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Macho-Mamas

Titel: Macho-Mamas
Autoren: Michèle Binswanger , Nicole Althaus
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Müttern? Waren die Macho-Mamas überhaupt noch in der Lage, die Frage zu beantworten? Oder waren sie verbohrt, egoistisch und feministisch verblendet?
    «Wenn ich die Kinder fragen würde, würden sie wollen, dass ich weniger arbeite», sagte die eine.
    «Wenn ich als Kind gefragt worden wäre, hätte ich auch gesagt, meine Mutter solle ihren Halbtagsjob aufgeben und zu Hause bleiben», erwiderte die andere. «Aber heute bin ich stolz auf sie – und dankbar für das, was sie mir vorgelebt hat.»
    «Vielleicht sollten wir unsere Töchter einfach in dreißig Jahren fragen, was sie von uns halten.»
    Von Simone de Beauvoir stammt der berühmte Satz, man werde nicht als Frau geboren, sondern man werde dazu gemacht. Das stimmt. Und der Satz trifft auch auf die Männer zu. Es stimmt aber auch, dass nur Frauen Kinder bekommen können – eine biologische Ungleichheit, die den Ausgangspunkt für die soziale Ungleichheit der Geschlechter darstellt. Den biologischen Unterschied müssen wir als Ausgangslage anerkennen und mit den Konsequenzen umgehen. Und dann müssen wir als Gesellschaft darauf hinarbeiten, dass weder die Männer noch die Frauen dadurch benachteiligt werden. Diesem Idealzustand sind wir im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte immer näher gerückt. Am Ziel aber sind wir erst, wenn es im Leben unserer Töchter und Söhne keine Karrieremütter und Macho-Mamas, keine Abracker-Väter und Besuchspapas mehr gibt. Sondern einfach Frauen, Männer, Mütter und Väter.

 
     
    Zitierte Quellen (Auswahl)
     
    Jörg Althammer, Michael Böhmer, Dieter Frey u. a.: Wie viel Familie verträgt die moderne Gesellschaft? Hg. vom Roman Herzog Institut, München 2011.
    Elisabeth Badinter: Der Konflikt. Die Frau und die Mutter . Aus dem Französischen von Ursula Held und Stephanie Singh. München 2010.
    Mary Blair- Loy: Competing Devotions: Career and Family among Women Executives . Cambridge und London 2003.
    Cheryl Buehler und Marion O’Brien: ‹Mothers’ Part-Time Employment. Associations With Mother and Family Well-Being›, in: Journal of Family Psychology , vol. 25, issue 6, 2011.
    Stephanie Coontz: Marriage, a History. From Obedience to Intimacy, or How Love Conquered Marriage . New York 2005.
    Barbara Duden: Die Gene im Kopf – der Fötus im Bauch. Historisches zum Frauenkörper . Hannover 2002.
    Susan Faludi: Backlash – The Undeclared War Against American Women . New York 1991.
    Florian Illies: Generation Golf. Eine Inspektion . Berlin 2000.
    Bascha Mika: Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug . München 2011.
    McKinsey & Company: Women Matter. Gender diversity, a corporate performance driver. 2007.
    OECD (2011): Doing Better for Families.
    Chikako Ogura: Makeinu No Touboe (Howling of Defeated Dog) . Jumko Sakai 2003.
    Alessandra Rusconi und Heike Solga (Hg.): Gemeinsam Karriere machen. Die Verflechtung von Berufskarrieren und Familie in Akademikerpartnerschaften . Opladen 2011.
    Arlie Russel Hochschild: The Second Shift: Working Parents and the Revolution at Home . London 1989/2003.
    Arlie Russel Hochschild: The Commercialisation of Intimate Life: Notes from Home and Work. London 2003.
    Betsey Stevenson und Justin Wolfers: ‹The Paradox of Declining Female Happiness›, in: American Economic Journal: Economic Policy , hg. von der American Economic Association, vol. 1(2), August, S. 190–225.
    Ayelet Waldman: Böse Mütter. Meine mütterlichen Sünden, großen und kleinen Katastrophen und Momente des Glücks . Stuttgart 2011.
    Natasha Walter: Living Dolls: Warum junge Frauen heute lieber schön als schlau sein wollen . Frankfurt am Main 2011.
    What Moms Think: The Working Mother Report 2010 (Autorenteam Walker Communications and Ernst & Young). Hg. v. Working Mother Media.
    Kathrin Walther und Helga Lukoschat: Kinder und Karrieren: Die neuen Paare . München 2008.
    Bettina S. Wiese und Johannes O. Ritter: ‹Timing matters: Length of Leave and Working Mothers’ Daily Re-entry Regrets›, in: Developmental Psychology . Hg. von der American Psychology Association. Washington 2012 (im Druck).

 
     
    Dank
     
    Ich danke Seraina Mohr für das engagierte Vorkosten, Dirk Vaihinger für das ausgezeichnete Lektorat und meinen Eltern für ihre Unterstützung und die zahlreichen Hütedienste. Der größte Dank aber gehört Al Zaretskie, meinem Mann und Partner, für all die Denkanstöße, Recherchen und Diskussionen. Und dafür, dass er mir stets den Rücken

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