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Liebesvergessen (German Edition)

Liebesvergessen (German Edition)

Titel: Liebesvergessen (German Edition)
Autoren: Babsy Tom
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halb auf.
    „Nein Tom lass nur. Ich geh hin und frage ihn, was er will.“ Träge schob ich meinen Stuhl nach hinten, stand auf und ging quer über die Wiese in Richtung Gartenzaun. Georg wartete ungeduldig und lief in unserer Hauseinfahrt auf und ab wie ein Tiger. Ich schlenderte in seine Richtung und blieb auf meiner Seite des Gartenzauns stehen.
    „Was willst du Georg“, fragte ich verkrampft.
    „Feiert ihr eine Party?“, stellte er die Gegenfrage, wobei sein Tonfall erkennen ließ, dass er sich übergangen fühlte.
    „Ja Georg, ich wusste auch nichts davon, meine Nachbarn haben das organisiert. Es ist eine Babyparty“, erklärte ich und ärgerte mich darüber, dass ich überhaupt das Gefühl hatte, ihm eine Erklärung schuldig zu sein.
    „Gehört zu einer Babyparty nicht auch immer der Vater?“
    „Nein“, mauerte ich. Eigentlich sind Väter auf Babypartys nie eingeladen. Dass heute auch Männer mitfeiern , ist dem Umstand geschuldet, dass mir Männer diese Party geben“, erklärte ich nun gereizt.
    „War`s das oder wolltest du noch was?“
    Georg nahm die Hände aus den Taschen und hielt sich am Gartenzaun fest. Verängstigt machte ich einen Schritt rückwärts.
    „Ich bin hier, weil ich dir mitteilen wollte, dass ich, sollte das mein Kind sein, das du da austrägst, ums Sorgerecht kämpfen werde, komme was wolle.“ Seine Stimme war gefährlich leise geworden. Ich kaufte ihm jedes seiner Worte ab.
    Mir wurde übel und ich kämpfte gegen einen spontanen Brechreiz an.
    „Du willst was tun?“, fragte ich mit bebender Stimme, bemüht, mir meine Panik nicht anmerken zu lassen.
    „Du hast schon richtig gehört, Penny! Wenn ich der Vater bin, werde ich um s Sorgerecht kämpfen. Verlass dich drauf.“ Panisch wich ich zurück, wollte nur noch zu Tom. Ich drehte mich um und lief stumm vor Not blindlings los, durch den Garten. Ich sah Tom, wie er am Tisch stand, bereit mir zu helfen, falls ich Hilfe benötigte. Mein Herz schlug bis zum Hals. Behäbig und unbeholfen versuchte ich meinen Schritt zu beschleunigen, Georg und die Angst im Nacken spürend. Plötzlich trat ich auf etwas Spitzes, während mich nur eine Sekunde später ein derber Schlag mitten an die Stirn traf. Ich spürte den stechenden Schmerz unter meinem Fuß und gleichzeitig sah ich Sterne und dann – wie durch ein Wunder – wurde es Nacht. Jedenfalls in meiner Welt.
     
     
    „Hallo! Hören Sie mich? Können Sie mich verstehen?“
    Mein Kopf dröhnte. Wie durch einen dicken, dunstigen Nebel vernahm ich Stimmengewirr, konnte aber nicht ausmachen, was man sagte. Sprechen die mit mir? Oder über mich?
    Moment doch mal, irgendwie kommt mir das hier alles seltsam bekannt vor.
    Ich öffnete die Augen und über mir fuchtelte Dr. Ringelnatz selbstvergessen mit seiner Lieblingstaschenlampe.
    „Frau Plage! Können Sie mich verstehen?“
    „Natürlich“, sagte ich, „ich bin ja nicht taub!“
    Hinter Dr. Ringelnatz kam jetzt Toms Gesicht zum Vorschein. Als er sah, dass ich wach war, wich seine besorgte Miene einem Lächeln. Ich lächelte zurück. Mein Fuß schmerzte.
    „Mein Fuß tut weh“, klagte ich.
    „Ja! Das kann ich mir gut vorstellen, Sie sind in eine Harke gelaufen. Dann haben Sie sich mit einer gewissen Hebelwirkung den Stiel der Harke selber gegen Ihren Kopf geschlagen. Sagen Sie, haben Sie sich inzwischen eigentlich unfallversichern lassen? Ich meine, es scheint ja so, als würden Sie das Unglück geradezu magisch anziehen, äh… irgendwie.“
    Ich fasste an meine Stirn und tastete eine große Beule.
    „Ich schicke Ihnen noch die Gynäkologin. Sie soll mal gucken, ob mit ihrem Baby alles in Ordnung ist, okay?“ Ich nickte beklommen und fasste an meinen Bauch. Nur einen Moment später spürte ich, wie sich das Kind in mir bewegte. Tom umrundete das Bett, setzte sich auf die Kante und griff nach meiner Hand.
    „Penny, was machst du nur für Sachen?“ Ich zuckte mit den Schultern.
    „Wie, um alles in der Welt, sollte ich denn wissen, dass da eine Harke liegt? Es war schon so dunkel“, verteidigte ich mich.
    „Aber, hier spür mal, das Baby bewegt sich .“ Ich nahm Toms Hand und legte sie auf meinen Bauch. „Es ist alles in Ordnung Tom, mach dir keine Sorgen. Mir geht’s auch gut, bis auf die Beule“, beruhigte ich ihn. Toms Gesicht wurde weicher.
    Es klopfte an der Tür und im selben Moment betrat Georg das Zimmer , ohne eine Antwort abzuwarten. Erschrocken setzte ich mich auf.
    „Penny, Penny! Geht es dir gut. Es tut

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