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Pakt des Bosen

Titel: Pakt des Bosen
Autoren: Gerling V S
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Herrn Fachner in Ihre Sommerresidenz eingeladen, mit dem Hinweis, es wären dann auch schöne und junge Frauen anwesend?“
    Rizzitelli wurde nun wütend. „Was hat das denn mit dem Erfolg im Nahen Osten zu tun?“, brauste er auf.
    Johnson und Cusack warfen sich einen Blick zu.
    â€žNichts, Herr Ministerpräsident. Überhaupt nichts. Das trifft ja übrigens auch auf Ihre Beteiligung zu“, meinte Cusack.
    â€žSie sagten vorhin, dass Präsident Clifford und Bundeskanzler Gerling vor etwa drei oder vier Monaten auf Sie zukamen und Ihnen von dem Plan erzählt haben, richtig?“ Ohne auf eine Antwort zu warten, fuhr Johnson fort. „Das ist merkwürdig, Herr Ministerpräsident. Denn vor drei oder vier Monaten wussten Präsident Clifford und Bundeskanzler Gerling noch gar nichts von diesen Plänen.“
    â€žAber sie haben mich kontaktiert!“, rief Rizzitelli.
    â€žTatsächlich? Das ist ja ein Ding. Präsident Clifford und Bundeskanzler Gerling kontaktierten Sie, um Sie über Pläne zu informieren, von denen sie noch gar nichts wussten. Das macht Sinn, oder David?“
    â€žUnbedingt, Paul“, bestätigte Cusack. „Das ist wohl so ein Psychoding, von dem wir nichts verstehen“, meinte er. „Wie Gedankenübertragung oder so.“
    Rizzitelli verlor nun vollends die Beherrschung.
    â€žWollen Sie etwa behaupten, dass Don Rizzitelli lügt?“, brüllte er die beiden Journalisten an. „Wollen Sie das behaupten?“
    Cusack warf Johnson einen abschätzenden Blick zu.
    â€žWas meinst du, Paul, wollen wir das behaupten?“
    â€žJa, ich denke, das wollen wir“, meinte Johnson. „Herr Ministerpräsident, Sie hatten mit dem Nahost-Friedensplan nichts zu tun. Einzig und alleine Präsident Clifford und Bundeskanzler Gerling haben daran Anteil. Nach unseren Informationen hat Bundeskanzler Gerling Sie am 13. September darüber informiert, was er und Präsident Clifford vorhatten. Daraufhin haben Sie um mehr Beteiligung Ihrer Person an diesem historischen Ereignis geradezu gebettelt. Nachdem dies abgelehnt wurde, haben Sie sich sogar im Ton vergriffen und den Bundeskanzler beleidigt. Und nun versuchen Sie seit mehreren Tagen Präsident Clifford und Bundeskanzler Gerling ans Telefon zu bekommen – erfolglos. Und bevor Sie jetzt wieder ans Telefon laufen, um den Kanzler anzurufen – von ihm haben wir unsere Informationen nicht. Er stand uns für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung.“
    Wutentbrannt stand Rizzitelli auf und versuchte, das Mikrofon von seinem Revers zu lösen. Als ihm das nicht gelang, riss er es einfach ab, warf es auf den Boden und stürmte aus dem Studio.
    Ein Livemitschnitt des Interviews wurde zehn Minuten später auf der Homepage von YouTube veröffentlicht. Innerhalb der ersten zwei Stunden wurde es mehr als zehn Millionen Mal aufgerufen. Die detaillierten Informationen der beiden US-Journalisten kamen tatsächlich nicht vom Bundeskanzler. De Vries und Huber hatten dafür gesorgt, dass sie von dem, was sich in Rom abgespielt hatte, erfuhren. Das Risiko, dass der Kanzler darauf wütend reagierte, nahmen sie in Kauf.
Washington, DC, 25. September, 16.05 Uhr
    â€žMister President, die Bombe wurde sichergestellt und die vier Soldaten sind in Haft“, verkündete McAllister. Präsident Clifford ballte die Faust und stieß einen stummen Jubelschrei aus.
    â€žDanke, General. Das sind gute Nachrichten“, sagte er und legte den Hörer auf. Dann sah er Laymann und Ryan an.
    â€žEigentlich hätte ich gern, dass Hashemian erfährt, dass wir eben einen Atomschlag auf Teheran verhindert haben“, sagte er.
    â€žDas kann ich gut verstehen, Sir. Aber es würde mehr Fragen aufwerfen, als uns gut tun kann“, gab Laymann zu bedenken.
    Ryan stimmte dem zu.
    â€žSir, auch ich kann diese Gedanken sehr gut nachvollziehen. Aber Josh hat Recht, die Fragen, die man uns stellen würde, wären sehr unbequem. Wir haben jetzt schon Schwierigkeiten, die Abgänge von Russman, Fowler, Patterson und Carpenter zu begründen.“
    â€žJa, ich weiß. Trotzdem ist es schade, dass die Wahrheit wohl niemals ans Tageslicht kommen wird. Wir hätten der Islamischen Welt beweisen können, dass wir ihr nichts Böses wollen“, meinte Clifford enttäuscht.
    Laymann räusperte sich. „Bei allem Respekt, Sir. Hochrangige US-Politiker und

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