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Nur wenn du mich hältst (German Edition)

Nur wenn du mich hältst (German Edition)

Titel: Nur wenn du mich hältst (German Edition)
Autoren: Susan Wiggs
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begrüßte.“ Er hielt inne, einen verträumten Ausdruck in den Augen. „Ich kann es kaum beschreiben, Kim. Es war, als wäre in seinem Inneren ein Licht entzündet worden, das seitdem nicht eine Sekunde aufgehört hat zu brennen.“
    „Sie wird hier wohnen … in Avalon.“
    „Das stimmt. Im Moment sind sie im Inn am Willow Lake. Ich ertrug es nicht, von meinem Sohn getrennt zu sein. Beinahe ebenso wenig, wie ich es ertrage, von dir getrennt zu sein.“
    Ihr Herz stolperte. Wusste er, wie sehr er ihr mit seinen Worten wehtat? Was dachte er sich nur? „Lass uns nicht wieder damit anfangen.“ Sie verschränkte die Arme vor ihrem Oberkörper. Gerade war sie dabei herauszufinden, wie sie ohne ihn weiterleben konnte, und nun war er zurück und drohte, seinen Platz in ihrem Herzen wieder einzunehmen. Verwirrt platzte sie mit dem einzig klaren Gedanken heraus, der ihr durch den Kopf schoss: „Ich bin immer noch im Bademantel.“
    „Und ich bin immer noch in dich verliebt.“ Sanft umfasste er ihre Schultern. Als spüre er die Einwände, die in ihr aufwallten, legte er ihr einen Finger auf die Lippen. „Lass mich ausreden. Ich wollte dich nie verlassen“, sagte er. „Aber ich habe es um AJs willen getan. Das ist jetzt nicht mehr notwendig, und als ich das erkannte, bekam ich Angst.“
    „Du? Vor was?“ Sie musterte sein Gesicht und fragte sich, wie sie auch nur einen Tag ohne ihn überlebt hatte.
    „Davor, dass es uns nicht bestimmt sein könnte, zusammen zu sein. An dem Abend im ‚Pierre‘, als ich beobachtete, wie du dich mit den ganzen Leuten unterhalten hast, habe ich mein Vertrauen in uns verloren. Du hättest mich beinahe davon überzeugt, dass wir zu verschieden sind, aus zu unterschiedlichen Welten kommen. Aber rate mal? Mir ist klar geworden, dass das alles nicht zählt. Ich bin perfekt für dich. Vielleicht haben wir einiges falsch gemacht, doch bei dem, was wirklich wichtig ist, lagen wir richtig. Ich liebe dich, Kim. Und das werde ich immer tun.“
    Sie spürte, wie ihr eine Träne entschlüpfte. „Ich liebe dich auch, aber …“
    „Kein Aber. Ich bin noch nicht fertig. Ich muss dich etwas fragen.“
    Kim atmete nicht, wagte nicht, den Blick von seinem Gesicht zu lösen. „Ich bin ganz Ohr.“
    Er lachte leise und nahm ihre Hände in seine. „Okay. Was hast du mit dem Rest deines Lebens vor? Weißt du, ich habe diese großen Pläne, doch ohne dich funktionieren sie alle nicht. Denn du bist der Hauptgrund für meine Pläne – ich möchte mit dir zusammenleben, dich für den Rest meines Lebens lieben, so etwas in der Art. Außerdem bekommst du zum gleichen Preis noch ein Kind dazu, und zwar das beste der Welt.“
    Kim stellte sich vor, mit Bo zusammen zu sein – einem Mann, der ihr bester Freund geworden war, ihr Liebhaber, der Hüter ihrer Hoffnungen und Träume –, und sie hatte Angst, so glücklich zu sein. Angst, darauf zu vertrauen, dass sie das verdient hatte, dass es halten könnte. „Weißt du, als ich heute Morgen aufgestanden bin, hatte ich nicht erwartet … dass das, was auch immer das hier ist, passieren würde.“
    „Ach Honey.“ Er schob eine Hand tief in seine Hosentasche und holte eine kleine Schachtel heraus. „Welchen Teil von Willst du mich heiraten? verstehst du denn nicht?
    Von einem Samtbett aus blinzelte ihr ein Brillant zu.
    „Sag Ja“, drängte Bo. „Komm schon, du bringst mich noch um.“
    Aufseufzend schlang sie die Arme um ihn und flüsterte ihm so oft ein Ja ins Ohr, dass sie den Überblick darüber verlor. Als sie zu ihm aufschaute, erblühte in ihrem Herzen eine Welt voller Möglichkeiten. Alles lag vor ihr. Alles konnte passieren. Und es begann genau in diesem Moment.
    – ENDE –

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