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Schreien staerkt die Lungen

Schreien staerkt die Lungen

Titel: Schreien staerkt die Lungen
Autoren: Martin Beck
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→ Gleich zu Beginn möchte ich Ihnen sieben bewährte Tipps mitgeben, wie Sie sich im Familienalltag eine gute Basis für viel Gelassenheit und innere Ruhe schaffen können. Denn Kinder brauchen selbstbewusste, entspannte Eltern, die sich Zeit für sie nehmen. Ebenso brauchen sie jedoch Eltern, die auch gut für sich selbst sorgen.

Gehen Sie es langsam an
    Sorgen Sie von Anfang an für viel RUHE UND GEBORGENHEIT . Das beginnt bereits im Wochenbett und ist gerade dort besonders wichtig! Erinnern Sie sich daran, wie Sie die letzten Tage vor der Entbindung verbracht haben: Wenn Sie als Mutter bereits im Mutterschutz waren, haben Sie vermutlich keine großen Sprünge mehr gemacht, sind viel zu Hause geblieben, haben schöne Musik gehört, noch ein paar BABYSACHEN zurechtgelegt und es sich ansonsten gemütlich gemacht. Die Aufgabe des Vaters war es, seiner Partnerin diese Rückzugsphase zu ermöglichen und ihr anstrengende Erledigungen abzunehmen – dazu gehörten natürlich auch die gröbsten Haushaltspflichten.
    Verbringen Sie die erste Zeit mit Ihrem Baby doch ähnlich entspannt! Widerstehen Sie möglichst der Versuchung, die Wohnung gleich auf Vordermann zu bringen, aus dem Haus zu gehen und viele Leute einzuladen. Wenn Ihr Kind etwa vier Wochen alt ist, wird es sich schon ganz gut an das Leben »draußen« gewöhnt haben, sodass Sie es dann immer noch Ihren Freunden und Verwandten vorstellen können. Dann haben alle Beteiligten mehr davon! Ihren Alltag werden Sie mit Sicherheit ohnehin erst einmal abspecken müssen. Mit Kind dauert einfach alles länger, und vieles ist ungleich mühsamer.
    Es kann aber eine reizvolle Erfahrung sein, sich auf diese Weise entschleunigen zu lassen. Nehmen Sie sich Zeit für die »Flitterwochen« mit Ihrem Baby, lernen Sie es kennen. Das ist auch für Väter EINE WUNDERBARE CHANCE , eine tiefe Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen!
    Schützen Sie Ihr Kind vor zu vielen und zu intensiven Reizen. Reichen Sie es nicht zu viel herum. Lassen Sie nicht ständig nebenbei den Fernseher laufen. Gönnen Sie ihm eine Zeit der Gewöhnung an das Leben außerhalb des Mutterleibs.
    Ruhe und Gemütlichkeit braucht Ihr Kind übrigens auch noch, wenn es älter geworden ist: Es kann nur eine begrenzte Menge von Reizen aushalten, ohne quengelig zu werden. Wenn wir unseren eigenen Kindern etwas Besonderes gönnen, etwa den Besuch eines Vergnügungsparks oder auch nur eine halbe Stunde mehr Fernsehen, ist das schön für sie. Nur sind sie danach oft ungenießbar. Wir bemühen uns aber, ihnen dann keine Vorwürfe zu machen, und speichern das ab unter Reizüberflutung. Spätestens der nächste Nachtschlaf lädt dann den kindlichen »Akku« wieder auf.
    Noch stressiger sind Unternehmungen, die Kindern keinen Spaß machen, etwa wenn Sie Ihr Kind zu Besorgungen in der Stadt mitnehmen (müssen) oder ein Zahnarztbesuch ansteht. Danach ist eine PAUSE angesagt, etwa ein Schläfchen oder gemütliches Vorlesen. Planen Sie den kindlichen Alltag nicht völlig durch. Ihr Kind zeigt Ihnen von sich aus, wann es »Action« will und wann es Ruhe braucht.
Nehmen Sie Hilfe an
    Ein Kind zu haben bedeutet auch, die täglichen Abläufe neu zu organisieren. Der Haushalt läuft nicht mehr so selbstverständlich. Fühlen Sie sich einfach unwohl, wenn sich in den Ecken Staubflusen sammeln, und leiden Sie unter dem Anblick von Wäschebergen, hat es jedoch wenig Sinn, sich zur Gelassenheit zu zwingen.
    Was können Sie eher für eine Weile aus der Hand geben: Ihr Kind oder den Haushalt? Beides ist in Ordnung! Ihr Kind kann sich gut auf mehrere verlässliche Bezugspersonen einstellen. Vielleicht hat eine Freundin oder der Opa Lust, einen Spaziergang mit Kinderwagen zu machen, während Sie putzen oder vorkochen.
    Oder Sie lassen mal jemand anderes die Haushaltsdinge erledigen. Statt Geschenken zum Geburtstag oder zu Weihnachten können Sie sich von Freunden und Verwandten vorausschauend Gutscheine wünschen – für fünfmal Wäschewaschen, dreimal Gartenpflege oder einmal Fensterputzen.
    Hilfreich ist es auch, sich im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft mit anderen Eltern zusammenzutun. Eine oder einer hütet dann stundenweise die Kinder, die anderen haben Zeit für den Haushalt, für eigene Erledigungen oder einfach mal für EIN UNGESTÖRTES NACHMITTAGSSCHLÄFCHEN .
    Ich habe in unserer Praxis schon sehr viele Mütter erlebt, denen es anfangs schwerfiel, ihr Kind anderen anzuvertrauen – einschließlich des Vaters des Kindes! Diese

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