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Liebe geht durch den Döner 3 - Wo Sandy leckt, wächst Liebe (German Edition)

Liebe geht durch den Döner 3 - Wo Sandy leckt, wächst Liebe (German Edition)

Titel: Liebe geht durch den Döner 3 - Wo Sandy leckt, wächst Liebe (German Edition)
Autoren: Sissi Kaipurgay , France Carol
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Waldilein bereits nackt gesehen, aber jetzt – bei Tageslicht – sieht er wirklich aus wie ein kleiner Elf. Ich s teh auf schmale Kerle und kleine Ärsche. Er würde haargenau passen, wenn er denn nur nicht so scheu wäre und natürlich müsste er auf Männer stehen. Ich bringe Sandy in die Küche, wo ich ihr Futter hinstelle. Es ist schon nach Mittag und mein Magen knurrt. Nach einem Blick in den Kühlschrank entschließe ich mich, etwas zu bestellen.
    „Waldi, willst du auch eine Pizza?“, rufe ich, an seiner Zimmertür horchend.
    „Nö danke“, kommt zurück.
    Er wehrt sich nicht einmal gegen den blöden Spitznamen. Ob der Kerl überhaupt Rückgrat besitzt? Saufen verträgt er jedenfalls nicht, wie ich gestern festgestellt habe.
     
    Susanne zieht bereits am Wochenende ein. Sie gehört zu der Sorte Frauen, die mit zwei Koffern und zehn Bücherkartons umziehen. Ach ja, ein Karton mit Schnickschnack ist auch dabei. Sogleich stellt sie in ihrem Zimmer Räucherstäbchen auf und erklärt mir, damit würde sie das Zimmer von den Schwingungen der Vorbewohner reinigen. Dieser esoterische Mist war mir schon immer ein Rätsel, aber jeder kann in seinem Bereich schalten und walten, wie er will.
    Die ganzen Buddahfiguren und andere Gottheiten aus Messing, die sie dann überall verteilt, sind sogar recht dekorativ. Als sie dann jedoch ihren Hund holt, wird es eng in der Wohnung. Franz – so heißt ihr Köter – hängt nur noch an meiner Zimmertür, da dort Sandy eingesperrt ist.
    „Man muss auch Tieren einen gewissen Freiraum zugestehen“, doziert Susanne, ohne sich um ihren verrückt gewordenen Cockerspaniel zu kümmern, „Ein Recht auf ein intaktes Sexualleben haben auch die.“
    „Mein Sexualleben ist platt, wenn die ganze Zeit dein Hund Sandy verrückt macht“, knurre ich und mit verkniffener Miene stimmt die Frau zu, den Hund in ihrem Zimmer zu halten, wobei wir uns die Fütterungszeiten in der Küche teilen müssen.
     
    Von Waldemar ist bei der ganzen Auseinandersetzung und auch sonst natürlich nichts zu sehen. Er ist wie ein Geist und scheint unsichtbar zu sein.
     
    Zwei Tage läuft es gut mit Franz und Sandy, die sich getrennt recht normal verhalten. Gut, bei Sandy will ich von normal gar nicht reden, die ist ein glatter Fall für die Klatsche. Wie halten Maik und Pascal das nur aus? Tragen die Keuschheitsgürtel? Mir geht es schon auf den Sack, ständig heißen Hundeatem in meinem Schritt zu fühlen sobald im mich hinsetze. Außerdem hat Sandy Mundgeruch, was am Futter liegen kann.
     
    Am dritten Tag stehe ich auf, drehe die erste Runde mit der irren Cockerdame und kehre gerade zurück, als mir Susanne mit einem Rucksack in der Hand entgegenkommt. Sie trägt ein Stirnband, hat sich einen roten Punkt auf die Stirn gemalt und erklärt: „Ich muss nach Poona. Heute Nacht hat mich der Ruf ereilt. Bin bald zurück.“
    Mit diesen Worten lässt sie mich im Treppenhaus stehen und schwebt die Stufen hinunter. Mein Mund bleibt offen stehen und auch Sandy guckt leicht verwirrt. Kopfschüttelnd schließe ich die Wohnungstür auf und das Chaos bricht los. Franz, der scheinbar nur darauf gewartet hat, stürzt sich auf Sandy, die sofort eifrig ihr Hinterteil anbietet. Ich greife mir den rolligen Köter und werde sofort von der frustrierten Hundedame angesprungen, die sich um einen Fick betrogen zu fühlen scheint.
    Ich kann ihr das nicht verdenken, bringe den zappelnden Franz dennoch in Susannes Zimmer und sperre ihn dort ein. Sandy ist total aufgedreht und kratzt wie verrückt an der Tür, so dass ich mich gezwungen sehe, sie in mein Zimmer zu verfrachten. Damit ist die Gefahr vorläufig gebannt, aber was nun? Ich kann morgens nicht zweimal Gassi gehen und auch sonst sehe ich mich nicht in der Lage, die Viecher ohne Hilfe getrennt zu halten.
    Jetzt muss Waldemar ran, denn obwohl ich ein cooler Typ bin, ins Tierhe im will ich Franz nicht bringen. Außerdem kommt diese verrückte Susanne vielleicht bald zurück…sobald ihr Gehirn wieder funktioniert.
    „Waldi?“ Ich klopfe an seine Tür und er öffnet tatsächlich sofort, als hätte er dahinter gestanden.
    „Was war das für ein Lärm?“, fragt er leise und guckt scheu den Flur rauf und runter.
    „Zwei wildgewordene Cockerspaniel“, sage ich und betrachte meinen Mitbewohner ausführlich, wo ich endlich mal dazu Gelegenheit habe.
    Er trägt verwaschene Jeans und ein lockeres Hemd, das gut zu dem Blau seiner Augen passt. Die Haare hat er sich hinter die Ohren

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