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Mein Traum wohnt nebenan

Mein Traum wohnt nebenan

Titel: Mein Traum wohnt nebenan
Autoren: Nora Roberts
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auch immer in deinem Leben gespielt habe, es wird dich nicht daran hindern, glücklich zu sein.“
    Er wandte seinen Blick nicht von ihrem Gesicht. „Ich werde nie über uns beide hinwegkommen. Ich werde nie aufhören, dich zu lieben, und nie aufhören, all das zu bereuen, womit ich dich vertrieben habe. Du kannst mir sagen, dass ich gehen soll“, flüsterte er mit tonloser Stimme. „Und das werde ich.“ Hilflos hob er die Hände und senkte den Blick. „Bitte, verlang nicht, dass ich gehen soll.“
    „Glaubst du das wirklich?“ fragte sie. „Glaubst du allen Ernstes, ich könnte dich vergessen?“ Es erstaunte sie, wie ruhig ihre Stimme und ihr Herz waren, während sie wartete, bis er den Kopf hob und sie ansah. „Vielleicht könnte ich darüber hinwegkommen und eines Tages glücklich werden. Aber warum sollte ich das riskieren? Warum sollte ich dich auffordern zu gehen, wenn ich will, dass du bleibst?“
    Er atmete mit einem Seufzer aus, zog Cybil an sich und schwankte vor Erleichterung. Sie spürte, wie er erbebte, als er sein Gesicht an ihre Schulter presste.
    „Du hast nicht zugelassen, dass ich alles ruiniere.“ Seine Stimme klang rau, und sein Herz schlug so heftig an ihrem, als wollte es mit ihm verschmelzen.
    „Nein, das habe ich nicht.“ Sie schmiegte sich an ihn. Dieser starke, eigensinnige Mann zeigte Schwäche, weil seine Liebe so gewaltig war. „Das konnte ich nicht. Ich brauche dich auch.“
    Er hielt sie von sich ab und strich ihr mit den Daumen über die Wangen. „Ich liebe dieses Gesicht. Ich dachte, ich hätte es verloren.“ Er küsste ihre Augenbrauen, ihre Lider. „Ich dachte, ich hätte dich verloren. Cybil, ich …“
    Worte reichten nicht aus. Er brach ab und küsste sie. Er wollte zärtlich sein und ihr zeigen, wie behutsam er in Zukunft sein würde, aber das Gefühl, das ihn beherrschte, war so wild und mächtig wie das Meer unter ihnen.
    Als er sich von ihr löste, waren ihre Augen feucht. „Weine nicht“, bat er sanft.
    „Du wirst dich daran gewöhnen müssen. Wir Campbeils sind ein emotionaler Haufen.“
    „Das habe ich schon gemerkt. Dein Vater wollte mich in Stücke reißen.“
    „Wenn er sieht, dass du mich glücklich machst, lässt er dich am Leben“, erwiderte sie lachend. „Er wird dich lieben, Preston, und meine Mutter auch. Erstens, weil ich es tue, und zweitens, weil du so bist, wie du bist.“
    „Launisch, unwirsch und aufbrausend?“
    „Ja.“ Sie lachte wieder, als er das Gesicht verzog. „Ich könnte es bestreiten, aber ich bin eine schlechte Lügnerin.“ Sie nahm seine Hand und zog ihn mit sich. „Ich liebe es hier. Hier sind meine Eltern sich begegnet, hier haben sie sich verliebt. Mein Vater lebte damals im Leuchtturm. Wie ein Einsiedler, nur für seine Arbeit, und es störte ihn, dass eine Frau ihn davon abhielt.“
    Sie warf Preston einen Blick zu. „Er ist launisch, unwirsch und aufbrausend.“
    Jetzt musste Preston lächeln. „Klingt nach einem vernünftigen Mann.“ Er hob ihre Hand an die Lippen. „Cybil, kommst du mit mir nach Newport, um meine Familie kennen zu lernen?“
    „Gern.“ Sie legte den Kopf schräg, als sie den inzwischen vertrauten intensiven Ausdruck in seinen Augen sah. „Was ist?“
    Er blieb im Schatten des hohen Leuchtturms stehen. „Ich weiß, du willst weder heiraten noch in einem Haus auf dem Land leben. Du lebst gern in New York, mitten im Trubel, und ich nehme nicht an, dass dir mein Haus gefallen wird. Es ist ein großartiges altes Gemäuer, direkt an der Küste. Genau wie das hier.“
    Kopfschüttelnd fuhr er fort, als sie schwieg. „Ich erwarte nicht, dass du deinen Lebensstil änderst. Aber falls du dich irgendwann entscheidest, mich zu heiraten und mit mir eine Familie zu gründen, wirst du es mir sagen?“
    Ihr Herz schien einen Satz zu machen, aber sie nickte nur. „Du wirst der Erste sein, der es erfährt.“
    Mehr konnte er im Moment nicht verlangen, also drückte er ihre Hand. „Okay.“
    Er ging weiter und blieb verblüfft stehen, als sie nicht mitging, sondern ihn mit ausgestrecktem Arm festhielt, so dass nur ihre Finger sich berührten. „Preston?“
    „Ja?“
    „Ich will dich heiraten und mit dir eine Familie gründen.“ Sie strahlte ihn an, als er verwirrt blinzelte. „Siehst du, du bist der Erste, der es erfährt.“
    Aus Hoffnung wurde grenzenlose Freude. „Stimmt.“ Er zog an ihrem Arm, und sie taumelte in seine Arme. „Aber musstest du mich so lange zittern lassen?“
    Sie

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