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PR TB 239 Paladin

PR TB 239 Paladin

Titel: PR TB 239 Paladin
Autoren: Perry Rhodan
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Lederhaut seines dunklen Gesichts unterstrich diesen Eindruck
noch. Es bedurfte schon eines guten Blickes, um in
    seinen Augen die Wärme und Herzlichkeit zu erkennen, die
einen großen Teil seines Charakters ausmachten.
    Baccara hatte dies frühzeitig erkannt und sich der LEMY
DANGER mit einem schnellen Entschluß verschrieben. Viel wußte
sie über Vau nicht, denn er redete selten über seine
Vergangenheit. Er flog die LEMY DANGER aber schon seit 25 Jahren und
war die meiste Zeit mit ihr für den Personen- und Warentransport
im All gewesen.
    Der jetzige Auftrag, die Erschließung neuer Welten für
die Kosmische Hanse, war der erste seiner Art für den Leichten
Holk. Baccara kannte die Gründe für diese Mission. Perry
Rhodan hatte die Zeichen der Zeit erkannt. Die Kosmische Hanse war
praktisch aufgebaut. Sicher gab es überall noch viel zu tun, um
das mächtige Handelsgebilde der Milchstraße zu festigen.
    Nur wenige Schiffsbesatzungen wußten zu dieser Zeit um die
wahren Hintergründe, die Rhodan zu diesen gewaltigen Aktivitäten
veranlaßt hatte. Die kosmische Szene wurde von einer
schwelenden Auseinandersetzung geprägt, die zwischen zwei
Superintelligenzen, ES und Seth-Apophis, geführt wurde.
    Baccara war mit dieser Mission in einen praktisch nicht bekannten
Randsektor der Milchstraße in diese Hintergründe
eingeweiht worden. Es gab bereits zahlreiche Anzeichen für das
Wirken von Seth-Apophis, aber die letzten Beweise dafür fehlten.
Die heimatliche Galaxis war groß. Einhunderttausend Lichtjahre
im Durchmesser und etwa fünfunddreißigtausend Lichtjahre
dick, da paßten Abermilliarden von Sternen mit ihren Planeten
hinein, die die undenkbarsten Lebensformen oder physikalischen
Phänomene hervorbringen konnten. Niemand konnte selbst heute im
Jahr 423 der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, welches dem Jahr 4010
der alten Zählung entsprach, mit einer Genauigkeit von nur zehn
Prozent Abweichung sagen, wie viele Sterne die Milchstraße
ausmachten.
    Eine Expedition in kaum erforschte Randzonen oder in die
Sternenballungen des Zentrums war daher immer mit normalen Risiken
behaftet. Nun kam hinzu, daß Perry Rhodan es nicht gänzlich
ausschließen konnte, daß der Gegner von ES hier schon Fuß
gefaßt oder zumindest Beobachter ausgesetzt hatte.
    Einige Anzeichen sprachen dafür. Vorsicht war geboten, und
Expeditionen, wie sie nun zur Erweiterung des Einflußbereichs
der Kosmischen Hanse erforderlich waren, durften nur von erfahrenen
Leuten geführt werden.
    Jackjack Vau war so ein Mann, das wußte die Bordmanagerin.
Um so mehr freute sie sich, daß der Kommandant die Zeit fand,
seine Patienten zu besuchen.
    Was Baccara jedoch wunderte, war das Tablett, das neben dem
Kommandanten in der Luft schwebte, als dieser die Medostation betrat.
Zweifellos handelte es sich dabei um eine Antigravplattform, aber
eine so kleine Ausgabe hatte sie noch nie gesehen.
    Auch die beiden Gestalten, die darauf hockten, erregten ihre
Aufmerksamkeit. Nur mit Mühe konnte sie feststellen, daß
es sich um männliche Wesen bei den beiden lindgrünen
Gestalten mit den pechschwarzen, langen Haaren handelte.
    Siganesen! durchzuckte es sie.
    “Ich freue mich, daß es euch besser geht", sagte
Jackjack zur Begrüßung. “In ein paar Stunden seit
ihr wieder auf den Beinen, sagt der Doc."
    Er zog sich einen Stuhl heran und setzte sich auf die linke Seite,
wo das Bett von Utah stand. Die Plattform mit den beiden männlichen
Siganesen schwebte nun dicht neben seinem Kopf.
    “Was ist denn geschehen?" Diese Frage interessierte
Baccara am meisten.
    “Was mit dir geschehen ist", antwortete der Kommandant,
“können dir unsere kleinen Freunde viel besser berichten."
    “Klein verbitte ich mir", grölte der eine der
Siganesen von der Plattform herab. “Entschuldigung",
lenkte Vau rasch ein, denn er kannte die Empfindlichkeit vieler
Siganesen, wenn es um ihre Körpergröße ging.
    “Kein Terraner hätte Baccara vor dem tödlichen
Sturz bewahren können", versuchte der andere zu schreien,
aber es klang eher wie ein Gezirpe. Er schaltete ein kaum noch
sichtbares Gerät ein, und nun war seine Stimme in normaler
Stärke zu hören. “Was während des Linearflugs
geschah", fuhr Jackjack Vau fort, “ist uns noch unklar.
Die Wissenschaftler rätseln herum, denn das Phänomen ist
uns unbekannt. Ich hatte das Gefühl, als seien wir im
Zwischenraum gegen ein Hindernis geprallt. Natürlich stimmt das
nicht, denn dann wäre von der guten, alten DANGER nichts

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