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PR TB 195 Der Galaktische Spieler

PR TB 195 Der Galaktische Spieler

Titel: PR TB 195 Der Galaktische Spieler
Autoren: Perry Rhodan
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Prolog
    66 Jahre nach dem Zerfall des Vereinten Imperiums und der
Galaktischen Allianz - man schrieb das Jahr 2396 n. Chr. - verfügte
Terra über 1112 Planeten in 1017 Sonnensystemen. Dazu kamen noch
1200 Welten der sogenannten Außenringgattung. Die Heimwelt
Terra, Sitz der Solaren Regierung und Lebenskeim des Sternenreichs,
wies eine Bevölkerung von 7 Milliarden Menschen auf. Die
Auswanderung zu neuentdeckten oder noch nicht voll erschlossenen
Planeten wurde mit allen Mitteln gefördert.
    Nach der Vernichtung von Arkon III hatte sich das alte
Arkonidenreich im Verlauf der 66 Jahre in mehr als tausend
Interessenverbände aufgesplittert. Ehemalige Gouverneure machten
ihre Besitzansprüche geltend.
    Die Arkoniden bemühten sich mit allen Mitteln, die
Arkonidenkolonien zu übernehmen. Springer, Aras, Antis und etwa
zweitausend andere Völker, die aus dem Arkonidenstamm
hervorgegangen waren, versuchten zu retten, was noch zu retten war.
    Das Großraumgebiet der Milchstraße war zu einem
gefährlichen Dschungel zwischen den Sternen geworden. Es war
eine Kunst für
    sich, Bedrängten zu helfen, Mächtige in ihre Schranken
zu weisen und die Interessen der Menschheit zu wahren.
    Offene militärische Aktionen verboten sich unter diesen
Umständen von selbst, da jede Demonstration der Stärke neue
Machtballungen unter den Gegnern des Solaren Imperiums hätte
provozieren können. Kam es zu bedrohlichen Konflikten unter den
verschiedenen Völkern der Galaxis, dann mußten sie auf
unauffällige Weise bereinigt werden. Die Agenten der SolAb und
die Spezialisten der USO befanden sich in ständiger
Alarmbereitschaft. Ständig trafen Informationen aus allen Teilen
der Milchstraße auf der Erde ein und wurden hier in die
verschiedenen Kanäle der Abwehrorganisationen und Geheimdienste
gelenkt. So konnte oftmals schon eine Gefahr ermittelt und behoben
werden, bevor sie der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.
Viele zur Macht Strebende aber wußten, wie aufmerksam SolAb und
USO waren. Und eingedenk dessen trafen sie ihre Vorbereitungen...

1.
    Das Kreischen der Grantinzy-Affen hallte durch die Schlucht.
Tausendfach brachen sich die Schreie an den steil aufsteigenden
Felswänden und hallten von den gegenüberliegenden Wänden
wider, so daß sich eine endlos erscheinende Kette von Echos
ergab.
    Giustino Fomasi schob sich vorsichtig voran. Er trug eine
Kombination aus einem synthetischen Stoff, der sich den wechselnden
Farbbedingungen seiner Umgebung anpaßte. Als er über eine
Felsplatte lief, färbte sich die Kombination vorübergehend
graubraun, nahm aber wieder eine grüne Färbung an, als er
in ein Gebüsch vordrang.
    Fomasi hielt ein Stahlkatapult in den Händen. Mit dieser
Waffe hoffte er, die halbintelligenten Affen überwinden zu
können.
    Neben einem Wasserfall verharrte er, als er die Grantinzy-Affen
endlich sah. Sie turnten ausgelassen auf einigen Bäumen herum,
die sie weitgehend kahl gefressen hatten, so daß nur noch das
weiße Holz geblieben war.
    Fomasi fuhr sich mit dem Handrücken über die Lippen.
    Der Anblick der Herde war überwältigend. Er schätzte,
daß sich etwa zweihundert Affen auf dem Plateau vor ihm
befanden. Das waren mehr, als er in seinem ganzen Leben zu Gesicht
bekommen hatte.
    Der Wert dieser Horde war in Geld gar nicht auszudrücken.
    Fomasi zog sich einige Schritte weit zurück und kauerte sich
hinter einem Busch auf den Boden. Dann holte er aus seiner Tasche
eine Reihe von Stahlbolzen. Sie waren kurz und dick und an ihrem Ende
mit einem Dorn versehen. Sie töteten hauptsächlich durch
die
    Aufschlagswucht und den Schock, den sie dabei auslösten.
    Fomasi hob das Katapult und legte einen Bolzen in das Zugband.
Doch dann ließ er die Waffe noch einmal sinken. Er drehte sich
langsam um sich selbst, wobei er seine Umgebung sorgfältig
absuchte. Er hatte den Grund einer Schlucht erreicht, die etwa
zweihundert Meter tief und einhundert Meter breit war. Sie zog sich
über mehr als zweihundert Kilometer hin und erlaubte nur an
wenigen Stellen den Abstieg. Die Felswände waren so steil und
glatt, daß selbst die Affen sie nicht überall erklimmen
konnten.
    Wo sich Einbrüche, Spalten oder Vorsprünge gebildet
hatten, wucherten tropische Pflanzen. Doch für sie interessierte
sich der Terraner nicht. Er wollte wissen, ob er wirklich allein war
oder ob sich irgendwo ein Beobachter verbarg.
    Etwa zehn Minuten verstrichen. Dann war sich Fomasi sicher, daß
er nichts zu befürchten hatte.
    Er spannte das

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