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Ruinen der Macht

Ruinen der Macht

Titel: Ruinen der Macht
Autoren: Robert E. Vardeman
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Mech Warrior - Dark Age
    Band 3
    Deutsche Erstausgabe
    W ilhelm H eyne V erlag M ünchen
    Nachdem das interstellare Kommunikationsnetz zerschlagen und die besiedelten Systeme von ihren Nachbarn abgeschnitten wurden, hat in der Republik der Sphäre eine archaische Zeit begonnen, in der die Battle-Mechs, einst die Könige des Schlachtfelds, den langsamen Wiederaufbau steuern. Doch der Zusammenhalt der Republik ist durch den Streit der zahlreichen Fraktionen gefährdet - und auf dem Planeten Mirach droht dieser Konflikt zu einem blutigen Bürgerkrieg zu eskalieren, ein Bürgerkrieg, der schwerwiegende Folgen weit über Mirach hinaus haben würde .
    Einöde 200 km nördlich von Cingulum, Musasalah, Mirach Präfektur IV, Republik der Sphäre
    3. April 3133
    Zwielicht über einer Welt der Hoffnungslosigkeit.
    Nichts erschien so, wie es hätte sein sollen - und das störte Austin Ortega. Er war schon früher auf diesem Schießplatz gewesen, aber diesmal schien es anders. Auf eine schwer fassbare Weise anders. Blutrotes Licht troff vom Himmel und floss über die Felsenlandschaft, verlieh ihr eine surreale Qualität. Die fernen Berge erbrachen schwarze Geröllhalden, so wie er es in Erinnerung hatte. Doch das unebene Gelände, über das er seinen Mech steuerte, zeigte Spuren von Bergbauarbeiten, die Mirachs Natur Gewalt antaten. Hinter Austin öffneten sich gewaltige Schluchten, wo Tagebau die Oberfläche des Planeten aufgerissen hatte, bis auch der letzte Rest Wolfram geborgen war. Und niemand hatte die geringsten Anstalten unternommen, die Spuren zu beseitigen oder auch nur die Eingänge zu den subplanetaren Schachtanlagen zu schließen. Aber es war einfach, den Centurion-BattleMech über das Trümmerfeld zu steuern, solange er den Schlundlöchern auswich.
    Austin hatte diesen Mechtyp schon früher gesteuert - einige Male - und beherrschte den Stahlkoloss mit einem Können, das auf dem Planeten seinesgleichen suchte. Doch er hatte keine Ahnung, gegen welchen Typ BattleMech er antrat. Noch nicht.
    Zeit, sich an die Arbeit zu machen.
    Austin setzte den Neurohelm fest auf und neigte den Kopf ein wenig, um die Gleichgewichtsrückkopplung zum Mech zu testen. Ein leises Feedbackkitzeln auf der Kopfhaut bestätigte ihm, dass alles in Ordnung war. Dann verband er einen aus der Pilotenliege kommenden Schlauch mit der Kühlweste. Ein leises Seufzen erklang, als die Pumpe ihre Arbeit aufnahm und Kühlflüssigkeit durch die Weste floss. Von einem Augenblick zum nächsten schwitzte er nicht mehr, sondern fror. Aber das würde sich, wenn er erst Feindkontakt hatte, schnell ändern. Ein BattleMech erzeugte eine erstaunliche Abwärme, und der Teil, den die Wärmetauscher nicht schnell genug ableiten konnten, drang mit erdrückender Gewalt ins Cockpit.
    Er ließ die Arme auf die Stützen der Liege sinken und legte die Hände selbstsicher um die Steuerknüppel. Er genoss es, wie sich seine Finger um das Metall schlossen, bis die Fingerspitzen leicht auf den Feuerknöpfen lagen. Wie sie für den Betrieb des Kampfkolosses lebenswichtige Systeme testeten und sicherstellten, dass die Waffen schussbereit waren. Austin kaute auf der Unterlippe, während er die Instrumente studierte, deren Anzeigen im Randbereich des Sichtschirms zu sehen waren. Die größten Sorgen machte ihm die Luxor-Autokanone im rechten Arm des Mechs, obwohl er nur grüne Lichter sah. Die Waffe hatte eine unangenehme Tendenz, im schlimmstmöglichen Augenblick zu blockieren.
    Austin steuerte den fünfzig Tonnen schweren Centurion mit einer aus Vertrautheit gewachsenen Selbstsicherheit. Die Maschine war ein mittelschwerer BattleMech mit ausgezeichneten Wärmeeigenschaften und guten Geschwindigkeits- und Beweglichkeitswerten, für dieses felsige Gelände hervorragend geeignet. Er hatte Langstreckenraketen und zwei Laser zur Verfügung, von denen einer seinen verwundbaren Rücken deckte. Allerdings zeigte der in der Mitte des Mechtorsos montierte vorwärts feuernde Photec-Laser nur eine Ladung von achtzig Prozent. Austin bearbeitete mit wachsender Frustration die Kontrollen, bis er schließlich entschied, dass er keine Zeit hatte, sich noch länger mit dem beschädigten Lichtwerfer herumzuärgern. Entweder die Waffe beendete den Ladevorgang automatisch oder nicht. Seine Füße arbeiteten auf den Pedalen, als er sich unbewusst nach vorne lehnte und in seinem Eifer, sich in Bewegung zu setzen, die Gurte straffte. Myomermuskeln in den meterlangen Oberschenkeln des Mechs zogen sich

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