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Liebesvergessen (German Edition)

Liebesvergessen (German Edition)

Titel: Liebesvergessen (German Edition)
Autoren: Babsy Tom
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mir so leid. Das wollte ich nicht.“
    Und jetzt, in diesem Augenblick, wollte ich nur noch eins. Endlich die Wahrheit wissen. Einer Eingebung folgend tat ich also etwas, dass mir zukünftig sicher noch viel Leid ersparte. Ich lächelte Tom an und bat ihn, mich einen Moment mit Georg allein zu lassen.
    „Bist du dir sicher, Penny?“ Tom guckte skeptisch und hielt meine Hand noch fester umklammert. Ich löste mich vorsichtig von ihm.
    „Ganz sicher Tom, vertrau mir!“
    Ich hatte plötzlich einen fulminanten Masterplan. Er musste nur noch aufgehen.
    Mit ernstem Gesichtsausdru ck stand Tom auf und schlenderte Richtung Tür. Bevor er jedoch das Zimmer verließ, hielt er Georg mahnend einen Zeigefinger unter die Nase.
    „Wenn du ihr ein Haar krümmst, vergess‘ ich mich, ist das klar?“
    Georg nickte blass.
    Wir waren allein.
    „So! Georg! Ich glaube, du schuldest mir eine Erklärung.“
    Georgs Stirn legte sich in Falten. „Wieso? Was meinst du? Wieso sollte ich dir eine Erklärung schuldig sein?“ Auch wenn wir beide aufs Äußerste bemüht waren, uns nichts anmerken zu lassen, unser beider Nervosität nahm jetzt den gesamten Raum ein. Ich für meinen Teil bebte förmlich.
    „ Ich kann mich an alles erinnern.“ Mit Nachdruck wiederholte ich zwei der Worte ganz langsam „a-n  a-l-l-e-s!“ Ich sah ihn herausfordernd an. „Also frage ich dich hier und jetzt. Hast du irgendeine Erklärung auf Lager? Vielleicht sogar eine Entschuldigung?“ Mein Herz schlug bis zum Hals, während ich die Coole mimte. Ich hoffte innständig, dass Georg weder meinen Herzschlag hörte, noch meinen Bluff durchschaute. Außerdem bemühte ich mich um ein glaubhaftes Pokerface. Ich spürte, wie die Anspannung meine Handinnenflächen feucht werden ließ.
    „Wie? Was soll das heißen? Du kannst dich an alles wieder erinnern? “, hakte er nach und fuhr sich nervös mit den Fingern durchs Haar. „Wirklich an alles?“ Georg wurde noch blasser und ließ sich auf einen der Besucherstühle plumpsen. Seine Gesichtsfarbe hatte inzwischen einen Grauton angenommen.
    Ich nickte sicher mit dem Kopf. „Ich weiß wieder, was sich damals im Hotel ereignet hat“, sagte ich mit fester Stimme und betete, dass mein Plan aufging.
    „Äh ja, Penny, ich …“, stotterte Georg und fasste sich beunruhigt an den Mund.
    „Ich höre“, sagte ich streng, „und komm mir ja nicht mit irgendwelchen Ausreden Georg.“ Der Schweiß rann mir inzwischen den Rücken hinunter und auch spürte ich, wie sich meine Panik aufs Baby übertrug.
    „ Penny, bitte! Es tut mir leid. Aber ich konnte nicht anders.“
    Ich schnaubte. „Du konntest also nicht anders ja?!“ Krampfhaft überlegte ich, wie ich ihm ein Geständnis entlocken konnte.
    „Was konntest du denn nicht anders, Georg und komm mir ja nicht mit irgendwelchen Ausflüchten. Ich hab es so satt!“
    „Ich weiß, Penny, es gibt keine Entschuldigung für das, was ich dir angetan habe, aber eins sollst du wissen“, er blickte auf, mir direkt in die Augen, „ich habe das alles nur aus Liebe zu dir getan.“
    Georg stand auf  und wandte sich zum Gehen.
    „Ich wünsch dir und Tom viel Glück mit eurem Baby. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann verzeihen. Lange wäre das Spiel sowieso nicht mehr gutgegangen.“ Er wünscht uns Glück mit UNSEREM Baby?
    „Das Spiel?“, krächzte ich. „Das Spiel? Was soll das heißen. Du bist mir wenigstens eine Erklärung schuldig, Georg. Also sage mir endlich, wieso du die ganze Zeit gelogen hast.“ Meine Anspannung wuchs ins Unermessliche. Georg zuckte mit den Schultern.
    „Weil ich dich liebe Penny. Schon immer. Das weißt du doch. Als du mich in der Nacht aus deinem Hotelzimmer geschmissen hast, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Das muss selbst dir klar sein. Ich Idiot hatte doch wirklich angenommen, dass du endlich bereit bist für mich, für uns. Du hast mir schließlich vorgejammert, dass Tom dich mit diesem Model betrogen hat. Und was tust du? Du wirfst mich einfach raus. Willst kündigen, sagst, ich widere dich an. Das war zu viel. Ich ertrage wirklich eine ganze Menge, aber das war zu viel!“
    Unendliche Erleichterung überkam mich plötzlich. Hatte er gerade gesagt, ich hatte ihn aus dem Zimmer geworfen? Hieß das, ich hatte nie wirklich mit Georg geschlafen. Ich war Tom gar nicht untreu gewesen? Ich hatte immer nur Tom geliebt und ich hatte auch nur mit Tom geschlafen. Ich war einer üblen Intrige zum Opfer gefallen.
    „Als ich dan n hörte, dass

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