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Pearls of Passion: Ertappt! (German Edition)

Pearls of Passion: Ertappt! (German Edition)

Titel: Pearls of Passion: Ertappt! (German Edition)
Autoren: Portia Da Costa
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ein Feuer, das die sonst im Haus übliche Kühle verdrängt. Die dicken Vorhänge sind zugezogen, verschiedene Lampen verströmen goldenes Licht, das die polierten Antiquitäten schimmern lässt.
    Überflüssigerweise schmeichelt das Licht auch dem Marquis – obwohl er das überhaupt nicht nötig hat. Er sieht umwerfend aus. Wie immer ist er ganz in Schwarz gekleidet. Seine langen Beine stecken in Jeans, bedecken die muskulösen Oberschenkel und seinen Hintern wie eine zweite Haut. Als er sich aus den Tiefen des Sessels erhebt, stelle ich mir eine Sekunde vor, wie ich ihn mit Schlägen strafe …
    Blut steigt mir in die Wangen, und ich laufe langsamer. Eine Welle der Schuld überspült mich bei diesem ketzerischen Gedanken. Ich öffne meinen Mund, aber kein Ton kommt heraus.
    Er lächelt mich an. “Bitte, tritt doch näher, Rose. Möchtest du etwas trinken?”
    Auf dem Beistelltisch neben dem Sessel entdecke ich ein frostiges Glas mit einer klaren Flüssigkeit. Was ist das: Wodka? Wasser? Gin?
    “Ähm … ja.” Ich werfe einen Blick auf die Hausbar, habe aber keine Ahnung, was in den Flaschen ist. “Was immer Sie nehmen, bitte.”
    “Eine vortreffliche Wahl … und bitte nimm doch Platz.” Wie ein höfischer Ritter weist er galant zu einem Stuhl vor dem Kamin. Ich spüre, wie seine Blicke mir folgen, als ich dorthin gehe und mich setze. Ich habe schreckliche Angst, ich könnte fallen, obwohl ich keine spitzen Absätze trage, die sich im Teppich verfangen könnte.
    Endlich sitze ich auf dem Stuhl und schaue ihm zu, wie er meinen Drink mixt: Rasch gibt er eine klare Flüssigkeit, Eis und eine Scheibe Zitrone in ein Glas und lässt mich dabei nicht aus den Augen.
    Ich habe mich für diesen Abend sorgfältig gekleidet.
    Jeans, aus denen man sich unbeholfen herauswindet, kamen nicht in Frage. Schon deshalb nicht, weil ich so ein kurviges Hinterteil habe. Auch einen Minirock wollte ich nicht anziehen. Das wäre in der Gegenwart dieses Aristokraten nicht ladylike gewesen. Ich möchte mich schließlich seiner würdig erweisen.
    Also habe mich ich für einen wadenlangen, weit schwingenden Sommerrock entschieden und ein geknöpftes Top im gleichen Pink wie der Rock. Darüber eine dünne Baumwolljacke, und darunter meine schönsten Dessous. Ich will ihm schließlich gefallen …
    Der Marquis durchquert den Raum und reicht mir meinen Drink, dann kehrt er zu seinem eigenen Sessel zurück. Einen Moment lang herrscht Stille. Mir ist unbehaglich zu Mute, er dagegen ist offensichtlich komplett relaxed, und ich nutze den Moment, um seine makellose Erscheinung zu bewundern. Gesammelt und zugleich entspannt sitzt er da. Seine Beine hat er ausgestreckt und übereinandergeschlagen. Er trägt Stiefel.
    Meine Güte, Stiefel! Als ich sie sehe, fahre ich zusammen. In meinem Bauch regt sich etwas, meine Fut krampft sich zusammen – alles nur, weil diese Stiefel ein untrügliches Zeichen für sein Auftreten als mein Lord und Master sind. Sie sind alt, weich, blank poliert und nicht besonders hoch, aber trotzdem macht mich ihr Anblick schwach.
    Wie mich sowieso in seiner Gegenwart eine vage Schwäche befällt. Er trägt ein exquisites schwarzes Seidenhemd mit langen, lose geschnittenen Ärmeln, das um seinen Körper zu schweben scheint. Der Kragenknopf ist geschlossen, und ich muss meinen Wunsch bekämpfen, auf Händen und Knien durch den Raum zu kriechen und sein Hemd aufzureißen, damit ich seine Kehle und seine Brust küssen und an seinen Nippeln saugen kann.
    Und nicht nur seine Nippel.
    Sein schwarzes Haar glänzt seidig und frisch gewaschen, und sein feingeschnittenes Gesicht schimmert von einer sorgfältigen Rasur.
    Offensichtlich hat er sich auf diesen Abend genauso gründlich vorbereitet wie ich, was für mich nur ein weiterer Grund ist, ihn zu vergöttern.
    Ich versuche, über meine Nervosität hinwegzukommen, indem ich einen Schluck von meinem Drink nehme. Wie ich vermutet habe, ist es Gin, und nur wenig Tonic mildert die Schärfe. Tatsächlich ist er so stark, dass ich fast husten muss, aber ich bin dankbar für die Wärme, die sich in meinem Magen ausbreitet.
    “Nun … da wären wir also”, sagt der Marquis freundlich und sieht mich über den Rand seines Glases nachdenklich an. Dann nimmt auch er einen großen Schluck. Als er schluckt, beobachte ich, wie sich sein Kehlkopf zusammenzieht und wieder weitet, blass und irgendwie sinnlich.
    “Ähm … ja, da wären wir”, stammele ich. Die zunehmende Spannung in meinem

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