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Rettungskreuzer Ikarus Band 013 - Das Leid der Schluttnicks

Rettungskreuzer Ikarus Band 013 - Das Leid der Schluttnicks

Titel: Rettungskreuzer Ikarus Band 013 - Das Leid der Schluttnicks
Autoren: Sylke Brandt
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Prolog
     
    Die Etablierung der Rettungsabteilung des Freien Raumcorps ist nur unter
großen Schwierigkeiten gelungen: Ein ausrangierter Kreuzer und eine planlos
zusammengestellte, zum Teil völlig unerfahrene Besatzung wurde in eine
Feuertaufe geschickt, die beinahe in einer Katastrophe geendet hätte. Doch
die zusammengewürfelte Crew hat sich als überlebensfähig erwiesen.
Trotz aller Intrigen, die sich im Hintergrund unheilvoll zusammenbrauen und
sich bereits in einem hinterhältigen Angriff offenbart haben, steht die
Mannschaft der Ikarus hinter ihrem Auftrag: Zu helfen, wo sonst niemand zur
Hilfe eilen kann, egal, wie schwierig die Situation ist. Die Gefahren ihrer
Arbeit wurden schnell offensichtlich: Sally McLennane, die Leiterin der Abteilung,
fiel beinahe einem Mordanschlag zum Opfer, und bei der Rettungsaktion um das
»weiße Raumschiff« wurden die Crewmitglieder nicht nur mit ihren
ureigenen Ängsten, sondern auch mit im Geheimen operierenden Waffenhändlern
konfrontiert. Der Versuch, einen verschollen geglaubten Forscher zu retten,
führte zur Konfrontation mit dem »Gott der Danari«. Auf der abstürzenden
Spielhölle, einer Raumstation voller Ganoven und Vergnügungssüchtiger,
hatte die Crew der Ikarus Daten über ein Sonnensystem außerhalb des
erforschten Raumes gewonnen – und die Neugierde darauf, was in diesem Sonnensystem
zu finden war, führte schließlich zum »Requiem«, zur Vernichtung
der Ikarus I. Gebeutelt und von Selbstvorwürfen geplagt, ist die Mannschaft
des Rettungskreuzers nach Vortex Outpost zurückgekehrt. Dort konnte sie
sich bei der Verteidigung eines Konvois und schließlich beim Angriff auf
die Station durch die Gegner Sallys im Raumcorps Verdienste erwerben: Die Verschwörung
brach zusammen, und Sally wurde wieder zur Corpsdirektorin ernannt. Zum neuen
Chef der Rettungsabteilung wurde Captain Roderick Sentenza befördert. Nach
turbulenten Ereignissen auf Cerios III, die die Crew mit der Chance auf eine
– leider – verhängnisvolle Unsterblichkeit in Berührung
brachte, streben die Ereignisse einem Höhepunkt entgegen – auf der
Asteroidenstadt Seer'Tak City, wo man erstmals auf die Hintermänner einer
galaktischen Verschwörung trifft und auf die Outsider, deren genaue Pläne
noch im Dunkeln liegen. Bevor man sich diesem Problem widmen kann, taucht gleich
ein weiteres auf – das der »Erleuchteten«, die sich jeder Hilfe
verschlossen. Die verschollenen Jason Knight und Skyta hat es ins Nexoversum
verschlagen – und nun wird die Crew der Ikarus konfrontiert mit dem »Leid
der Schluttnicks« ...
     

 
1.
     
    Niemals hätte Aztak gedacht, dass er eines Tages froh darüber sein
würde, keine Karriere gemacht zu haben. Während er laut keuchend den
Hügel hinaufrannte, fielen ihm all die Abende ein, in denen er über
ein kalorienreduziertes Proteingetränk gebeugt in einer der schäbigeren
Fetthallen gesessen hatte, in denen die Stühle so dicht vor den Tischen
standen, dass sich nur wahre Verlierer dort niederlassen konnten. Für ihn
war selbst da immer noch genug Platz gewesen und die Scham darüber hatte
heißer in ihm gebrannt als der Orydyl-Ofen, an dem er den ganzen Tag arbeitete.
Oh, wie hatte er sein Schicksal verflucht, mit den Geistern seiner Ahnen gehadert.
    Während Aztak rannte, schwappte seine eine, magere Fettrolle auf und nieder.
Hinter sich hörte er ein Grollen, als wäre die Erde im Tal aufgebrochen
und Gustruxuteel, der große Verschlinger, sei aus den Ammenmärchen
der Kindheit auferstanden, um endlich richtig zu frühstücken. Die
Wirklichkeit war zwar anders, aber nicht wirklich besser.
    Aztak rang nach Atem und musste anhalten, auch wenn er das Tal noch nicht ganz
verlassen hatte. Sein Blut hämmerte im Kopf, als wolle es ihn zum Platzen
bringen, und seine Brust schmerzte wie Feuer – dergleichen hatte er noch
nie erlebt. Sport jeder Art – und gerade das Gewicht verzehrende Laufen!
– war in seiner Gesellschaft nur eines: eine Beschäftigung für
Verrückte.
    ›Aber lieber verrückt als tot‹, erinnerte sich Aztak und schaute
über die Schulter zurück, um sich noch einmal zu vergewissern.
    Die gesamte Talsohle, in der die Fabrik mit dem Orydyl-Ofen gestanden hatte,
war nicht mehr zu sehen. Eine fettige schwarze Wolke hing über dem Industriekomplex,
von dem die Hälfte bestimmt durch die Explosion zerrissen worden war. Schaudernd

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