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Minks Buffet

Minks Buffet

Titel: Minks Buffet
Autoren: Joerg Mink
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Der Partyprofi aus Stuttgart: Jörg Mink
    Jörg Mink ist ein Workaholic, das streitet er gar nicht ab. Es braucht schon einen triftigen Grund, bis man den Stuttgarter Gastronomen und Tausendsassa für ein paar Stunden dazu bewegen kann, an einem Ort zu verweilen. Erst im Herbst 2008 hat Mink in Stuttgart sein neuestes Projekt gestartet, das gastronomische Gesamtkunstwerk Schloss Solitude - sein bisher ehrgeizigstes und glanzvollstes Unternehmen. Fleiß ist bekanntlich eine schwäbische Tugend. Und Mink ist das Musterexemplar eines Schwaben.

    Der Promi-Wirt, Koch und Caterer aus Passion ist sympathisch bodenständig geblieben und er weiß ganz genau, wo seine Wurzeln liegen. »An Oma Minas Rockzipfel entstand meine Liebe zu meinem späteren Beruf und zur schwäbischen Küche. Ganz früh stand für mich fest: Ich werde Koch.« Seine Großmutter war es, die für ihn sorgte, wenn die Eltern bei der Arbeit waren, bei ihr durfte er schon als Bub die Spätzle vom Brett schaben und den Teig ausrollen für Omas legendäre Maultaschen, die er noch heute nach ihrem Originalrezept mit extra vielen frischen Kräutern zubereiten lässt.

    Geboren am 11. März 1960 in Stuttgart, begann Jörg Mink mit 15 Jahren seine Lehre im Stuttgarter »Hofbräukeller«. Die nächste Station seiner frühen Jahre war die »Schwaige« im Schloss Nymphenburg in München. »Hier habe ich arbeiten gelernt: Wir fingen um sieben Uhr morgens an und hörten um elf Uhr abends auf«, erinnert sich Mink. Aber bald zog es den Jungkoch wieder nach Stuttgart, in die »Hirsch Weinstuben« im Vorort Möhringen, wo seinerzeit Sternekoch Rudolf Molitor Küchenchef war. 1984 übernahm er dann selbst das Kommando am Herd des renommierten Restaurants. Es folgten elf arbeitsreiche Jahre als Pächter im »Schwarzen Adler« in Eltingen bei Leonberg nahe Stuttgart, wo Mink seinen regionalen Küchenstil weiterentwickelte und seinen kulinarischen Horizont erweiterte. Im rund 300 Jahre alten »Gasthaus zur Linde« in der Sigmaringer Straße in Möhringen scheint der rastlose Koch 1997 dann endlich seine Heimat gefunden zu haben. Mink baute die einstige Poststation zu einem gemütlichen Lokal um. Mit original schwäbischer Küche trotzt er dem Trend zum globalen Eintopf.

    Aber Mink bleibt ein unruhiger Geist, getreu seinem Motto »Nur wer bereit ist, ständig zu lernen, bleibt auch erfolgreich«. Im Juni 2003 eröffnete er sein Lokal »Oma Mina« in Berlin - ein klassisch-schwäbisches Lokal in modernem Design-Ambiente als Hommage an seine patente
Großmutter. Starfriseur Udo Walz hatte in der Uhlandstraße gleich um die Ecke vom Kurfürstendamm noch einen Salon frei, hier eröffnete Mink sein »Mink’s Berlin« im Kempinski Plaza Hotel - Restaurant, Lounge und Bar in einem, eingerichtet mit eleganten Ledersesseln und funkelnden Lüstern. Seit 2007 lässt Jörg Mink Feinkost in einer eigenen Firma in Stuttgart-Plieningen herstellen, nur ein paar Kilometer von der »Linde« entfernt. Das Geschäft geht blendend, denn die Nachfrage ist so groß wie die Qualität zuverlässig. Auch der VfB Stuttgart lässt sich von ihm versorgen - als Mannschaftskoch.

    Jörg Mink hat einen Traum: Er möchte die schwäbische Küche endgültig von ihrem schlechten Image befreien, nur schwer und deftig zu sein. Selbst aus einfachen Zutaten wie Mehl, Kartoffeln, Linsen, Gemüse und Fisch, seltener Fleisch, lassen sich Gerichte zubereiten, die so leicht, kreativ, gesund und modern sind wie die mediterrane Küche. Der Ort, wo Mink das spektakulär beweisen will, liegt auf einem Hügel im Nordwesten von Stuttgart. Es ist das aus dem späten Rokoko stammende und vom Land Baden-Württemberg restaurierte Schloss »Solitude« im Gerlinger Forst, wo auch der hiesige Ministerpräsident gleich nebenan seinen Wohnsitz hat. Der Gastronomie im Kavaliershaus der 1764 bis 1775 erbauten »Sommerlustwohnung« des Herzogs Carl Eugen fehlte allerdings bisher der Glanz. Das ändert sich jetzt. Denn Mink will und kann vielen etwas bieten: mit einem Gourmetlokal, einer Brasserie samt großer Terrasse, mit einer schicken Bar nebst Business Lounge. »Die Linde« in Möhringen bleibt natürlich weiterhin ein Bilderbuchwirtshaus. Nur wenige Schritte entfernt hat Jörg Mink seine Idee von einem Privat-Restaurant Wirklichkeit werden lassen: »Mink’s Fine Dining«, ein elegantes Juwel mit nur 30 Sitzplätzen.

    »Wenn ich kein Restaurant hätte, wäre mein Wohnzimmer jeden Tag voller Gäste«, sagt der geborene Gastwirt

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