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Meine geheime Autobiographie - Textedition

Meine geheime Autobiographie - Textedition

Titel: Meine geheime Autobiographie - Textedition
Autoren: M Twain
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viel. Ich fragte ihn nach dem Grund, und er führte private Kränkungen an.«
    Mr. Whipple – Sagen Sie, was das für welche waren.
    Mr. Rogers – Er sagte: »Sie wissen, was ich von Mr. Whitney und den anderen Leuten da unten halte, die wegen des New York Yacht Club mit mir in Konflikt geraten sind. Wenn ich könnte, würde ich lieber $ 1   000   000 verlieren, als irgendwelche Kompromisse mit ihnen zu schließen.« Ich sagte ihm, wenn er in dieser Gemütsverfassung sei und sie ihm wichtiger sei als das Geschäft, sei das seine Sache. Er fragte mich nach meiner Einschätzung, und ich sagte ihm, ich fände es klüger von ihm, wenn er sich am Umbau beteiligte.
    Er sagte: »Nun, so denke ich nun einmal, aber ich bin bereit, mich von Ihnen beeinflussen zu lassen und Ihren Rat in der Angelegenheit zu befolgen.« Ich sagte: »Es ist nicht an mir, Ihnen einen Rat zu geben, es ist an Ihnen, eine Entscheidung zu treffen.«
    Er machte ein paar Bemerkungen, die mir entfallen sind, und schließlich fragte er: »Nun, wie viel kann ich kriegen?« Ich sagte: »Ich weiß es nicht. Wie viel wollen Sie?« Er sagte: »Ich finde, ich sollte 15 oder 20 Prozent vom Gewinn aus der Reorganisation erhalten.« Ich sagte: »Das ist ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass Sie nicht viel zu tun brauchen.«
    Er sagte: »Nun, tun Sie, was Sie können. Ich bin bereit, es Ihnen zu überlassen.«
    Ich ging wieder zu Mr. Winsor und berichtete ihm, ich hätte den Eindruck, dass Mr. Lawson sich freuen würde, einen Anteil an dem Gewinn aus der Umstrukturierung zu bekommen.
    Mr. Winsor fragte: »Wie hoch soll er denn sein?« Ich antwortete, ich hätte den Eindruck, er verlange 15 oder 20 Prozent. Mr. Winsor sagte: »Ich finde, das ist ziemlich viel dafür, dass er nicht sehr viel tun muss.« »Nun«, sagte ich, »vielleicht ist es etwas zu viel«, und schließlich einigten wir uns, dass Mr. Lawson 10 Prozent für den Umbau sowie die Profite aus seinen eigenen Wertpapieren erhalten sollte. Mr. Winsor stimmte zu, wir holten ein Blatt Papier aus meinem Schreibtisch, und er machte einen Aktenvermerk über den Inhalt des Gesprächs mit Mr. Lawson, den ich abzeichnete.
    Am nächsten Morgen berichtete ich Mr. Lawson am Telefon von der Vereinbarung, und er sagte, das gehe in Ordnung.
    Am Donnerstag, seinem letzten Tag im Zeugenstand und kurz vor Ende seiner Einvernahme, erzählte Mr. Rogers, wie er Mr. Addicks »beschimpft« habe.Dabei lächelte er ein weiteres Mal und entlockte auch jedem in Hörweite ein Lächeln.
    »Vielleicht waren meine Worte etwas zu nachdrücklich«, gestand Mr. Rogers in einem Ausbruch von Zuversicht Mr. Whipple zu.
    Frage: Erzählen Sie uns, was Sie so sagen, wenn Sie J. Edward Addicks gegenüber nachdrücklich werden und ihn ins Gebet nehmen. Antwort: Nun, im Interesse der Höflichkeit und um den Anstand zu wahren, glaube ich nicht, dass ich näher auf die Sache eingehen sollte.
    Frage: Haben Sie Mr. Addicks gegenüber Ausdrücke verwendet, die Sie hier nicht wiederholen möchten? Antwort: Ich muss gestehen, dass ich damals sehr eindeutig war. (Gelächter.) Sinngemäß sagte ich, seine Briefe oder die seines Mannes (Senator Allee) seien empörend, und wollte wissen, was er sich dabei denke, sie mir durch »seinen Mann« zuschicken zu lassen. Er sagte, davon wisse er nichts, und ich denke, das ist alles, was dazu zu sagen ist.
    Frage: Haben Sie Mr. Addicks gedroht? Antwort: O nein, ich drohe niemandem. (Gelächter.)
    Frage: Aber Sie haben ihn beschimpft? Antwort: Wir hatten lediglich eine kleine Unterredung. Offenbar wirke ich manchmal nicht halb so wütend, wie ich mir einbilde. (Gelächter.)
    Daraufhin lächelte Mr. Rogers – kein grimmiges Lächeln, sondern ein glückliches, erinnerungsvolles Lächeln wie das eines zehnjährigen Jungen, der an ein zweites Stück Kuchen zurückdenkt.
    Bald danach trat Mr. Rogers endgültig aus dem Zeugenstand, verbeugte sich höflich vor den Journalisten, mit denen er fast jedes Mal gesprochen hatte, wenn er an ihnen vorbeiging, und verließ den Gerichtssaal.
    Zweifellos war er einer der unterhaltsamsten Zeugen, die Boston seit langem gehört hat. Wir würden uns freuen, Sie bald wieder in einer ähnlichen Funktion begrüßen zu dürfen, Mr. Rogers.
    HEATH
    [Anekdote über Jean]
    20. Febr. 05
    Jeans tiefe und zärtliche Liebe zu Tieren dauert fort; und natürlich wird sie weiter fortdauern, da sie ein Teil ihres Temperaments ist. Temperament ist angeboren, nicht erworben, und es lässt sich nicht

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