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Schneller Sprachen lernen

Schneller Sprachen lernen

Titel: Schneller Sprachen lernen
Autoren: Jens Seiler , Sandra La Cognata
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Die Ausgangssituation
    Wie kann es sein, dass wir bis zu 13 Jahre lang Englisch­unterricht haben und die Weltsprache immer noch nicht fließend beherrschen? Wieso kann jedes kleine Kind innerhalb von wenigen Jahren seine Muttersprache erlernen, während viele Schüler mit all ihrem theoretischen Wissen, wie man lernt, scheitern? Mal ganz abgesehen von den Erwachsenen, die gegenüber Kindern einen immensen Wissensvorsprung haben – einen Vorsprung, den sie auch zum Lernen von Neuem, zum Beispiel einer weiteren Sprache, einsetzen sollten, es aber oftmals nicht können.
    Die Antwort ist einfach: Es liegt bestimmt nicht daran, dass all unsere Schüler kein Sprachtalent hätten. Vielmehr liegt es daran, wie bei uns Fremdsprachen vermittelt werden. Es ist erschreckend, wie wenig Bedeutung in Schulen dem Erlernen von Fremdsprachen zugemessen wird. Das zeigt allein schon die nicht nachvollziehbare Tatsache, dass insbesondere in Europa die meisten Sprachlehrer an Schulen keine Muttersprachler sind. So kam es bei uns, wie es kommen musste: Einer von uns spricht Englisch mit badischem, der andere mit hessischem Akzent.
    Gerade in einem zusammenwachsenden Europa gehören Fremdsprachen neben den technischen Qualifikationen zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen überhaupt. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) beschränkt sich die Fremdsprachennutzung „heute nicht mehr allein auf Führungskräfte, Ingenieure und Wissenschaftler, sondern wird auch von kaufmännischen Fachkräften erwartet”.
    Jeder Fünfte muss im Beruf eine Fremdsprache, zumeist Englisch, beherrschen. Eine zweite Fremdsprache wird immer öfter als Voraussetzung oder zumindest wünschenswert betrachtet. Angesichts der wachsenden Märkte in Osteuropa und Asien gewinnen auch Sprachen wie Russisch, Polnisch oder Chinesisch zunehmend an Bedeutung. In bestimmten Jobs können diese Sprachkenntnisse den Ausschlag bei der Einstellung geben und die Karrieremöglichkeiten innerhalb eines Unternehmens deutlich verbessern. Interkulturelles Wis­sen ist in der Wirtschaft längst nicht mehr nur ein Wettbewerbsvorteil, sondern entwickelt sich zu einer sozialen Notwendigkeit.
    Für die meisten Arbeitnehmer heißt das, ihre in der Schule erlernte Fremdsprache aufzufrischen, zu erweitern oder gar eine weitere Sprache dazuzulernen.
    Je nach zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten gibt es verschiedene Varianten des Sprachenlernens:
Konventionelle Lernmethoden
Sprachkurse im Ausland
Unterricht bei einem Privatlehrer
Sprachschulen
Volkshochschulkurse
Multimediale Sprachlernsoftware
Fernschulen
    Der Möglichkeiten gibt es viele, aber: Woher die Zeit nehmen – heutzutage? Und so zahlreich wie die Möglichkeiten sind denn auch die Ausreden: Feste Unterrichtszeiten, ein hohes Pensum an Grammatikregeln, eine Vielzahl an Vokabeln, die bis zur nächsten Unterrichtseinheit gelernt werden müssen, sowie der Arbeitsrhythmus, der nicht dem eigenen entspricht, sind die meistgenannten Argumente, sich weiterhin auf Dolmetscher, Übersetzungsprogramme und dergleichen zu verlassen.
    Das Projekt „Schnell Sprachen lernen”
    Wir Autoren reflektierten unsere eigene Sprachausbildung, hinterfragten das Vermitteln von Fremdsprachen im Ausland, besuchten verschiedene Sprachschulen, testeten Lernsoftwares und behielten dabei stets das Hauptkriterium „Zeitaufwand” im Auge.
    Aus dem Ergebnis dieser Recherchen heraus entwickelten wir ein System, in dem eine Fremdsprache effizient und vor allem in kürzester Zeit erlernt werden kann.
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Ein großer Vorteil dieses Systems ist, dass es für eine Vielzahl von Sprachen anwendbar ist.
    Beim Erwerb des Führerscheins lernen wir das Autofahren. Das Fahrzeugmodell, in das wir uns nach der bestandenen Prüfung setzen, spielt keine Rolle. Genau so funktioniert auch die Methode des Projekts „Schnell Sprachen lernen”: Sie gilt nicht nur für eine, sondern für viele Sprachen.
    Die Theorie stand. Wir unterzogen uns einem Selbsttest.
    Selbsttest
    Genau drei Wochen nach Entwicklung des Systems waren unsere Flitterwochen auf Kuba geplant. Beide sprachen wir kein Wort Spanisch. Unser Ziel war es, in Kuba ohne Gestotter durch den Alltag zu kommen.
    Es gelang.
    Mehr noch. Bestrebt, das neu Erlernte anzuwenden, gingen wir ohne Hemmungen auf die Einheimischen zu. Diese würdigten sofort unser Bemühen um ihre Sprache und quittierten es mit einer Gastfreundschaft, die wir bislang noch bei keinem Auslandsaufenthalt erfahren hatten.
    Uns

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