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Rashminder Tage 02 (German Edition)

Rashminder Tage 02 (German Edition)

Titel: Rashminder Tage 02 (German Edition)
Autoren: Sandra Gernt
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    Rashminder Tage 2
     
    „Bist du sicher?“                                  
    „Vollkommen.“
    „Das ist ja mal …“
    „Unglaublich. Ja, ich weiß.“
    „Das war jetzt nicht das Wort, das ich im Sinn hatte. Wer hätte je gehört, wie sich zwei den Weg in die Freiheit vög…“
    „Halt’s Maul, Tjero!“
    „Ist doch wahr!“
    „Könntet ihr mal alle ein bisschen leiser sein? Ich will nicht, dass Kaiden von eurem Gegröle geweckt wird.“
    „Och, muss der süße Kleine utschi-butschi-heiabubu machen?“
     
    Kaiden hielt tapfer die Augen geschlossen und blieb regungslos liegen. Nur zu gerne wäre er jetzt aufgesprungen, um diesen Kerl zu erwürgen, der sich über ihn lustig machte. Über ihn und Eryk, um genau zu sein. Zerschlagen, wie er war, überließ er es gerne seinem Liebsten, den Spötter an die nächste Wand zu werfen und mit Prügel zu bedrohen. Immerhin war dieser Tjero früher mal ein Freund von Eryk gewesen, als der noch Mitglied der K.R.A.F.T. war. Außerdem war es viel zu angenehm, hier still zu liegen, seinen erschöpften Körper ruhen und seinen aufgewühlten Geist dahintreiben zu lassen. Seine Kehle brauchte ebenfalls Ruhe, nachdem Kaiden sich vor Angst regelrecht die Seele aus dem Leib gebrüllt hatte. Barn, dieser verfluchte Bastard, hätte sich wirklich erst einmal laut bemerkbar machen können, statt ihn einfach zu packen und mit Gewalt aus dem engen Felsspalt zu zerren, in den sich Eryk und Kaiden nach ihrer Flucht aus Karchos’ Unterschlupf versteckt hatten. Kaidens Arme und Schultern schmerzten, da Eryk ebenso verzweifelt wie vergeblich versucht hatte, ihn festzuhalten. Schrammen und Kratzer überzogen seinen Körper von oben bis unten, nachdem er über unebenes Gestein hin- und hergezogen worden war. Seine Angst war in schierer Panik geendet, sobald Barn das Tauziehen um Kaidens Leib gewonnen und ihn gewaltsam ins Freie geschleudert hatte. Ohne ihn aufzufangen, versteht sich. Lark – der Größere – hatte seine liebe Not gehabt, Kaiden zum Schweigen und Eryk, der kampfbereit hinterhergesprungen war, zur Ruhe zu bringen. In der fast vollständigen Dunkelheit der mondlosen Nacht war es nun einmal nicht sofort ersichtlich gewesen, dass sie von einem Rettungstrupp statt von Feinden aufgespürt worden waren.
     
    „Lass ihn leben, komm schon!“
    Kaiden erkannte Tardis’ Stimme, der offenbar versuchte, Eryk an einem Mord zu hindern. Tjero war selbst schuld, fand Kaiden. Er riskierte nun doch einen kurzen Blick und sah zufrieden, wie sich dieser Kerl stöhnend am Boden wand, während Eryk wutschnaubend über ihm stand. Er sah allerdings auch, dass einige der Spezialgardisten mit Tjero sympathisierten. Kaiden seufzte innerlich. Egal, wie sehr er darunter leiden musste, er konnte durchaus verstehen, woher diese an Hass grenzende Abscheu stammte. Er selbst war in dem Bewusstsein erzogen worden, dass Liebe unter Männern verdammenswert und widernatürlich und vor allem Magiern aus gutem Grund bei Todesstrafe verboten war. Eryk und er konnten froh über jeden sein, der sie stumm tolerierte oder es auf irgendeine Weise anrührend fand, dass sie sich liebten. Und dass der König selbst dafür gesorgt hatte, dass sie es tatsächlich ausleben durften.
    „Na, wieder bei uns?“
    Lark d.G. erschien in Kaidens Sichtfeld und lächelte auf ihn herab. Kaiden grimassierte bestätigend. Bewegen wollte er sich immer noch nicht freiwillig. Abgesehen von Kratzern hatte er sich beim Sturz aus über drei Schritt Höhe heftige Prellungen zugezogen, die ihm jetzt Probleme bereiteten. Als Magier heilte er zwar schnell, trotzdem würde es länger dauern, bis alles gut war. Irgendwie gewöhnte sich Kaiden bereits daran, ständig verletzt und erschöpft in irgendeiner Ecke zu liegen. So viel geschlafen wie in den vergangenen paar Tagen hatte er seit Monaten nicht mehr!
    „Alles in Ordnung mit dir?“ Eryk beugte sich über ihn und zog Kaiden ohne weitere Umstände in seine Arme. Halb sitzend, halb liegend ertrug er zähneknirschend das Stechen, Brennen und stumpfe Pulsieren seines geschundenen Körpers. Was war schon das bisschen Schmerz, wenn er dafür in der vertrauten Wärme und Sicherheit seines Liebsten versinken durfte? Er brauchte es so dringend, um die Albträume in Schach zu halten. Zumal sie jetzt von der Illusionsmagie ihrer Ringe beschützt wurden und die anderen sie weder belauschen noch begaffen konnten. Mit Lark als einziger Ausnahme, doch der wandte

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