
    „Setzt euch hin, liebe Kinder", fände der Franz besser.
    „Seid so lieb und steht auf", fände der Franz richtiger.
    „Es wäre nett, wenn ihr still sein könntet", fände der Franz freundlicher.
    „Jetzt wollen wir ein bißchen in die Hefte hineinschreiben", fände der Franz anregender.
    Und „Habt ihr Lust, ein wenig zu lesen?"
    fände der Franz höflicher.
    „Der Mann ist eben ein Zickzack-Typ", sagt der Papa vom Franz.
    Dem Franz gefällt das Wort. Er sagt immer „Der Zickzack", wenn er von seinem Lehrer erzählt.
    13
    Einmal war der Franz bei seiner Oma zu Besuch. Die Oma wohnt im Altersheim.
    Jeden Sonntag besucht der Franz sie.
    An diesem Sonntag schien die Sonne, und die Oma sagte

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