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Saga von Dray Prescot 27 - Pandahem-Zyklus 01 - Die Labyrinthe von Scorpio

Saga von Dray Prescot 27 - Pandahem-Zyklus 01 - Die Labyrinthe von Scorpio

Titel: Saga von Dray Prescot 27 - Pandahem-Zyklus 01 - Die Labyrinthe von Scorpio
Autoren: Alan Burt Akers
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vielleicht sogar berühmt war, ein Mann, der vielleicht eine eigene Vagabundenschar befehligte, auch wenn das bei den Trägern der Pakzhan, den Hyr-Paktuns, häufiger vorkam.
    »Wie du willst, Seg«, sagte ich. »Ein Paktun mit der Pakmort wird vielleicht zuvorkommender bedient als ein einfacher Paktun.«
    »Trotzdem hätte ich ungern ein Messer im Rücken stecken.«
    »Ganz deiner Meinung.«
    »Es ist klug, die Pakzhan nicht zu tragen. Das goldene Funkeln auf deiner Brust könnte Messerstecher anlocken.«
    So legten wir uns nur die Pakmorts um und sicherten die Seidenschnüre an unseren Schulterriemen. Kein Söldner hat es gern, wenn der Gegner eine solche Schnur zu fassen bekommt und ihn damit erdrosseln will. Schließlich legten wir kurze blaugraue Umhänge um, zogen die weichen Hüte tief in die Stirn und machten uns auf den Weg.
    Wir wählten Sattelvögel, um den Palast zu verlassen.
    »Unterstellen müssen wir sie in einem öffentlichen Stall«, sagte Seg. »In ziemlich großer Entfernung vom Roten Weinfaß.«
    »Ganz recht. Man fragt sich, ob solche Vögel gestohlen werden, um als Sattelflieger zu dienen oder über einem Feuer zu enden.«
    Mit kräftigen Flügelschlägen zogen die beiden Satteltiere durch die warme Luft des späten Nachmittags. Wir schwebten hoch über dem Fluß und hielten Kurs nach Südosten; das Heilige Viertel blieb langsam hinter uns zurück. Wir flogen über die Blinden Mauern und den Bach, der dahinter verlief. Vor uns dehnte sich ein Labyrinth winziger Gassen, das die Ost-Arena umgab. Hier hauste das arbeitende Volk, die Guls, die sich weit über der großen Masse der Clums wähnten, welche zwar nicht versklavt, aber doch überaus arm waren.
    Während der gerade beendeten Kriege waren die Arbeiten an dem neuen Aquädukt unterbrochen worden, der Wasser aus dem Südosten herantragen sollte. Die hohen Berge Baumaterial ließen aber bereits erkennen, daß man bald weiterbauen würde. Wie jede zivilisierte Stadt auf Kregen brauchte auch Ruathytu große Mengen Frischwasser.
    Wir landeten ein gutes Stück vor unserem Ziel und stellten die beiden Fluttrells in einem Stall unter; in Ruathytu gehörte diese Rasse zu den weniger auffälligen Sattelvögeln. Der Mietstall kam uns sauber vor und schien von ehrlichen Leuten geleitet zu werden. Im letzten Licht der Zwillingssonnen setzten wir unseren Weg zu Fuß fort.
    Die Straße, von der Seg behauptete, daß es sich um die Straße der Tausend Fremden handelte, wirkte irgendwie schäbig-verblaßt; zahlreiche Läden waren zugenagelt. Das Panorama wurde hier von der hoch aufragenden Silhouette des Aquädukts bestimmt, der allerdings an einem Ende, wo die Arbeiten unterbrochen worden waren, jäh endete. Rötlich grün bestrahlte Wolken hingen am Himmel. Die Schatten verschwanden und wurden wieder stärker, Zonen mit doppelten Schattenrändern, die von den Dächern und Mauern gebildet wurden.
    »Dort ist unser Ziel, mein alter Dom«, sagte Seg schließlich.
    Die Straße der Tausend Fremden – wenn sie wirklich so hieß – mündete auf einen kleinen Kyro, ein Platz, auf dem soeben eine Zauberertruppe ihre Sachen packte. Offenbar hatte man nicht viel Publikum gefunden. Betrübt löschte ein Feuerfresser sein kleines Kohlefeuer. Eine in Glitzerschmuck gehüllte Frau, deren Rundungen nur unvollkommen verborgen waren, stand dicht neben einem kleinen dunkelhaarigen Mann und zählte die Einnahmen.
    »Die sollten mit ihrem Gold lieber verschwinden, ehe es dunkel wird!« sagte Seg lachend.
    »Aye!«
    Jongleure klappten Flechtkörbe zu; darin befanden sich bestimmt Bälle und Ringe, die sie mit blendender Geschwindigkeit durch die Luft wirbeln konnten. Ein Windhauch ließ Blätter und Staub aufsteigen. Mit einer Kopfbewegung deutete Seg auf die Taverne am anderen Ende des Platzes. Vor dem Haus ragte ein einzelner Baum auf, ein verkümmert wirkendes gelbliches Gewächs. Die Taverne war aus grauen Steinen gemauert, die sich trotz ihres Alters gut hielten, die Fenster waren klein und abweisend. Sehr einladend sah die Gaststätte nicht aus.
    Segs Nicken lenkte nicht nur meine Aufmerksamkeit auf das Haus, sondern festigte auch meine Entschlossenheit. Die Absteige machte wirklich den Eindruck, als sollte man schnellstens daran vorbeigehen, ohne über die Schulter zu schauen. Rechts davon erhob sich ein mit Brettern zugenageltes Haus, links davon eine freie Fläche, auf der noch die Überreste eines abgerissenen Hauses zu sehen waren.
    Abgesehen von der unangenehmen

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