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Monster in Rocky Beach

Monster in Rocky Beach

Titel: Monster in Rocky Beach
Autoren: Ben Nevis
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Bigfoot
    Onkel Titus senkte die Zeitung und lachte laut auf. »Ein Monster in der Schlucht bei Rocky Beach! Wer hat sich denn so einen Unsinn ausgedacht?!«

    »Ein Monster im Canyon?« Justus Jonas, sein Neffe, blickte überrascht auf. Auch Peter Shaw und Bob Andrews, mit denen Justus das Detektivteam die drei ??? bildete, wurden hellhörig. Zusammen mit Tante Mathilda saßen sie gerade beim Nachmittagstee – vielmehr beim Nachmittags kuchen . Es gab nämlich wieder einmal Tante Mathildas berühmten Kirschkuchen. Dies war die Belohnung dafür, dass die drei Jungs eine Stunde beim Aufräumen auf dem Schrottplatz geholfen hatten. Dort handelte Justus’ Onkel Titus mit allerhand Gegenständen, die für andere Leute wertlos geworden waren: zum Beispiel alte Computer, rostige Schrauben oder abgefahrene Reifen. Tante Mathilda hielt diese Dinge für Plunder, aber für ihren Mann waren sie kostbare Wertstoffe .
    »Bitte, Onkel Titus, lass mich mal lesen!«, drängelte Justus. Doch sein Onkel machte keinerlei Anstalten, ihm die Zeitung zu reichen. »Erst noch der Sportteil«, knurrte er.
    »Mich interessiert das Monster auch«, verkündete da Tante Mathilda nachdrücklich. Erstaunt sah ihr Mann auf. »Mathilda, du glaubst doch nicht etwa an solche Märchen? Lebewesen aus der Urzeit, die zufällig in der Schlucht bei Rocky Beach tausende von Jahren überlebt haben? Blödsinn!«
    »Ich habe da mal ein Buch gelesen ...«, setzte Tante Mathilda an. Doch Onkel Titus unterbrach sie. »Das Buch von diesem Mister Blazar, ich weiß. Es lag ja wochenlang auf deinem Nachttisch. Aber das ist doch alles erfunden! Ein gewisser Bill Taylor aus Rocky Beach behauptet, ein Monster entdeckt zu haben. Haha! Er ist übrigens ein ehemaliger Schulkamerad von mir. Vor zwei Wochen erst habe ich einen alten Kühlschrank bei ihm abgeholt. Er ist Buchhalter und Hobby-Biologe. In jeder freien Minute rennt er durch die Natur, und anschließend belästigt er die Menschheit mit seinen seltsamen Entdeckungen: springende Spinnen, angriffslustige Pflanzen, seltsame Lichter am Himmel.« Onkel Titus vertiefte sich noch mal in den Zeitungsartikel. »Das Monster soll eine Mischung aus Affe und Bär sein. Hier, da ist sogar ein Bild. Unscharf natürlich.« Er hielt Justus die Zeitung hin. Auch Peter und Bob beugten sich neugierig über das Blatt. Schemenhaft war auf dem Foto ein Wesen mit langen, zotteligen Haaren zu erkennen, das sich auf die Hinterbeine gestellt hatte.
    »Ich finde, es sieht ganz kuschelig aus«, sagte Tante Mathilda und goss sich mit etwas beleidigter Miene Kaffee nach. »Nicht so widerborstig, wie du es manchmal bist, Titus!«
    »Ach Mathilda, ich glaube nun mal nicht an so einen Quatsch!«
    Inzwischen hatte sich Justus die Zeitung geschnappt, und die drei ??? lasen den ganzen Bericht. Im Canyon gab es viele abgelegene Stellen. An einigen war noch nie ein Mensch gewesen. Bill Taylor hatte diese Gegenden durchstreift. Plötzlich war das Monster aufgetaucht und hatte ihn angegriffen. Taylor war geflohen und hatte im Wegrennen noch schnell ein Foto geschossen.
    »Dürfen wir den Artikel behalten?«, fragte Justus. Sein Onkel nickte. Die drei ??? sprangen auf. »Was habt ihr vor, Jungs?«, fragte Tante Mathilda. »Freunde treffen«, antwortete Justus und grinste.
    Freunde treffen war ein Codewort der drei ??? für ihr Geheimversteck, die Kaffeekanne . Und die Freunde, die Justus, Peter und Bob dort trafen, waren sie selbst. Eigentlich handelte es sich bei der Kaffeekanne um einen ausrangierten Wassertank für alte Dampflokomotiven. Jetzt stand er leer, und die drei Detektive hatten sich im Inneren des Tanks eingerichtet. Hier lagerte alles, was sie für ihre Ermittlungen brauchten. Doch Justus wollte jetzt vor allem eins: In Ruhe besprechen, was von der Geschichte mit dem Wesen aus der Urzeit im Canyon zu halten war.
    »Wir sollten die Finger von dem Monster lassen«, sagte Peter, als sie zusammen in der Kaffeekanne saßen. »Das ist zu gefährlich! Justus, ich weiß genau, dass du am liebsten sofort in den Canyon willst!«
    »Nun«, sagte Justus, »ich frage mich tatsächlich, ob das Monster echt ist oder nicht. Falls es echt ist, wäre das eine wirkliche Sensation! Falls nicht, steckt ein Geheimnis dahinter. Deshalb sollten wir den Fall genauer untersuchen!« Justus kramte in einer Bücherkiste neben sich. Irgendwo darin befand sich auch ein Buch über Fabelwesen. Schließlich wurde er fündig und zog das vergilbte und zerfledderte Exemplar

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