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Robinas Stunde null

Robinas Stunde null

Titel: Robinas Stunde null
Autoren: Alexander Kröger
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Robinas Stunde null
    KRÖGER-Vertrieb Cottbus
Copyright 2004
by KRÖGER-Vertrieb Cottbus
    Printed in Czech Republic 2004
Lektor: Claus Teplitz
Umschlagentwurf: Klaus Brandt
Umschlaggestaltung: Klaus Brand
www.ArtFantasy.de
Gesamtherstellung: FINIDR, s.r.o. Cesky Tesin
ISBN: 3-9808213-4-X
Im Fortsetzungsroman von Alexander Krögers
Weltraum-Robinsonade „Robina Crux“ wird die
Protagonistin nach 23 Jahren Einsamkeit auf dem
Kristallboliden von ihrem Schicksal erlöst.
Außerirdische, die den Himmelskörper als
Stützpunkt okkupiert hatten, nehmen Kontakt mit
ihr auf. Doch ihre Retter verhalten sich ihr
gegenüber reserviert. Schon bald erfährt Robina,
dass die vagabundierenden Aliens auf ihrer Suche
nach einen passenden Planeten, den sie besiedeln
könnten, auch die Erde unterwerfen wollten. Nach
einer langen Odyssee landet Robina wieder auf
ihrem Heimatplaneten, dessen Bevölkerung jedoch,
nach dem Überfall der Außerirdischen und nach
einem größenwahnsinnigen Projekt der Menschen,
stark dezimiert worden ist. Aber Krögers Heldin
schaut hoffnungsvoll in die Zukunft und plant
    mittels
In-vitro-Befruchtung schon ihren
Nachwuchs. Wie in vielen seiner Science-FictionRomane, lässt der Autor auch hier seine z. T.
kritischen Betrachtungen über das 21. Jahrhundert
mit einfließen.
Prolog
    Sophie Merhoff stand mit fünf anderen Marspionieren der
provisorischen Besatzung des Bond-Kosmodroms auf der
geschlossenen Kuppelterrasse. Noch war das grandiose
Schauspiel, dem sie beiwohnten, nicht zu Ende: In etwa 300
Metern Entfernung verflüchtigte sich langsam die ungeheure
Wolke rötlichen Staubs und gab die Konturen eines
merkwürdigen Gebildes frei: Den Raumkreuzer TELESALT
mit dem huckepack geladenen Raumboot.
    Da sagte einer der Zuschauer: „Ich glaube, wir können jetzt.“
Sofort wandten sich alle dem Fahrstuhl zu. Gesprochen
wurde kaum. Unten drängten sie in die Schleuse. Es schien, als
fänden sie es auf einmal lästig, dass die Gebäude noch immer
irdische Bedingungen bieten mussten, obwohl sich in der
Marsatmosphäre genügend Sauerstoff befand. Eilig schritten
sie dem Schiff zu, das nun, scharf kontrastierend, im Licht
Sunnyboys, wie ein riesiges Monument aus der Ebene ragte.
    Rechts rollte aus dem Gerätepark der größte mobile
Spezialkran heran, den die Marsianer zu bieten hatten.
Am Schiff regte sich nichts.
In einem Geländefahrzeug traf, ebenfalls vom Kosmodrom
kommend, Mark Sander, der Leiter des Marsprojekts, ein. Er
gesellte sich zur Gruppe, sprach nicht, seine Rechte wuselte
nervös am Verschluss seines Overalls.
Die Neugierigen traten zögernd näher, als ginge es zu einer
sakralen Handlung. Im zentimeterdicken, frisch abgelagerten
Staub zeichneten sich markant die Fußspuren ab. Der Boden
strahlte Wärme.
Der schwere Kran rückte heran. Der Fahrer bugsierte das
mächtige Gerät bis knapp an den Rumpf der TELESALT.
Summend schob sich der klobige Teleskopausleger nach oben.
Sein Kopf mit dem Geschirr verharrte über dem Raumboot.
Die Stahlseile baumelten.
Auf dem leicht gewölbten Oberdeck des Schiffes wurde der
Deckel eines Notausstiegs aufgeschlagen. Eine Gestalt hievte
sich heraus.
Mark Sanders rief „Hallo!“ und winkte enthusiastisch.
Spontan taten es ihm die meisten der Zuschauer gleich.
Der Mensch oben, dem ein zweiter folgte, winkte kräftig
zurück.
„Sie hängen an“, raunte Sophie.
Alle sahen gebannt nach oben, verfolgten die Szene eines
sensationellen Ereignisses. Eine Handkamera surrte.
Das Anhängen bereitete offenbar keine besonderen Probleme.
Die beiden Menschen oben ergriffen die Seile und hängten die
Schlaufen – für die Zuschauer von unten nicht erkennbar –
peripher an. Nach wenigen Minuten zeigten die beiden an, dass
sie die Last vertäut hatten.
Fast unmerklich verlängerte sich der Kranausleger. Die vier
Seile oben strafften sich.
Ein Stoppzeichen, und dumpf klopfend lösten sich die
Klammern, die das Boot bislang am Trägerschiff gehalten
hatten.
Die Akteure zogen sich zum Ausstieg zurück. Nur noch Kopf
und Schultern waren zu sehen. Plötzlich tauchte dazu ein
Megaphon auf. „Hiev an!“, ordnete eine Frauenstimme an.
Der Ausleger wuchs, das abgestützte Fahrwerk des Krans
knirschte, bekam sichtbar mächtigen Druck, und man spürte
förmlich, dass die Seile oben sangen.
Erst als ein leichter Drall die Last drehte, wurde es
offenkundig, dass es schwebte. Die Zuschauer klatschten
Beifall.
Langsam schwenkte der Ausleger die Last über die Ebene.
Dann ließ

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