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Liebe geht durch den Döner 3 - Wo Sandy leckt, wächst Liebe (German Edition)

Liebe geht durch den Döner 3 - Wo Sandy leckt, wächst Liebe (German Edition)

Titel: Liebe geht durch den Döner 3 - Wo Sandy leckt, wächst Liebe (German Edition)
Autoren: Sissi Kaipurgay , France Carol
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Bettkante und streich e ihr über den Kopf, „Männer…mögen es nicht, wenn…Hunde, wie du einer bist, an ihrem Schw…Glied schleckern.“
    Sandy hechelt, schluckt, guckt mich an und…hat sie genickt? Ermutigt fahre ich fort.
    „Es ist so: ein Mann ist sehr empfindlich in…diesem Bereich. Der, äh, der Penis ist ein zentrales Teil seines Bewusstseins und daher…sehr sensibel und vor allem…Verdammt, Sandy, du darfst das einfach nicht, klar?“
    Der Cockerspaniel gähnt, schleckt sich mit der Zunge über die Schnauze, linst auf meinen Schritt und legt dann den Kopf mit einem tiefen Seufzer auf die Vorderpfoten. So muss sich ein Lehrer fühlen. Ich bin frustriert.
    „In dieser Sache ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, warne ich das Viech und krieche unter die Decke.
    Es ist fünf Uhr morgens, bis zum ersten Gassigang also noch zwei Stunden Zeit. Was für ein Leben, so als Hundebesitzer. Ich werde Maik erwürgen, sobald er von den Malediven zurück ist. Vielleicht sollte ich ihn anrufen, dass er sich dort umbringen lässt, würde ihm den lästigen Rückflug ersparen, mir allerdings auch die Befriedigung nehmen. Ich gähne, lege den Kopf auf meine Hände und seufze tief.
     
    Gegen Mittag – ich war schon das zweite Mal mit Sandy draußen – höre ich Waldemar rumoren. Er scheint aus seinem Koma endlich erwacht und sein Schatten huscht über den Flur. Die Tür zum Bad klappt, ein Schlüssel dreht sich. Gleich darauf rauscht Wasser. Ob er sich erinnert? Ich jedenfalls weiß noch genau, wie geil es ausgesehen hat, als er so selbstvergessen – oder eher betäubt – abgespritzt hat. Ob er auch schwul ist? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung.
    Wahrscheinlich kann ich froh sein, dass ich überhaupt seinen Namen weiß. Waldemar ist so scheu, dass er stets errötet, wenn wir uns über den Weg laufen. Das kann natürlich auch an mir liegen, denn ich sehe schon gut aus…finde ich jedenfalls. Nein, ich bin nicht eingebildet, aber ich kann gucken. Meine schwarzen Haare und die blauen Augen sind schon ein toller Kontrast, und meinen Körper halte ich mit Training in Form.
     
    Es läutet, und ich sperre schnell Sandy in mein Zimmer, bevor ich durch den Flur laufe und die Tür öffne. Eine dunkelhaarige Frau in kunterbunten Klamotten guckt mich an, zeitgleich flitzt ein ähnlicher Köter wie Sandy an mir vorbei.
    „Hallöle, ich bin die Susanne“, sagt die Dunkelhaarige.
    „Ich bin Francois “, erwidere ich, dann lenkt mich ein lautes Jaulen ab.
    „Oh“, sagt die Frau, „ Franz ist läufig. Hast du einen Hund?“
     
    ***
     
    Erleichtert schnaufe ich auf, als ich endlich im Bad ankomme und schliesse sogleich hinter mir ab. Es ist jedes Mal ein Spiessrutenlauf ungesehen durch den Flur zu kommen, damit Francois die verräterischen Spuren meiner feuchten Träume nicht sieht.
    Vor dem Spiegel begutachte ich erst mal, wo sich die Eiweissflecken diesmal auf meinem Körper platziert haben, kann jedoch keine verräterischen Spuren finden. Mhm, dabei könnte ich schwören, dass ich letzte Nacht im hohen Bogen abgespritzt habe. Diesmal hat sich Francois in meinem erregenden Traum mit einem Waschlappen um mein bestes Stück gekümmert, wobei ich eingestehen muss, dass ich so eine Waschaktion bis dahin noch nie als erotisch angesehen hätte. Aber mit Francois am einen Ende des Lappens und mein freudig zuckender Schwanz am anderen…
    Obwohl es keine Spermaspuren zu beseitigen gilt, ist eine Dusch e dennoch mehr als nötig. Aus jeder Pore meines Körpers kann ich den Alkohol riechen, den ich gestern in Hülle und Fülle in mich rein gekippt habe. Grund genug hatte ich ja, mich in mein Elend zu saufen! Erstens bin ich unglücklich in diesen französischen Halbgott Francois verknallt, und zweitens musste ich mir nach einem Gespräch mit meinem Germanistik-Professor eingestehen, dass man mir wohl meine Homosexualität bereits von weitem ansieht.
    Nach seiner Vorlesung hat mich Professor Medler nämlich zu sich ins Büro bestellt und ohne Umschweife gef ragt, ob ich eigentlich geoutet wäre. Ich bin fast vom Stuhl gefallen, auf dem ich kurz vorher Platz genommen habe. Okay, man sagt Medler eine beinahe übernatürliche Begabung nach, hinter die Fassade eines jeden seiner Studenten sehen zu können, aber dass er einen Gaydar besitzt, war mir neu.
    Ich gebe ja zu, dass ich ausser meinem Schwanz und den dazu gehörenden Glocken wenig typisch Männliches an mir habe. Mit meiner kleinen, androgynen Figur und den langen,

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