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Rettungskreuzer Ikarus Band 008 - Das Janus-Elixier

Rettungskreuzer Ikarus Band 008 - Das Janus-Elixier

Titel: Rettungskreuzer Ikarus Band 008 - Das Janus-Elixier
Autoren: Irene Salzmann
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Prolog
     
    Die Etablierung der Rettungsabteilung des Freien Raumcorps ist nur unter
großen Schwierigkeiten gelungen: Ein ausrangierter Kreuzer und eine planlos
zusammengestellte, zum Teil völlig unerfahrene Besatzung wurde in eine
Feuertaufe geschickt, die beinahe in einer Katastrophe geendet hätte. Doch
die zusammengewürfelte Crew hat sich als überlebensfähig erwiesen.
Trotz aller Intrigen, die sich im Hintergrund unheilvoll zusammenbrauen und
sich bereits in einem hinterhältigen Angriff offenbart haben, steht die
Mannschaft der Ikarus hinter ihrem neuen Auftrag: Zu helfen, wo sonst
niemand zur Hilfe eilen kann, egal, wie schwierig die Situation ist. Die Gefahren
ihrer Arbeit wurden schnell offensichtlich: Sally McLennane, die Leiterin der
Abteilung, fiel beinahe einem Mordanschlag zum Opfer, und bei der Rettungsaktion
um das »weiße Raumschiff« wurden die Crewmitglieder nicht nur
mit ihren ureigenen Ängsten, sondern auch mit im Geheimen operierenden
Waffenhändlern konfrontiert. Ein geheimnisvolles Wesen namens Lear trat
auf die Bühne, doch seine Absichten sind noch unklar. Der Versuch, einen
verschollen geglaubten Forscher zu retten, führte zur Konfrontation mit
dem »Gott der Danari« – und einer Reise in die Vergangenheit.
Auf der abstürzenden Spielhölle, einer Raumstation voller Ganoven
und Vergnügungssüchtiger, hatte die Crew der Ikarus Daten über
ein Sonnensystem außerhalb des erforschten Raumes gewonnen – und
die Neugierde darauf, was in diesem Sonnensystem zu finden war, führte
schließlich zum »Requiem«, zur Vernichtung der Ikarus I .
Gebeutelt und von Selbstvorwürfen geplagt, sind unsere Helden nach Vortex
Outpost zurückgekehrt. Dort konnte sie sich bei der Verteidigung eines
Konvois und schließlich beim Angriff auf die Station durch die Gegner
Sally McLennanes im Raumcorps Verdienste erwerben: Die Verschwörung brach
zusammen, und Sally wurde wieder zur Corpsdirektorin ernannt. Zum neuen Chef
der Rettungsabteilung wurde Captain Roderick Sentenza befördert. Doch wieder
bleibt keine Ruhepause: Eine verhängnisvolle Erfindung erfordert das Eingreifen
des Rettungskreuzers – es ist das »Janus-Elixier«.
     

 
1.
     
    »... ebenso schönen Abend.« Sylvio Messier winkte seinem Gesprächspartner
knapp zu, dann verschwand sein höfliches Lächeln. Schwer atmend betrat
er die Wohnung.
    »Was ist mit Dir, Liebling?« Careena Wiland-Messier stutzte einen
Moment. Dann hauchte sie ihrem Mann den üblichen Begrüßungskuss
auf die Wange, der noch immer so zärtlich war wie bei Frischvermählten;
niemand hätte vermutet, dass sie bereits seit fast zehn Jahren verheiratet
waren.
    »Nichts weiter.« Sylvio machte eine wegwerfende Handbewegung und verzog
die Lippen zu einem missglückten Grinsen, das seine matt schimmernden Augen
nicht erreichte. »Es war ein anstrengender Tag.«
    Geräuschlos schloss sich die Tür des Appartements hinter dem Biochemiker.
Er legte seine Mappe an der Garderobe ab, schlüpfte aus den Schuhen und
hängte seine Jacke auf. Dicke Schweißperlen standen auf seiner Stirn,
als würden ihm diese einfachen Tätigkeiten alle Kraft abverlangen.
    »Du kannst mir nichts vormachen.« Sorgenfalten erschienen auf Careenas
apartem Gesicht. »Irgendetwas muss doch passiert sein. Hattest du wieder
Streit mit Dr. Nadir? Er hat dich doch nicht etwa -«
    »Gefeuert? Nein, natürlich nicht. Er braucht mich, und das weiß
er. Es war nur ein wirklich harter Tag.« Seine Hand glitt über die
Magenregion. »Vielleicht habe ich in der Kantine etwas gegessen, das mir
nicht bekommen ist. Seit dem Mittag ist mir ein wenig flau.«
    »Mein armer Liebling! Mit wem hast du gerade gesprochen?«
    »Mit Mr. Mesier. In unserem Fach war wieder eine Sendung für ihn.
Der Postbote lernt es wohl nie, unsere Namen zu unterscheiden.« Er räusperte
sich. »Weißt du was, Schatz, ich nehme zwei Trissien, gehe unter
die Dusche, und danach bin ich bestimmt wieder wie neu.«
    Sylvio umarmte Carrena flüchtig und begab sich in die Hygienezelle. Der
Druck seiner unnatürlich heißen Hände auf ihren Schultern war
kaum zu spüren gewesen.
    »Ich werde den Tisch für das Abendessen decken«, rief sie ihm
nach, unzufrieden, weil er ihr auswich, sobald sie seinen exzentrischen Vorgesetzten
erwähnte.
    Während sie eine leichte Mahlzeit für sie beide zubereitete, summte
sie eine moderne Melodie vor sich

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