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Magazine of Fantasy and Science Fiction 02 - Das letzte Element

Magazine of Fantasy and Science Fiction 02 - Das letzte Element

Titel: Magazine of Fantasy and Science Fiction 02 - Das letzte Element
Autoren: V.A.
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Zum Thema Science Fiction
     
     
    Sind die Automaten die Vorläufer der Roboter? Wird uns die Atomenergie den Weg zu den Sternen erschließen? Wächst ein neuer, der Welt der Maschinen angepaßter Menschentyp heran?
    Jeder spürt, daß unsere Gegenwart voll von aufregendem Geschehen ist, daß um uns herum Kräfte erwachen, von denen die Zukunft unserer Welt abhängt. Wie werden sie sich auswirken? Wie sieht das Leben von morgen aus?
    Solche Fragen könnte man endlos weiterführen, ohne daß die Wissenschaft eine exakte Antwort zu geben vermag. Aber ist es deshalb sinnlos, sie aufzuwerfen, Hypothesen aufzustellen, Möglichkeiten zu diskutieren?
    Jenseits der Wissenschaft sollte es eine Aufgabe der Literatur sein, sich dieser Fragen anzunehmen. Erzählendes Schrifttum erhebt keinen Anspruch auf fachliche Präzision und schon gar nicht auf Prophetie. Es versetzt die Situation vom Allgemeinen ins Spezielle: Am Schicksal von Einzelpersonen werden die Strömungen der Zeit und ihre möglichen Auswirkungen beispielhaft lebendig. Auf verborgene Brennpunkte der Entwicklung wird aufmerksam gemacht, Perspektiven werden sichtbar, Auffassungen klären sich.
     
    Gibt es eine solche Literatur?
     
    Auf dem Weg über den Zukunftsroman alter Schule entwickelte sich in den USA eine neue literarische Sparte – Science Fiction – die dieses Themengebiet aufgreift. Daß sie sich aus bescheidenen Anfängen bis zu Spitzenleistungen heraufgearbeitet hat, beweist das Bedürfnis nach Aktualität auch in der erzählenden Dichtung.
    In historischer Sicht kann man Science Fiction als legitime Verwandte der phantastischen Literatur ansehen. Was einst Mesmerismus und Suggestion waren – Andeutungen naturwissenschaftlicher Erscheinungen, deren Auswirkungen noch nicht abzusehen waren –, sind heute Photonenrakete und Elektronenhirn. Durch das Verschmelzen phantastischen Gedankenguts – Fantasy – mit den Elementen der utopischen Literatur sind einige der beachtenswertesten Erzählungen und Romane entstanden.
     
    Das weltweit verbreitete »Magazine of Fantasy and Science Fiction« , das in mehreren Weltsprachen erscheint, leistet hier Pionierarbeit. Ein Stab von Spitzenautoren – Asimov, Bradbury, Clarke, Simak sind nur einige von ihnen – gehört zu seinen Mitarbeitern. Daneben spürt es ständig neue Talente auf, um sie der Öffentlichkeit vorzustellen. Im Vordergrund steht das Neuartige, das Ungewöhnliche, das Experiment. Nicht nur mit dem Stil wird experimentiert, sondern auch mit den Ideen. Bisher nie Gedachtes erwacht in faszinierender Weise zum Bildhaften, gewagte Gedankenbilder umspannen Raum und Zeit.
    Das sind die Überlegungen, die uns dazu bestimmt haben, die besten Erzählungen aus »Fantasy and Science Fiction« jetzt auch dem deutschen Publikum vorzulegen. Manches davon wird fast schockierend erscheinen.
    Der Verlag
     

Meridian City
     
Arthur C. Clarke
     
     
    »Bei uns auf dem Mars kommen nicht viele Verbrechen vor«, sagte Detektiv-Inspektor Rawlings ein wenig traurig. »Das ist auch der Hauptgrund für meine Rückkehr zum Yard. Wenn ich noch lange hier bliebe, käme ich bald völlig aus der Übung.«
    Wir saßen in der großen Wartehalle des Phobos-Raumhafens und blickten über die zerklüftete, ausgedörrte Felsenwüste des winzigen Mondes. Die Raketenfähre, die uns vom Mars herübergebracht hatte, war vor zehn Minuten wieder gestartet und begann nun langsam auf die ockerfarbene Kugel, die vor den Sternen hing, zuzufallen. In einer halben Stunde würden wir das Linienschiff zur Erde besteigen – eine Welt, auf die die meisten der Passagiere nie einen Fuß gesetzt hatten, die sie aber trotzdem als »Heimat« bezeichneten.
    »Andererseits«, fuhr der Inspektor fort, »taucht ab und zu schon mal ein Fall auf, der das Leben etwas interessanter gestaltet. Sie sind doch Kunsthändler, Mr. Maccar; sicherlich haben Sie von dem Vorfall, der sich vor einigen Monaten in Meridian City zutrug, gehört.«
    »Nicht, daß ich wüßte«, entgegnete der untersetzte, olivfarbene Mann, den ich für einen der Touristen, die sich auf der Heimreise befanden, gehalten hatte. Anscheinend hatte der Inspektor schon die Passagierliste durchgesehen. Wer weiß, wieviel er über mich in Erfahrung gebracht hatte; ich versuchte mich davon zu überzeugen, daß mein Gewissen – nun, wenigstens einigermaßen rein war. Schließlich schmuggelte auf dem Mars fast jeder etwas durch den Zoll –
    »Die Sache ist damals ziemlich gut vertuscht worden«,

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