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MoR 02 - Eine Krone aus Gras

Titel: MoR 02 - Eine Krone aus Gras
Autoren: Colleen McCullough
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Das Buch
    Eine Krone aus Gras, das Zeichen für die höchste Macht in Rom, schenkt die reiche Adlige Julia ihrem Geliebten, dem verarmten Patrizier Sulla.
    Bestärkt durch die adligen Familien der Stadt, denen jede Intrige zum Erhalt ihrer Privilegien recht ist, will Sulla mit dem Griff nach der Macht nicht mehr warten, bis Gaius Marius, der siegreiche General und Retter der Republik, endgültig abtritt. Mit dem Heer, das er gegen König Mithridates führen soll, nimmt er Rom in Besitz.
    Doch der Kampf der Titanen ist noch längst nicht entschieden. Noch einmal wendet sich das Blatt.
    Marius wird zum siebten Mal zum Konsul gewählt, und der verbitterte alte Mann rächt sich entsetzlich an den Anhängern seines früheren Weggefährten Sulla.
    *
    Aus diesmal gilt, was Die Rheinpfalz über Colleen McCulloughs Bestseller »Die Macht und die Liebe« schrieb: »Detailgetreue Orts-und Zeitbeschreibungen stellen der Autorin ein hervorragendes Zeugnis exakter Recherchen aus. Daß sie darüber hinaus die geschichtlichen Ereignisse an die Seite eines überaus interessanten Familienschicksals zu stellen versteht, erhebt ihren Geschichtsroman fast schon in den Rang eines zeitgeschichtlichen Dokuments.«
    Es ist das Rom der machthungrigen Frauen und ränkeschmiedenden Senatoren, eine Stadt voller Verrat und Liebe. Und schon taucht am Horizont ein neuer, strahlender Name auf: Gaius Julius Caesar.
Die Autorin
    Colleen McCullough ist vor allem bekannt für ihren Roman „Die Dornenvögel“, der auch verfilmt wurde. Sie wurde 1937 in Wellington, New South Wales in Australien geboren. McCullough ist gelernte Neurologin und arbeitete in verschiedenen Krankenhäusern in Sydney und im Vereinigten Königreich, bevor sie sich für zehn Jahre ans Institut für Neurologie an die Yale Medical School in New Haven in den USA verpflichtete. Dort merkte sie bald, dass sie mehr Lust hatte, Romane zu schreiben als sich mit DNA zu befassen.
    Nach ihrem ersten literarischen Erfolg „Tim“, der auch mit Mel Gibson verfilmt wurde, schrieb sie ihr bislang berühmtestes Buch „Die Dornenvögel“. Nach intensiven Recherchen begann sie die sechsteilige Reihe über die letzten Jahre im alten Rom. Die Intensität ihrer Recherchen brachte ihr 1993 den Titel „Doctor of Letters“ der Macquary University ein.
    Sie ist Mitglied der New York Academy of Sciences und der American Association for the Advancement of Science. Colleen McCullogh ist berechtigt, in ihrem Namen das Kürzel AO zu tragen, Officer of the Order of Australia, einem australischen Pendant zum Order of the British Empire.
    Heute lebt sie zurückgezogen mit ihrem Mann auf Norfolk Island, einer kleinen Insel im Südpazifik.

I. Kapitel
    Das Aufregendste, was in den letzten fünfzehn Monaten passiert ist«, sagte Gaius Marius, »das war doch der Elefant, den Gaius Claudius bei den Römischen Spielen zeigte.«
    Aelia strahlte. »Ganz wunderbar war er«, rief sie, lehnte sich auf ihrem Stuhl nach vorne und griff in die Schale mit den großen grünen Oliven, die aus Hispania Ulterior importiert worden waren. »Wie er auf seinen Hinterbeinen herumtapste! Und auf allen vieren tanzte! Und auf einem Sofa saß und sich selbst mit dem Rüssel fütterte!«
    Lucius Cornelius Sulla sah seine Frau verächtlich an und sagte kalt: »Was gefällt den Menschen eigentlich so daran, wenn Tiere Menschen nachäffen? Der Elefant ist die edelste Kreatur der Welt. Gaius Claudius Pulchers Tier kam mir wie eine doppelte Karikatur vor — die Karikatur eines Menschen und die eines Elefanten.«
    Für den Bruchteil einer Sekunde entstand eine Pause, die von allen im Speisezimmer Anwesenden mit Unbehagen registriert wurde. Dann lenkte Julias fröhliches Lachen die Aufmerksamkeit von der unglücklichen Aelia ab. »Ach komm, Lucius Cornelius, er war der absolute Liebling von allen!« sagte sie. »Ich habe ihn jedenfalls auch sehr bewundert — er war so klug und so eifrig! Und wie er den Rüssel hob und im Rhythmus mit der Trommel trompetete — erstaunlich! Und er schien es gern zu tun.«
    »Seine Farbe gefiel mir so gut«, warf Aurelia ein, um auch etwas zu sagen. »Rosa!«
    Aber Lucius Cornelius Sulla hörte schon nicht mehr zu. Er hatte sich umgedreht und redete nun mit Publius Rutilius Rufus.
    Julia seufzte mit traurigen Augen. »Gaius Marius«, sagte sie zu ihrem Mann, »ich glaube, es ist Zeit, daß wir Frauen uns zurückziehen und euch Männer dem Wein überlassen. Entschuldigt uns bitte.«
    Marius’ Hand kam über

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